욥기 11장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 20절
- 1 Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
- 2 Wenn einer lange geredet, muß er nicht auch hören? Muß denn ein Wäscher immer recht haben?
- 3 Müssen die Leute deinem großen Schwätzen Schweigen, daß du spottest, und niemand dich beschäme?
- 4 Du sprichst: Meine Rede ist rein, und lauter bin ich vor deinen Augen.
- 5 Ach, daß GOtt mit dir redete und täte seine Lippen auf
- 6 und zeigete die heimliche Weisheit! Denn er hätte wohl noch mehr an dir zu tun, auf daß du wissest, daß er deiner Sünden nicht aller gedenkt.
- 7 Meinest du, daß du so viel wissest, als GOtt weiß, und wollest alles so vollkommen treffen als der Allmächtige?
- 8 Er ist höher denn der Himmel; was willst du tun? tiefer denn die Hölle; was kannst du wissen?
- 9 Länger denn die Erde und breiter denn das Meer.
- 10 So er sie umkehrete oder verbürge oder in einen Haufen würfe, wer will's ihm wehren?
- 11 Denn er kennet die losen Leute, er siehet die Untugend, und sollte es nicht merken?
- 12 Ein unnützer Mann blähet sich; und ein geborener Mensch will sein wie ein junges Wild.
- 13 Wenn du dein Herz hättest gerichtet und deine Hände zu ihm ausgebreitet;
- 14 wenn du die Untugend, die in deiner Hand ist, hättest ferne von dir getan, daß in deiner Hütte kein Unrecht bliebe,
- 15 so möchtest du dein Antlitz aufheben ohne Tadel und würdest fest sein und dich nicht fürchten.
- 16 Dann würdest du der Mühe vergessen und so wenig gedenken als des Wassers, das vorübergehet.
- 17 Und die Zeit deines Lebens würde aufgehen wie der Mittag, und das Finstere würde ein lichter Morgen werden.
- 18 Und dürftest dich des trösten, daß Hoffnung da sei; du würdest mit Ruhe ins Grab kommen.
- 19 Und würdest dich legen, und niemand würde dich aufschrecken; und viele würden vor dir flehen.
- 20 Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten, und werden nicht entrinnen mögen; denn ihre Hoffnung wird ihrer Seele fehlen.
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