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창세기 41장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 창세기 (Genesis) · 57절

  1. 1 Zwei Jahre später hatte der Pharao einen Traum: Er stand am Ufer des Nil.
  2. 2 Aus dem Fluss stiegen sieben schöne, fette Kühe und weideten am Ufer im Schilf.
  3. 3 Nach ihnen stiegen noch sieben Kühe aus dem Nil. Die waren hässlich und mager. Sie stellten sich neben die anderen Kühe ans Ufer.
  4. 4 Dann fraßen die hässlichen und mageren Kühe die sieben schönen und fetten Kühe. Da wachte der Pharao auf.
  5. 5 Aber er schlief wieder ein und hatte noch einen Traum: Er sah aus einem einzigen Halm sieben Ähren mit schönen, dicken Körnern hervorwachsen.
  6. 6 Nach ihnen kamen sieben dürre Ähren, die der heiße Ostwind ausgetrocknet hatte.
  7. 7 Dann verschlangen die sieben dürren Ähren die sieben dicken und vollen. Da wachte der Pharao auf und begriff, dass er geträumt hatte.
  8. 8 Am Morgen war er so beunruhigt, dass er alle Wahrsager und Gelehrten in Ägypten zusammenrufen ließ. Er erzählte ihnen, was er geträumt hatte. Aber niemand konnte die Träume für den Pharao deuten.
  9. 9 Da sagte der königliche Mundschenk zum Pharao: »Heute muss ich ein Versäumnis gestehen.
  10. 10 Als der Pharao damals zornig auf seine Diener war, ließ er uns in Haft nehmen. Man brachte mich und den Hofbäcker in das Haus des Befehlshabers der Leibwache.
  11. 11 Dort hatten wir beide eines Nachts einen Traum, der sich für uns als bedeutsam erweisen sollte.
  12. 12 Da war auch ein junger Hebräer, ein Sklave des Befehlshabers der Leibwache. Wir erzählten ihm, was wir geträumt hatten, und er hat es uns richtig gedeutet.
  13. 13 Es kam genau so, wie er es uns vorhergesagt hatte: Ich wurde wieder in mein früheres Amt eingesetzt, und der Bäcker wurde aufgehängt.«
  14. 14 Da befahl der Pharao, Josef rufen zu lassen. Sofort holte man ihn aus dem Gefängnis. Ihm wurden die Haare geschnitten, und er zog andere Gewänder an. Dann trat er vor den Pharao.
  15. 15 Der Pharao sagte zu Josef: »Ich hatte einen Traum, und niemand kann ihn deuten. Doch ich habe erfahren, dass du einen Traum nur zu hören brauchst, um ihn deuten zu können.«
  16. 16 Josef erwiderte dem Pharao: »Ich selbst kann es nicht. Aber Gott wird dem Pharao eine gute Antwort geben.«
  17. 17 Da sagte der Pharao zu Josef: »In meinem Traum stand ich am Ufer des Nil.
  18. 18 Aus dem Fluss sah ich sieben fette, schöne Kühe steigen und im Schilf am Ufer weiden.
  19. 19 Nach ihnen stiegen noch sieben Kühe heraus, in erbärmlichem Zustand, hässlich und ganz mager. In ganz Ägypten habe ich noch nie so etwas Hässliches gesehen.
  20. 20 Dann fraßen die mageren, hässlichen Kühe die sieben ersten, fetten Kühe.
  21. 21 Sie verschwanden in ihren Bäuchen. Aber man merkte nicht, dass sie darin waren. Denn die Kühe waren so hässlich wie vorher. Da wachte ich auf.
  22. 22 Danach hatte ich noch einen Traum. Ich sah aus einem einzigen Halm sieben Ähren mit schönen, dicken Körnern hervorwachsen.
  23. 23 Nach ihnen kamen sieben kümmerliche, dürre Ähren, die der heiße Ostwind ausgetrocknet hatte.
  24. 24 Dann verschlangen die sieben dürren Ähren die sieben dicken und vollen. Ich habe die Träume den Wahrsagern erzählt. Doch niemand konnte mir sagen, was das bedeutet.«
  25. 25 Josef sagte zum Pharao: »Beide Träume des Pharao bedeuten dasselbe. Gott hat dem Pharao durch sie mitgeteilt, was er tun wird.
  26. 26 Die sieben schönen Kühe stehen für sieben Jahre, ebenso die sieben guten Ähren. Es ist ein und derselbe Traum.
  27. 27 Auch die sieben mageren und hässlichen Kühe, die danach herausgestiegen sind, stehen für sieben Jahre. Das gilt auch für die sieben dürren Ähren, die der heiße Ostwind ausgetrocknet hatte. Sie stehen für eine Hungersnot, die sieben Jahre lang dauern wird.
  28. 28 Das war gemeint, als ich zum Pharao sagte: ›Gott hat den Pharao sehen lassen, was er tun wird.‹
  29. 29 Es werden sieben Jahre kommen, in denen in ganz Ägypten großer Überfluss herrscht.
