욥기 9장 Elberfelder (1871)
Elberfelder (1871) · 독일어 · 욥기 (Job) · 35절
- 1 Und Hiob antwortete und sprach:
- 2 Wahrlich, ich weiß, daß es also ist; und wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott?
- 3 Wenn er Lust hat, mit ihm zu rechten, so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten.
- 4 Er ist weise von Herzen und stark an Kraft: wer hat sich wider ihn verhärtet und ist unversehrt geblieben?
- 5 Der Berge versetzt, ehe sie es merken, er, der sie umkehrt in seinem Zorn;
- 6 der die Erde aufbeben macht von ihrer Stätte, und ihre Säulen erzittern;
- 7 der der Sonne befiehlt, und sie geht nicht auf, und der die Sterne versiegelt;
- 8 der die Himmel ausspannt, er allein, und einherschreitet auf den Höhen des Meeres;
- 9 der den großen Bären gemacht hat, den Orion und das Siebengestirn und die Kammern des Südens;
- 10 der Großes tut, daß es nicht zu erforschen, und Wundertaten, daß sie nicht zu zählen sind.
- 11 Siehe, er geht an mir vorüber, und ich sehe ihn nicht, und er zieht vorbei, und ich bemerke ihn nicht.
- 12 Siehe, er rafft dahin, und wer will ihm wehren? wer zu ihm sagen: Was tust du?
- 13 Gott wendet seinen Zorn nicht ab, unter ihn beugen sich Rahabs Helfer.
- 14 Wieviel weniger könnte ich ihm antworten, meine Worte wählen ihm gegenüber!
- 15 der ich, wenn ich gerecht wäre, nicht antworten könnte-um Gnade würde ich flehen zu meinem Richter.
- 16 Wenn ich riefe, und er mir antwortete, nicht würde ich glauben, daß er meiner Stimme Gehör schenken würde:
- 17 er, der mich zermalmt durch ein Sturmwetter, und meine Wunden mehrt ohne Ursache;
- 18 er erlaubt mir nicht, Atem zu holen, denn er sättigt mich mit Bitterkeiten.
- 19 Wenn es auf Kraft des Starken ankommt, so sagt er: "Siehe hier!" und wenn auf Recht: -"Wer will mich vorladen?"
- 20 Wenn ich auch gerecht wäre, so würde mein Mund mich doch verdammen; wäre ich vollkommen, so würde er mich für verkehrt erklären.
- 21 Vollkommen bin ich; nicht kümmert mich meine Seele, ich verachte mein Leben; es ist eins!
- 22 Darum sage ich: Den Vollkommenen und den Gesetzlosen vernichtet er.
- 23 Wenn die Geißel plötzlich tötet, so spottet er der Prüfung der Unschuldigen.
- 24 Die Erde ist in die Hand des Gesetzlosen gegeben, das Angesicht ihrer Richter verhüllt er. -Wenn er es nun nicht ist, wer anders?
- 25 Und meine Tage eilen schneller dahin als ein Läufer, sie entfliehen, schauen das Glück nicht.
- 26 Sie ziehen vorüber gleich Rohrschiffen, wie ein Adler, der auf Fraß herabstürzt.
- 27 Wenn ich sage: Ich will meine Klage vergessen, will mein Angesicht glätten und mich erheitern,
- 28 so bangt mir vor allen meinen Schmerzen; ich weiß, daß du mich nicht für schuldlos halten wirst.
- 29 Ich muß schuldig sein; wozu soll ich mich denn nutzlos abmühen?
- 30 Wenn ich mich mit Schnee wüsche und meine Hände mit Lauge reinigte,
- 31 alsdann würdest du mich in die Grube tauchen, und meinen eigenen Kleidern würde vor mir ekeln.
- 32 Denn er ist nicht ein Mann wie ich, daß ich ihm antworten, daß wir zusammen vor Gericht gehen könnten.
- 33 Es gibt zwischen uns keinen Schiedsmann, daß er seine Hand auf uns beide legte.
- 34 Er tue seine Rute von mir weg, und sein Schrecken ängstige mich nicht:
- 35 so will ich reden und ihn nicht fürchten; denn nicht also steht es bei mir.
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