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창세기 42장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 창세기 (Genesis) · 38절

  1. 1 Als Jakob erfuhr, dass es in Ägypten Getreide gab, sagte er zu seinen Söhnen: »Warum schaut ihr einander so ratlos an?«
  2. 2 Er fügte hinzu: »Ich habe gehört, dass es in Ägypten Getreide gibt. Geht dorthin und kauft welches für uns, damit wir am Leben bleiben und nicht umkommen!«
  3. 3 Daraufhin zogen zehn von Josefs Brüdern los, um in Ägypten Getreide zu kaufen.
  4. 4 Nur Benjamin, den Bruder Josefs, schickte Jakob nicht mit dessen Brüdern fort. Denn er dachte: »Es soll ihm kein Unglück zustoßen.«
  5. 5 So kamen Israels Söhne nach Ägypten, um Getreide zu kaufen, zusammen mit vielen anderen. Denn in Kanaan herrschte Hungersnot.
  6. 6 Josef hatte die Macht in Ägypten und war zuständig für den Getreideverkauf an die Leute. Als seine Brüder zu ihm kamen, warfen sie sich vor ihm nieder.
  7. 7 Josef sah seine Brüder an und erkannte sie. Aber er verhielt sich ihnen gegenüber wie ein Fremder und fragte sie streng: »Woher kommt ihr?« Sie antworteten: »Wir kommen aus Kanaan, um Getreide zu kaufen.«
  8. 8 Josef hatte seine Brüder erkannt, sie aber erkannten ihn nicht.
  9. 9 Josef erinnerte sich an das, was er einst von seinen Brüdern geträumt hatte, und sagte zu ihnen: »Ihr seid Spione! Ihr seid hergekommen, um die Schwachstellen des Landes auszukundschaften.«
  10. 10 Sie entgegneten: »Nein, Herr! Deine Knechte sind gekommen, um Getreide zu kaufen.
  11. 11 Wir sind alle Söhne desselben Mannes und ehrliche Leute. Deine Knechte sind keine Spione!«
  12. 12 Aber er erwiderte: »Doch! Ihr seid nur hergekommen, um die Schwachstellen des Landes auszukundschaften.«
  13. 13 Sie antworteten: »Deine Knechte sind zwölf Brüder und Söhne eines Mannes, der im Land Kanaan lebt. Der Jüngste ist beim Vater geblieben, und einer lebt nicht mehr.«
  14. 14 Josef sagte zu ihnen: »Es ist so, wie ich es euch gesagt habe: Ihr seid Spione!
  15. 15 Eure Aussage soll überprüft werden! Beim Leben des Pharao: Ihr dürft erst dann wieder von hier fortgehen, wenn euer jüngster Bruder hierherkommt.
  16. 16 Schickt einen von euch los, um euren Bruder zu holen! Ihr anderen seid verhaftet. So wird überprüft, ob ihr die Wahrheit gesagt habt. Wenn nicht – beim Leben des Pharao –, dann seid ihr Spione.«
  17. 17 Dann ließ er sie drei Tage lang in Haft nehmen.
  18. 18 Am dritten Tag sagte Josef zu ihnen: »Das sollt ihr tun, wenn ihr am Leben bleiben wollt. Denn ich fürchte Gott.
  19. 19 Wenn ihr ehrliche Leute seid, dann lasst einen von euch Brüdern im Gefängnis zurück. Ihr anderen dürft gehen. Bringt das Getreide nach Hause, das ihr gegen den Hunger gekauft habt.
  20. 20 Doch ihr müsst mir euren jüngsten Bruder bringen! Dann will ich euren Worten glauben, und ihr müsst nicht sterben.« Die Brüder gingen darauf ein.
  21. 21 Sie sagten zueinander: »Ja, das ist die Strafe für das, was wir unserem Bruder angetan haben. Wir haben seine Todesangst gesehen. Als er uns um Erbarmen anflehte, haben wir uns taub gestellt. Deswegen müssen wir selbst nun diese Angst ausstehen.«
  22. 22 Ruben entgegnete ihnen: »Habe ich damals nicht zu euch gesagt: ›Tut dem Jungen nichts an!‹? Aber ihr habt nicht auf mich gehört. Jetzt werden wir für seinen Tod bestraft.«
  23. 23 Sie wussten nicht, dass Josef sie verstand. Denn ein Übersetzer vermittelte zwischen ihnen.
  24. 24 Da wandte sich Josef von ihnen ab und weinte. Dann kehrte er wieder zu den Brüdern zurück und setzte das Gespräch fort. Schließlich ließ er Simeon ergreifen und vor ihren Augen fesseln.
  25. 25 Josef befahl, ihre Gefäße mit Getreide zu füllen und jedem sein Geld in den Sack zurückzulegen. Sie sollten auch Verpflegung für die Reise erhalten. So geschah es.
  26. 26 Die Brüder luden das Getreide auf ihre Esel und zogen los.
  27. 27 In der Herberge öffnete einer von ihnen seinen Sack, um seinem Esel Futter zu geben. Da sah er sein Geld oben im Getreidesack liegen.
  28. 28 Er sagte zu seinen Brüdern: »Mein Geld ist wieder da. Seht her! Es liegt in meinem Getreidesack.« Da blieb ihnen fast das Herz stehen, und sie sagten zitternd zueinander: »Was hat Gott uns da angetan?«
  29. 29 Als sie zu ihrem Vater Jakob nach Kanaan kamen, berichteten sie ihm alles, was sie erlebt hatten:
  30. 30 »Der Herr des Landes hat uns streng befragt. Er hat uns für Leute gehalten, die das Land auskundschaften wollen.
  31. 31 Wir sagten zu ihm: ›Wir sind ehrliche Leute und keine Spione.
  32. 32 Wir sind zwölf Brüder, Söhne desselben Vaters. Aber einer von uns lebt nicht mehr, und der Jüngste ist beim Vater in Kanaan geblieben.‹
  33. 33 Da sagte der Herr des Landes zu uns: ›Ich werde herausfinden, ob ihr ehrliche Leute seid. Lasst einen von euch Brüdern bei mir zurück! Ihr anderen bringt das Getreide nach Hause, das ihr gegen den Hunger gekauft habt. Ihr dürft gehen.
  34. 34 Doch ihr müsst mir euren jüngsten Bruder bringen. Dann glaube ich euch, dass ihr keine Spione seid, sondern ehrliche Leute. Dann gebe ich auch euren Bruder wieder frei, und ihr dürft euch ungestört im Land bewegen.‹«
  35. 35 Doch als sie ihre Säcke ausleerten, fand jeder von ihnen seinen Geldbeutel darin. Als sie und ihr Vater die Geldbeutel erblickten, erschraken sie sehr.
  36. 36 Ihr Vater Jakob sagte zu den Brüdern: »Ihr bringt mich um meine Kinder. Josef ist weg, Simeon ist weg, und jetzt wollt ihr mir auch noch Benjamin wegnehmen! Nichts als Unglück kommt über mich!«
  37. 37 Da sagte Ruben zu seinem Vater: »Du darfst meine beiden Söhne töten, wenn ich dir Benjamin nicht wiederbringe. Vertrau ihn mir an! Ich bringe ihn dir zurück.«
  38. 38 Jakob entgegnete: »Nein! Benjamin darf nicht mit euch fortziehen. Denn sein Bruder ist tot, und er allein ist übrig geblieben. Auf eurer Reise könnte ihm ein Unglück zustoßen. Dann bringt ihr mich alten Mann vor Kummer ins Totenreich.«

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