  30. 30 Aber danach wird es sieben Jahre lang eine Hungersnot geben. Dann wird man in Ägypten allen Überfluss vergessen. Hunger wird das Land verzehren.
  31. 31 Von dem Überfluss im Land wird man nichts mehr merken wegen der Hungersnot, die dann kommt. Denn der Hunger wird sehr groß sein.
  32. 32 Die Wiederholung des königlichen Traums bedeutet, dass das bei Gott feststeht und er es bald tun wird.
  33. 33 Deshalb sollte der Pharao jetzt einen klugen und weisen Mann aussuchen. Ihn soll er als seinen Stellvertreter über Ägypten einsetzen.
  34. 34 Außerdem soll er Verwalter für das Land ernennen. Auch soll er in den sieben Jahren voll Überfluss in Ägypten eine Steuer von einem Fünftel erheben.
  35. 35 In den guten Jahren, die kommen werden, sollen alle Ernteerträge gesammelt werden. Im Auftrag des Pharao soll man in den Städten Speicher für das Getreide bauen.
  36. 36 Dann wird das Land genug zu essen haben, wenn die sieben Hungerjahre über Ägypten kommen. So wird das Land nicht vor Hunger zugrunde gehen.«
  37. 37 Josefs Rede gefiel dem Pharao und seinen Leuten.
  38. 38 Daher fragte der Pharao seine Leute: »Können wir einen besseren Mann finden als diesen, in dem der Geist Gottes ist?«
  39. 39 Dann sagte der Pharao zu Josef: »Weil Gott dich all das hat wissen lassen, ist niemand so klug und weise wie du.
  40. 40 Du selbst sollst mein Stellvertreter sein, und mein ganzes Volk soll deine Anordnungen befolgen. Nur ich als der König stehe noch über dir.«
  41. 41 So sagte der Pharao zu Josef: »Hiermit ernenne ich dich zu meinem Stellvertreter in Ägypten.«
  42. 42 Der Pharao nahm seinen Siegelring vom Finger und steckte ihn an Josefs Finger. Er ließ ihm ein weißes Leinengewand anziehen und legte ihm eine goldene Kette um den Hals.
  43. 43 Dann ließ er ihn in seinem zweiten Wagen fahren. Man rief vor ihm aus: »Auf die Knie!« So ernannte der Pharao Josef zu seinem Stellvertreter in ganz Ägypten.
  44. 44 Der Pharao sagte zu Josef: »Ich bin der Pharao. Aber ohne deine Erlaubnis darf niemand in Ägypten auch nur die Hand oder den Fuß bewegen.«
  45. 45 Der Pharao gab Josef einen neuen Namen und nannte ihn Zafenat-Paneach. Er gab ihm Asenat zur Frau. Sie war die Tochter des Potifera, des Priesters von On. Dann zog Josef durch Ägypten.
  46. 46 Er war dreißig Jahre alt, als er vor dem Pharao stand, dem König von Ägypten. Nachdem Josef den Pharao verlassen hatte, bereiste er das ganze Land.
  47. 47 Das Land brachte in den sieben Jahren voll Überfluss Erträge in Hülle und Fülle hervor.
  48. 48 Während dieser sieben Jahre sammelte Josef alle Ernteerträge in Ägypten und ließ sie in die Städte bringen. In jeder Stadt lagerten die Erträge, die auf den Feldern ringsum geerntet wurden.
  49. 49 Josef sammelte so viel Getreide wie Sand am Meer. Schließlich hörte man auf, es abzumessen. Denn es war so viel geworden, dass man es nicht mehr messen konnte.
  50. 50 Noch vor dem ersten Jahr der Hungersnot bekamen Josef und Asenat zwei Söhne. Asenat war die Tochter des Priesters Potifera aus On.
  51. 51 Josef nannte den Erstgeborenen Manasse, das bedeutet: Der vergessen lässt. Denn er sagte: »Gott hat mich mein ganzes Unglück und all mein Heimweh vergessen lassen.«
  52. 52 Den zweiten Sohn nannte er Efraim, das bedeutet: Der Fruchtbare. Denn er sagte: »Gott hat mich fruchtbar werden lassen im Land meines Elends.«
  53. 53 Die sieben Jahre des Überflusses in Ägypten gingen zu Ende.
  54. 54 Es begannen die sieben Jahre der Hungersnot. Es war genau so, wie Josef es vorhergesagt hatte. In allen Ländern herrschte Hunger, nur in Ägypten gab es Brot.
  55. 55 Aber auch dort hungerte das Volk und schrie beim Pharao nach Brot. Da sagte er zu den Ägyptern: »Wendet euch an Josef und tut, was er euch sagt!«
  56. 56 Als der Hunger das ganze Land erfasst hatte, ließ Josef die Kornspeicher öffnen. Er versorgte Ägypten mit Getreide, denn es wurde von der Hungersnot geplagt.
  57. 57 Aus aller Welt kam man nach Ägypten, um bei Josef Getreide zu kaufen. Denn Hunger plagte die ganze Welt.

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