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사도행전 10장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 사도행전 (Acts) · 48절

  1. 1 In Cäsarea lebte ein Mann namens Kornelius. Er war Hauptmann der Truppe, die man die Italische Kohorte nannte.
  2. 2 Kornelius war ein frommer Mann, der mit seiner ganzen Hausgemeinschaft an den Gott Israels glaubte. Er half den Armen im Volk durch großzügige Gaben und betete regelmäßig zu Gott.
  3. 3 Eines Nachmittags, ungefähr um die neunte Stunde, hatte Kornelius eine Erscheinung. Ganz deutlich sah er einen Engel Gottes. Der trat bei ihm ein und sagte: »Kornelius!«
  4. 4 Erschrocken blickte Kornelius den Engel an und fragte: »Was willst du, Herr?« Der Engel antwortete: »Gott hat deine Gebete gehört und deine Gaben für die Armen gesehen. Sie sind zu ihm emporgestiegen wie Weihrauch.
  5. 5 Darum schicke jetzt einige Männer nach Joppe. Sie sollen einen gewissen Simon zu dir bitten, der auch Petrus genannt wird.
  6. 6 Er ist zu Gast bei dem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt.«
  7. 7 Dann verließ ihn der Engel wieder, der mit ihm gesprochen hatte. Kornelius rief zwei seiner Diener und einen frommen Soldaten aus seinem persönlichen Gefolge.
  8. 8 Er erklärte ihnen, was sie zu tun hatten, und schickte sie nach Joppe.
  9. 9 Es war am nächsten Tag um die sechste Stunde. Die Männer waren noch unterwegs, hatten Joppe aber schon fast erreicht. Petrus stieg auf das Dach, um zu beten.
  10. 10 Da bekam er Hunger und bat um etwas zu essen. Während das Essen zubereitet wurde, hatte er eine Vision.
  11. 11 Er sah den Himmel offen. Daraus kam ein Behältnis herab. Es sah aus wie ein großes Leinentuch, das an seinen vier Ecken zur Erde hinuntergelassen wurde.
  12. 12 Darin befanden sich alle möglichen Tierarten: Vierbeiner, Kriechtiere und Vögel.
  13. 13 Eine Stimme sprach zu ihm: »Steh auf, Petrus! Schlachte und iss!«
  14. 14 Aber Petrus erwiderte: »Auf gar keinen Fall, Herr! Denn ich habe noch nie etwas Unvorschriftsmäßiges oder Unreines gegessen.«
  15. 15 Da forderte ihn die Stimme ein zweites Mal auf und sagte: »Was Gott rein gemacht hat, das sollst du nicht unrein nennen!«
  16. 16 Noch ein drittes Mal wurde Petrus aufgefordert. Gleich danach wurde das Tuch wieder in den Himmel hinaufgezogen.
  17. 17 Petrus rätselte noch darüber, was die Erscheinung bedeuten sollte, die er gerade gehabt hatte. Da kamen die Männer an, die Kornelius gesandt hatte. Sie hatten sich bis zum Haus von Simon durchgefragt und standen jetzt am Tor.
  18. 18 Lautstark erkundigten sie sich: »Ist Simon, der auch Petrus genannt wird, hier zu Gast?«
  19. 19 Petrus grübelte immer noch über die Erscheinung. Da sagte der Heilige Geist zu ihm: »Da sind drei Männer, die dich suchen.
  20. 20 Steh auf, geh hinunter und mach dich mit ihnen auf den Weg! Du brauchst keine Bedenken zu haben, denn ich habe sie geschickt.«
  21. 21 Petrus ging hinunter und sagte zu den Männern: »Ich bin der, den ihr sucht. Was führt euch zu mir?«
  22. 22 Sie antworteten: »Hauptmann Kornelius hat von einem heiligen Engel den Auftrag bekommen, dich in sein Haus zu bitten. Er glaubt an den Gott Israels und lebt gerecht vor ihm. Beim ganzen jüdischen Volk genießt er hohes Ansehen. Er soll sich anhören, was du zu ihm zu sagen hast.«
  23. 23 Da ließ Petrus die Männer herein und nahm sie als Gäste auf. Am nächsten Morgen machte sich Petrus mit den Männern auf den Weg. Auch einige Brüder aus Joppe gingen mit.
  24. 24 Einen Tag später trafen Petrus und seine Begleiter in Cäsarea ein. Kornelius erwartete sie schon. Er hatte auch seine Verwandten und engsten Freunde zu sich eingeladen.
