욥기 7장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 21절
- 1 Muß nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und seine Tage sind wie eines Taglöhners?
- 2 Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten und ein Taglöhner, daß seine Arbeit aus sei,
- 3 also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elende Nächte sind mir viel worden.
- 4 Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und danach rechnete ich, wenn es Abend wollte werden; denn ich war ganz ein Scheusal jedermann, bis es finster ward.
- 5 Mein Fleisch ist um und um wurmig und kotig: meine Haut ist verschrumpft und zunichte worden.
- 6 Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn eine Weberspule und sind vergangen, daß kein Aufhalten dagewesen ist.
- 7 Gedenke, daß mein Leben ein Wind ist, und meine Augen nicht wiederkommen, zu sehen das Gute.
- 8 Und kein lebendig Auge wird mich mehr sehen. Deine Augen sehen mich an; darüber vergehe ich.
- 9 Eine Wolke vergehet und fähret dahin; also, wer in die Hölle hinunterfährt, kommt nicht wieder herauf
- 10 und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein Ort kennet ihn nicht mehr.
- 11 Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren; ich will reden von der Angst meines Herzens und will heraussagen von der Betrübnis meiner Seele.
- 12 Bin ich denn ein Meer oder ein Walfisch, daß du mich so verwahrest?
- 13 Wenn ich gedachte, mein Bett soll mich trösten, mein Lager soll mir's leichtern;
- 14 wenn ich mit mir selbst rede, so erschreckst du mich mit Träumen und machst mir Grauen,
- 15 daß meine Seele wünschet erhangen zu sein, und meine Gebeine den Tod.
- 16 Ich begehre nicht mehr zu leben. Höre auf von mir, denn meine Tage sind vergeblich gewesen.
- 17 Was ist ein Mensch, daß du ihn groß achtest und bekümmerst dich mit ihm?
- 18 Du suchest ihn täglich heim und versuchest ihn alle Stunde.
- 19 Warum tust du dich nicht von mir und lässest nicht ab, bis ich meinen Speichel schlinge?
- 20 Habe ich gesündiget, was soll ich dir tun, o du Menschenhüter? Warum machst du mich, daß ich auf dich stoße und bin mir selbst eine Last?
- 21 Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht und nimmst nicht weg meine Sünde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen; und wenn man mich morgen suchet, werde ich nicht da sein.
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