이사야 59장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 이사야 (Isaiah) · 21절
- 1 Ihr müsst wissen: Die Hand des Herrn ist nicht zu schwach, um euch zu helfen. Sein Ohr ist auch nicht schwerhörig, sodass er nichts hört.
- 2 Nein, eure Schuld ist es, die zwischen euch und eurem Gott steht. Wegen eurer Vergehen verbirgt er sein Angesicht und hört euch nicht.
- 3 Denn eure Hände sind mit Blut befleckt, an euren Fingern klebt Schuld. Wenn ihr den Mund aufmacht, kommen Lügen heraus. Eure Zunge flüstert Worte voller Bosheit.
- 4 Keiner bringt eine gerechte Klage vor, niemand sagt vor Gericht die Wahrheit. Sie stützen sich auf Lug und Trug und reden haltlosen Unsinn. Sie gehen mit Unheil schwanger und bringen nichts als Verderben zur Welt.
- 5 Sie brüten Schlangeneier aus und weben Spinnennetze. Wer von ihren Eiern isst, muss sterben. Zerbricht man sie, kriecht eine Natter heraus.
- 6 Ihre Fäden taugen nicht für Kleider, mit ihren Erzeugnissen kann man sich nicht zudecken. Ihre Werke bringen nichts als Verderben, und ihre Hände verüben Gewalttaten.
- 7 Auf schnellen Füßen rennen sie dem Bösen hinterher. Sie beeilen sich, Blut von Unschuldigen zu vergießen. Nichts als Verderben haben sie im Sinn. Sie hinterlassen eine Spur von Verwüstung und Zerstörung.
- 8 Den Weg zum Frieden kennen sie nicht und halten sich nicht an das Recht. Sie gehen krumme Wege. Wer ihnen folgt, wird den Frieden nie kennenlernen.
- 9 Deswegen sagt ihr: Wir kommen nicht zu unserem Recht und finden keine Gerechtigkeit. Wir hoffen auf Licht, doch es bleibt finster. Wir warten darauf, dass es hell wird, doch wir tappen im Dunkeln.
- 10 Wie Blinde tasten wir uns an der Wand entlang. Wir tasten uns voran, als hätten wir keine Augen. Wir stolpern am helllichten Tag, als würde es schon dämmern. Bei bester Gesundheit sind wir wie Tote.
- 11 Vor Trauer brummen wir wie die Bären und gurren wie die Tauben. Wir hoffen auf Recht, aber es kommt nicht. Wir warten auf Rettung, doch sie bleibt aus.
- 12 Denn allzu oft sind wir dir untreu gewesen, unsere Vergehen klagen uns an. Unsere Untreue steht uns vor Augen, unsere Schuld ist uns bewusst.
- 13 Wir waren dem Herrn untreu und haben ihn verleugnet, wir haben uns von unserem Gott abgewandt. Wir redeten von Gewalt und Aufruhr, gingen mit Lügen schwanger und sprachen sie aus.
- 14 So verlor das Recht an Boden, die Gerechtigkeit blieb auf der Strecke. Auf dem Marktplatz widersetzt man sich der Wahrheit, die Aufrichtigkeit kommt nicht zum Zug.
- 15 Deshalb ist die Wahrheit jetzt Mangelware. Wer das Böse meidet, wird ausgeraubt. Das alles hat der Herr gesehen. Es missfiel ihm, dass es kein Recht mehr gab.
- 16 Er sah, dass keiner etwas unternahm. Er war entsetzt, dass niemand dagegen einschritt. Da griff er selbst ein und stützte sich auf seine eigene Gerechtigkeit.
- 17 Er zog die Gerechtigkeit an wie eine Rüstung und setzte sich den Helm der Rettung auf. Er zog sich Rache als Gewand an und hüllte sich in Eifersucht wie in einen Mantel.
- 18 Er übt Vergeltung, wie es die Taten verdienen. Er lässt die Gegner seinen Zorn spüren und die Feinde seine Vergeltung. Sie trifft auch noch die fernsten Inseln.
- 19 Dann fürchtet man im Westen wie im Osten den Namen des Herrn und seine Macht. Sie bricht herein wie ein reißender Strom, den der Atem des Herrn vor sich hertreibt.
- 20 Aber für Zion kommt er als Befreier. Er befreit alle Nachkommen Jakobs, die sich von ihrer Untreue abwenden. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 21 Der Herr sagt: Mit ihnen schließe ich meinen Bund. Mein Geist, der auf dir ruht, wird dir niemals genommen. Meine Worte, die ich dir in den Mund gelegt habe, werden nicht daraus verschwinden. Deine Kinder und Enkel werden sie im Mund führen – von heute an bis in alle Zukunft. Das sagt der Herr.
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