  25. 25 Als Petrus ins Haus eintreten wollte, kam Kornelius ihm entgegen. Ehrfürchtig fiel er vor Petrus auf die Knie.
  26. 26 Aber der zog ihn hoch und sagte: »Steh auf! Ich bin auch nur ein Mensch.«
  27. 27 Während er sich mit Kornelius unterhielt, betrat er das Haus. Dort fand er viele Leute versammelt.
  28. 28 Petrus sagte zu ihnen: »Ihr wisst ja: Einem Juden ist es nicht erlaubt, Umgang mit einem Fremden zu haben oder ihn zu Hause aufzusuchen. Aber Gott hat mir gezeigt, dass man keinen Menschen als unvorschriftsmäßig oder unrein bezeichnen darf.
  29. 29 Deshalb bin ich eurer Einladung ohne Widerspruch gefolgt. Aber jetzt möchte ich gerne wissen, warum ihr mich eingeladen habt.«
  30. 30 Kornelius antwortete: »Es war vor drei Tagen, genau zur gleichen Zeit – um die neunte Stunde. Ich betete gerade in meinem Haus. Da stand plötzlich ein Mann vor mir, der ein prächtiges Gewand trug.
  31. 31 Er sagte: ›Kornelius, Gott hat dein Gebet erhört und deine Gaben für die Armen gesehen.
  32. 32 Schicke also jemanden nach Joppe und lass Simon zu dir bitten, der auch Petrus genannt wird. Er ist zu Gast bei dem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt.‹
  33. 33 Da habe ich sofort nach dir geschickt. Gut, dass du gekommen bist. Jetzt sind wir alle hier vor Gott versammelt, um zu hören, was der Herr dir aufgetragen hat.«
  34. 34 Petrus begann zu sprechen: »Jetzt begreife ich wirklich, dass Gott nicht auf die Person sieht!
  35. 35 Wer ihn ehrt und das tut, was vor ihm recht ist, den nimmt Gott an – ganz gleich, aus welchem Volk er stammt.
  36. 36 Diese Botschaft hat Gott seinem Volk Israel gesandt. Er hat ihm die Gute Nachricht verkündet, dass er Frieden gebracht hat – durch Jesus Christus, der Herr ist über alle Menschen!
  37. 37 Ihr wisst doch, was im ganzen jüdischen Land geschehen ist: Alles begann in Galiläa, nachdem Johannes zur Taufe aufgerufen hatte.
  38. 38 Damals hat Gott Jesus von Nazaret mit dem Heiligen Geist gesalbt und ihm Kraft geschenkt. Wo immer Jesus hinkam, tat er Gutes. Er heilte alle, die der Teufel in seiner Gewalt hatte. Denn Gott stand ihm bei.
  39. 39 Und wir sind Zeugen für alles, was er im jüdischen Land und in Jerusalem getan hat. Zuletzt hat man ihn an den Holzbalken gehängt und umgebracht.
  40. 40 Aber Gott hat ihn am dritten Tag auferweckt und ihn als Lebenden erscheinen lassen –
  41. 41 allerdings nicht vor dem ganzen Volk, sondern vor Zeugen, die Gott im Voraus bestimmt hat. Diese Zeugen sind wir, die Apostel. Wir haben mit ihm gegessen und getrunken, nachdem er von den Toten auferstanden war.
  42. 42 Uns hat Gott auch beauftragt, dem Volk zu verkünden und zu bezeugen: Gott hat Jesus zum Richter über die Lebenden und die Toten eingesetzt.
  43. 43 Ebenso bezeugen alle Propheten von Jesus: Durch die Macht seines Namens werden allen, die an ihn glauben, ihre Sünden vergeben.«
  44. 44 Petrus hatte seine Rede noch nicht beendet, da kam der Heilige Geist auf alle seine Zuhörer herab.
  45. 45 Es waren auch Gemeindemitglieder jüdischer Herkunft anwesend, die mit Petrus dorthin gekommen waren. Sie waren sehr erstaunt, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über Menschen aus anderen Völkern ausgegossen wurde.
  46. 46 Denn sie hörten, wie die Versammelten in fremden Sprachen redeten und Gott priesen. Darauf sagte Petrus zu seinen Begleitern:
  47. 47 »Wer kann diesen Menschen jetzt noch die Taufe verweigern? Sie haben doch genau wie wir den Heiligen Geist empfangen!«
  48. 48 Er ordnete an, sie im Namen von Jesus Christus zu taufen. Danach baten sie Petrus, noch einige Tage bei ihnen zu bleiben.

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