예레미야애가 1장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야애가 (Lamentations) · 22절
- 1 Ach, wie einsam ist sie geworden, die Stadt, die voller Menschen war. Wie eine Witwe ist sie geworden, die so mächtig unter den Völkern schien. Sie herrschte als Fürstin über Provinzen. Jetzt muss sie als Sklavin ihre Arbeit tun. ב
- 2 Sie weint bitterlich in der Nacht, Tränen rinnen ihr über die Wangen. Niemand ist da, der sie tröstet, kein einziger unter ihren Freunden. Ihre Nachbarn ließen sie im Stich, sie wurden ihre Feinde. ג
- 3 Die Bewohner Judas mussten in die Verbannung, nach all dem Elend und harter Arbeit. Jetzt leben sie unter fremden Völkern, doch Ruhe und Frieden finden sie nicht. Vor ihren Verfolgern sind sie nicht sicher, überall werden sie in die Enge getrieben. ד
- 4 Die Pilgerwege zum Zion tragen Trauer, denn es kommt niemand mehr zum Fest. In den Toren der Stadt herrscht gähnende Leere, darüber können die Priester nur seufzen. Die jungen Frauen sind verzweifelt, die Stadt ist zu Tode betrübt. ה
- 5 Ihre Gegner haben die Oberhand gewonnen, ihre Feinde hatten ein leichtes Spiel. Denn der Herr selbst stürzte sie ins Unglück als Strafe für ihre vielen Vergehen. Ihre Kinder mussten in die Gefangenschaft, die Feinde trieben sie vor sich her. ו
- 6 Die Stadt hat ihren Glanz verloren, den ganzen Schmuck der Tochter Zion. Ihre Würdenträger sind wie Hirsche geworden, die keinen Platz zum Weiden finden. Mit letzter Kraft laufen sie davon auf der Flucht vor ihren Verfolgern. ז
- 7 Jerusalem denkt zurück an bessere Tage, als die Stadt noch nicht arm und verlassen war. Sie denkt an alle ihre Schätze, die sie in alten Zeiten besessen hat. Dann fiel ihr Volk dem Feind in die Hände, und niemand war da, der zu Hilfe kam. Die Feinde sahen zu und lachten, als es mit der Stadt zu Ende ging. ח
- 8 Jerusalem trägt selbst die Schuld. Deshalb spottet man über die Stadt. Alle, die sie bewundert haben, verachten sie. Denn sie sahen sie nackt daliegen. Sie aber seufzt nur vor Scham und wendet ihr Gesicht zur Seite. ט
- 9 Bis zum Saum hat sie ihr Kleid befleckt und nicht bedacht, wie schlimm das enden wird. Unglaublich tief ist sie gesunken, und niemand war da, der sie tröstet. Ach Herr, sieh doch mein Elend! So übermächtig ist jetzt der Feind. י
- 10 Der Feind hat seine Hand ausgestreckt nach allen ihren Schätzen. Die Stadt musste den fremden Völkern zusehen, wie sie in ihr Heiligtum eindrangen. Dabei hast du, Gott, doch bestimmt, dass kein Fremder in deine Versammlung kommen darf. כ
- 11 Alle Bewohner der Stadt seufzen, verzweifelt suchen sie etwas zu essen. Für ein Stück Brot gaben sie ihre Schätze weg, nur um am Leben zu bleiben. Nun sieh, Herr, und schau es dir an: So verachtet bin ich jetzt. ל
- 12 Ihr alle, die ihr auf dem Weg vorbeikommt, seht her und schaut es euch an: Gibt es einen größeren Schmerz als meinen, den Schmerz, den ich erleiden musste? Der Herr selbst hat ihn mir zugefügt am Tag seines unbändigen Zorns. מ
- 13 Aus der Höhe schickte er Feuer herab, der Schmerz brannte mir in den Gliedern. Er legte ein Netz aus für meine Füße, rückwärts stieß er mich in die Falle hinein. Entsetzlich hat er mich zugerichtet, für alle Zeit blutet mir das Herz. נ
- 14 Schwer ist das Joch meiner Vergehen. Seine Hand hat es mit Stricken festgebunden. Das Joch drückt mich im Nacken, es raubt mir die letzte Kraft. Der Herr gab mich in die Gewalt von Menschen, gegen die ich nichts ausrichten konnte. ס
- 15 Alle meine Kriegshelden warf er zu Boden, in meiner Mitte erschien der Herr zum Kampf. Wie zu einem Fest rief er die Feinde zusammen, um die Gegenwehr meiner jungen Männer zu brechen. Der Herr selbst trat die Trauben in der Kelter, er zertrat die Tochter Juda, die junge Frau. ע
- 16 Über ihr Unglück muss ich weinen, Tränen stürzen mir aus den Augen. Ich habe niemand, der mich tröstet. Keiner bringt mir den Lebensmut zurück. Meine Kinder wurden entsetzlich zugerichtet. So übermächtig war der Feind. פ
- 17 Die Tochter Zion erhebt flehend die Hände empor. Doch niemand ist da, der sie tröstet. Der Herr rief zum Kampf gegen Jakob. Er versammelte seine Feinde um ihn herum. So weit war es mit Jerusalem gekommen, voller Abscheu blickte man auf die Stadt. צ
- 18 Der Herr ist gerecht. Ja, ich habe mich seinem Wort widersetzt. Hört doch, all ihr Völker! Seht, welchen Schmerz ich ertrage! Meine jungen Frauen und Männer, die mussten in die Gefangenschaft. ק
- 19 Ich rief nach denen, die mich liebten. Doch sie ließen mich im Stich. Meine Priester und meine Ältesten, die kamen ums Leben in der Stadt. Vergebens suchten sie etwas zu essen. Sie wollten doch nur am Leben bleiben. ר
- 20 Sieh, Herr, wie angst mir ist! Ich bin bis zum Äußersten angespannt. Es zerreißt mir das Herz im Leib, weil ich so aufsässig gewesen bin. Draußen raubt mir das Schwert die Kinder, im Haus kommen sie um vor Hunger. ש
- 21 Man konnte hören, wie ich seufze. Doch niemand ist da, der mich tröstet. Alle meine Feinde erfuhren von meinem Unglück. Sie freuten sich, dass du es herbeigeführt hast. Der Tag, den du angekündigt hast, ist gekommen. Nun soll es den Völkern genauso ergehen wie mir. ת
- 22 Bring alle ihre bösen Taten vor dein Gericht, und ziehe sie dafür zur Rechenschaft! Bestrafe sie, wie du mich bestraft hast für alle meine Vergehen! Ach, ich muss immer nur seufzen, und mir blutet das Herz.
- 📚 BasisBibel (2021) 책 목록
- 개역개정판 (1998)로
- 개역한글판 (1961)로
- 표준새번역 (1993)로
- King James Version로
- KJV 와 나란히
- 🌐 다른 언어·판
BasisBibel (2021) — 대한성서공회 저작권 계약에 따라 게재 — 본문의 저작권은 대한성서공회에 있습니다. · 출처 ↗