로그인

예레미야 32장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야 (Jeremiah) · 44절

  1. 1 Im zehnten Regierungsjahr König Zidkijas von Juda erhielt Jeremia einen Auftrag vom Herrn. Es war das achtzehnte Regierungsjahr Nebukadnezzars.
  2. 2 Der babylonische König belagerte damals mit seinem Heer die Stadt Jerusalem. Der Prophet Jeremia war verhaftet worden. Man hielt ihn im Wachhof am Königspalast gefangen.
  3. 3 König Zidkija von Juda hatte ihn eingesperrt. Sein Vorwurf lautete: »Du trittst als Prophet gegen mich auf und sagst: ›So spricht der Herr: Seht, ich gebe diese Stadt in die Gewalt des Königs von Babylonien. Er wird sie erobern.
  4. 4 Auch König Zidkija von Juda wird den Babyloniern nicht entkommen. Er fällt dem babylonischen König in die Hände. Auge in Auge muss er ihm Rede und Antwort stehen.
  5. 5 Dann wird man Zidkija nach Babylon wegführen. Dort muss er bleiben, bis ich ihn zur Rechenschaft ziehe. – So lautet der Ausspruch des Herrn. Wenn ihr also gegen die Babylonier Krieg führt, werdet ihr ganz sicher nicht gewinnen!‹«
  6. 6 Aus dieser Zeit berichtete Jeremia: Damals kam dieses Wort des Herrn zu mir:
  7. 7 »Hanamel, der Sohn deines Onkels Schallum, wird zu dir kommen und dich bitten: Kauf dir meinen Acker, der in Anatot liegt! Denn bei dir liegt das Vorkaufsrecht. Als Verwandter bist du zum Kauf verpflichtet.«
  8. 8 Und tatsächlich kam mein Cousin Hanamel, wie der Herr es mir vorausgesagt hatte. Er kam zu mir in den Wachhof und bat mich: »Kauf doch meinen Acker, der in Anatot liegt, im Gebiet von Benjamin! Denn du hast das Recht, ihn zu erwerben. Als Verwandter bist du sogar dazu verpflichtet. Also, kauf ihn!« Da wusste ich, dass es ein Auftrag des Herrn war.
  9. 9 Ich kaufte also den Acker in Anatot von meinem Cousin Hanamel. Den Preis dafür wog ich in Silber ab, er betrug 17 Silberstücke.
  10. 10 Ich schrieb einen Vertrag und verschloss ihn mit einem Siegel. Ich bezahlte den Preis im Beisein von Zeugen und wog dazu das Silber auf einer Waage.
  11. 11 Dann nahm ich die Urkunde, also den versiegelten Vertrag und eine Abschrift davon. So entsprach es Recht und Gesetz.
  12. 12 Vor den Augen meines Cousins Hanamel überreichte ich Baruch die Urkunde. Baruch war der Sohn des Nerija und Enkel von Machseja. Auch die Zeugen waren dabei, die in der Urkunde aufgeführt waren – und alle Judäer, die sich im Wachhof aufhielten.
  13. 13 Vor ihren Augen gab ich Baruch diesen Auftrag:
  14. 14 »So spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Nimm diese Schriftstücke, diese Urkunde, also den versiegelten Vertrag und die Abschrift davon. Bewahre sie auf in einem Krug aus Ton, damit sie lange Zeit erhalten bleiben.
  15. 15 Denn so spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Ja, es wird in diesem Land wieder eine Zeit geben, in der man Häuser, Äcker und Weinberge kauft.«
  16. 16 Diese Urkunde übergab ich Baruch, dem Sohn Nerijas. Dann betete ich zum Herrn:
  17. 17 »Ach Herr, mein Gott! Du bist es, der Himmel und Erde gemacht hat – mit großer Kraft und ausgestrecktem Arm. Nichts ist für dich unmöglich!
  18. 18 Du begegnest Tausenden von Menschen voller Güte. Doch wenn die Väter Schuld auf sich geladen haben, ziehst du auch ihre Kinder zur Verantwortung. Du großer, starker Gott, Herr Zebaot ist dein Name.
  19. 19 Groß sind deine Pläne und machtvoll deine Taten. Mit offenen Augen achtest du auf alle Wege, auf denen die Menschen durchs Leben gehen. Du gibst jedem das, was seinem Verhalten entspricht: Gutes folgt auf gute Taten, Böses auf böse Taten.
  20. 20 Du hast Zeichen und Wunder in Ägypten getan. Bis heute tust du sie an Israel und an allen Menschen. So hast du dir einen Namen gemacht, wie man ihn heute kennt.
  21. 21 Du hast Zeichen und Wunder getan, als du dein Volk Israel aus Ägypten geführt hast – mit starker Hand und ausgestrecktem Arm. Großen Schrecken hast du dabei verbreitet.
  22. 22 Du hast ihnen dieses Land gegeben, wie du es ihren Vorfahren geschworen hast. Es ist ein Land, in dem Milch und Honig fließen.
  23. 23 Sie kamen und nahmen das Land in Besitz. Doch sie wollten nicht auf dich hören und nicht nach deiner Weisung leben. Sie haben nichts von allem getan, was du ihnen befohlen hast. Darum ist dieses ganze Unheil über sie gekommen.
  24. 24 Ja, die Belagerungsrampen reichen schon bis an die Stadt! Bald werden die Babylonier sie einnehmen. Durch Krieg, Hunger und Seuchen wird sie ihren Eroberern in die Hände fallen. Was du vorausgesagt hast, ist eingetroffen. Du siehst es ja selbst.
