욥기 31장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 40절
- 1 Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, daß ich nicht achtete auf eine Jungfrau.
- 2 Was gibt mir aber GOtt zu Lohn von oben? und was für ein Erbe der Allmächtige von der Höhe?
- 3 Sollte nicht billiger der Ungerechte solch Unglück haben, und ein Übeltäter so verstoßen werden?
- 4 Siehet er nicht meine Wege und zählet alle meine Gänge?
- 5 Hab ich gewandelt in Eitelkeit? oder hat mein Fuß geeilet zum Betrug?
- 6 So wäge man mich auf rechter Waage, so wird GOtt erfahren meine Frömmigkeit.
- 7 Hat mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolget, und ist etwas in meinen Händen beklebet,
- 8 so müsse ich säen, und ein anderer fresse es, und mein Geschlecht müsse ausgewurzelt werden.
- 9 Hat sich mein Herz lassen reizen zum Weibe, und habe an meines Nächsten Tür gelauert,
- 10 so müsse mein Weib von einem andern geschändet werden, und andere müssen sie beschlafen.
- 11 Denn das ist ein Laster und eine Missetat für die Richter.
- 12 Denn das wäre ein Feuer, das bis ins Verderben verzehrete und all mein Einkommen auswurzelte.
- 13 Hab ich verachtet das Recht meines Knechts oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten,
- 14 was wollte ich tun, wenn GOtt sich aufmachte, und was würde ich antworten, wenn er heimsuchte?
- 15 Hat ihn nicht auch der gemacht, der mich in Mutterleibe machte, und hat ihn im Leibe ebensowohl bereitet?
- 16 Hab ich den Dürftigen ihre Begierde versagt und die Augen der Witwen lassen verschmachten?
- 17 Hab ich meinen Bissen allein gegessen, und nicht der Waise auch davon gegessen?
- 18 Denn ich habe mich von Jugend auf gehalten wie ein Vater; und von meiner Mutter Leibe an hab ich gerne getröstet.
- 19 Hab ich jemand sehen umkommen, daß er kein Kleid hatte, und den Armen ohne Decke gehen lassen?
- 20 Haben mich nicht gesegnet seine Seiten, da er von den Fellen meiner Lämmer erwärmet ward?
- 21 Hab ich meine Hand an den Waisen gelegt, weil ich mich sah im Tor Macht zu helfen haben,
- 22 so falle meine Schulter von der Achsel, und mein Arm breche von der Röhre.
- 23 Denn ich fürchte GOtt, wie einen Unfall über mich, und könnte seine Last nicht ertragen.
- 24 Hab ich das Gold zu meiner Zuversicht gestellet und zu dem Goldklumpen gesagt: Mein Trost?
- 25 Hab ich mich gefreuet, daß ich groß Gut hatte und meine Hand allerlei erworben hatte?
- 26 Hab ich das Licht angesehen, wenn es helle leuchtete, und den Mond, wenn er voll ging?
- 27 Hat sich mein Herz heimlich bereden lassen, daß meine Hand meinen Mund küsse?
- 28 Welches ist auch eine Missetat für die Richter; denn damit hätte ich verleugnet GOtt von oben.
- 29 Hab ich mich gefreuet, wenn's meinem Feinde übel ging, und habe mich erhoben, daß ihn Unglück betreten hatte?
- 30 Denn ich ließ meinen Mund nicht sündigen, daß er wünschte einen Fluch seiner Seele.
- 31 Haben nicht die Männer in meiner Hütte müssen sagen: O wollte GOtt, daß wir von seinem Fleisch nicht gesättiget würden!
- 32 Draußen mußte der Gast nicht bleiben, sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf.
- 33 Hab ich meine Schalkheit wie ein Mensch gedeckt, daß ich heimlich meine Missetat verbärge?
- 34 Hab ich mir grauen lassen vor der großen Menge, und hat die Verachtung der Freundschaften mich abgeschreckt? Ich blieb stille und ging nicht zur Tür aus.
- 35 Wer gibt mir einen Verhörer, daß meine Begierde der Allmächtige erhöre, daß jemand ein Buch schriebe von meiner Sache?
- 36 So wollt ich's auf meine Achseln nehmen und mir wie eine Krone umbinden.
- 37 Ich wollte die Zahl meiner Gänge ansagen und wie ein Fürst wollte ich sie darbringen.
- 38 Wird mein Land wider mich schreien und miteinander seine Furchen weinen;
- 39 hab ich seine Früchte unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute sauer gemacht,
- 40 so wachsen mir Disteln für Weizen und Dornen für Gerste. Die Worte Hiobs haben ein Ende.
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