  25. 25 Doch du, mein Gott und Herr, hast mich aufgefordert: ›Nimm das Geld und kauf dir den Acker unter Zeugen!‹ Dabei gehört die Stadt doch bald den Babyloniern.«
  26. 26 Darauf kam folgendes Wort zu Jeremia vom Herrn:
  27. 27 Sieh her: Ich bin der Herr, der Gott von allem, was lebt! Sollte mir etwas unmöglich sein?
  28. 28 So spricht der Herr: Ja, ich gebe diese Stadt in die Gewalt der Babylonier und in die Gewalt Nebukadnezzars. Er, der König von Babylonien, wird sie einnehmen.
  29. 29 Die Babylonier kommen und kämpfen gegen diese Stadt. Sie legen Feuer, zünden die Stadt an und verbrennen alles – auch die Häuser. Auf den Dächern dieser Häuser haben die Bewohner Jerusalems andere Götter angebetet. Für Baal haben sie Räucheropfer dargebracht und für andere Götter Trankopfer ausgegossen. Damit haben sie meinen Zorn herausgefordert.
  30. 30 Denn seit ihrer Jugend tun die Leute aus Israel und Juda immer nur dasselbe: Sie tun, was in meinen Augen böse ist. Mit dem, was ihre Hände getan haben, haben sie mich zornig gemacht. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
  31. 31 Darum verbinde ich mit dieser Stadt nur Zorn und Wut. Und das seit damals, als sie gebaut wurde, bis heute. Also weg mit ihr! Aus meinen Augen!
  32. 32 Denn die Leute aus Israel und Juda haben viel Böses getan und mich zornig gemacht. Daran waren alle beteiligt: ihre Könige und Beamten, ihre Priester und ihre Propheten und jeder einzelne Bewohner Judas und Jerusalems.
  33. 33 Sie haben das Gesicht von mir abgewandt und mir stattdessen ihren Rücken gezeigt. Wieder und wieder habe ich ihnen ausrichten lassen, was ich von ihnen will. Doch sie hörten nicht darauf und verweigerten sich.
  34. 34 Sie brachten abscheuliche Dinge in das Haus, das meinen Namen trägt. So machten sie es unrein.
  35. 35 Im Hinnom-Tal bauten sie Kultplätze für Baal. Dort ließen sie auch ihre Kinder durchs Feuer gehen – um sie dem Moloch darzubringen. So etwas habe ich ihnen niemals geboten, es ist mir nicht mal in den Sinn gekommen! Niemals würde ich so etwas Abscheuliches verlangen und Juda dadurch zur Sünde verführen.
  36. 36 Doch es gibt noch eine andere Botschaft für diese Stadt, von der ihr sagt: »Sie wurde in die Hand des babylonischen Königs gegeben. Krieg, Hunger und Seuchen haben in ihr gewütet.« Das aber sagt der Herr, der Gott Israels, über sie:
  37. 37 »Ich bringe sie aus allen Ländern wieder zusammen. Dorthin hatte ich die Menschen verbannt, als ich zornig, wütend und entsetzt war. Ich werde sie hierher, an diesen Ort, zurückbringen. Ich werde ihnen Sicherheit schenken, dass sie in Ruhe und Frieden leben können.
  38. 38 Sie werden mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein.
  39. 39 Dieses beides will ich ihnen schenken: ein Herz, das nur das eine will, und einen Lebensweg, der nur dieses eine Ziel hat: jeden Tag in Ehrfurcht vor mir zu leben. Dann wird es ihnen gut gehen – ihnen und ihren Nachkommen.
  40. 40 Ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund. Niemals werde ich mich von ihnen abwenden und nie aufhören, ihnen Gutes zu tun. Ich werde ihnen Ehrfurcht vor mir in ihr Herz legen, damit sie sich niemals von mir abwenden.
  41. 41 Es wird mir eine Freude sein, wenn ich ihnen Gutes tun kann. Ich werde sie in diesem Land fest einpflanzen. Mit beständiger Treue werde ich das tun und mit aller Kraft – ja, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.«
  42. 42 So spricht der Herr: Ich habe über dieses Volk großes Unheil gebracht. Doch genauso will ich es mit allem Guten überhäufen, das ich ihm versprochen habe.
  43. 43 Dann wird man wieder Äcker in diesem Land kaufen, von dem ihr jetzt noch sagt: »Es ist verwüstet und von Mensch und Tier verlassen. In die Gewalt der Babylonier wurde es gegeben.«
  44. 44 Für gutes Geld wird man Äcker kaufen. Man wird Kaufverträge ausstellen und versiegeln, und man wird den Kauf bezeugen lassen. Im ganzen Land wird man es wieder tun: im Gebiet von Benjamin, in der Umgebung von Jerusalem und in den Städten Judas, die auf dem Gebirge liegen. Auch im Hügelland wird man so verfahren, ebenso in der Wüste im Süden. Denn ich werde ihr Schicksal wenden. – So lautet der Ausspruch des Herrn.

BasisBibel (2021) — 대한성서공회 저작권 계약에 따라 게재 — 본문의 저작권은 대한성서공회에 있습니다. · 출처 ↗