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요한복음 7장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 요한복음 (John) · 53절

  1. 1 Danach zog Jesus in Galiläa umher. Nach Judäa wollte er nämlich nicht gehen, weil die jüdischen Behörden entschlossen waren, ihn zu töten.
  2. 2 Es war kurz vor dem jüdischen Laubhüttenfest.
  3. 3 Da sagten seine Brüder zu ihm: »Zieh fort von hier und geh nach Judäa! Auch dort sollen deine Jünger die Taten sehen, die du vollbringst.
  4. 4 Niemand tut etwas im Verborgenen, wenn er zugleich öffentlich bekannt sein möchte. Wenn du schon solche Taten vollbringst, dann zeige dich auch vor aller Welt!«
  5. 5 Seine Brüder glaubten nämlich nicht an ihn.
  6. 6 Jesus antwortete: »Meine Zeit ist noch nicht da. Aber für euch ist jede Zeit die richtige.
  7. 7 Euch kann diese Welt gar nicht hassen. Aber mich hasst sie, weil ich als Zeuge gegen sie auftrete. Und ich bezeuge, dass ihr Tun böse ist.
  8. 8 Geht ihr ruhig zum Fest nach Jerusalem, ich werde nicht zu diesem Fest gehen! Meine Zeit ist noch nicht gekommen!«
  9. 9 Das sagte er und blieb selbst in Galiläa.
  10. 10 Als seine Brüder zum Fest gegangen waren, zog auch Jesus nach Jerusalem. Er tat das allerdings nicht öffentlich, sondern heimlich.
  11. 11 Die jüdischen Behörden suchten ihn unter den Festbesuchern und fragten: »Wo ist er?«
  12. 12 Es gab viel Gerede über ihn unter den Leuten. Die einen meinten: »Er ist ein guter Mensch!« Andere erwiderten: »Nein, im Gegenteil. Er führt das Volk in die Irre!«
  13. 13 Doch niemand äußerte sich öffentlich über ihn aus Angst vor den jüdischen Behörden.
  14. 14 Das Fest war schon zur Hälfte vorüber. Da ging Jesus in den Tempel und lehrte.
  15. 15 Die Juden wunderten sich: »Wieso kennt er die Heilige Schrift so gut? Er ist doch gar nicht darin ausgebildet!«
  16. 16 Jesus erwiderte und erklärte ihnen: »Das ist nicht meine eigene Lehre. Ich habe sie von dem, der mich beauftragt hat.
  17. 17 Wer bereit ist, Gottes Willen zu tun, wird erkennen, woher meine Lehre kommt: ob sie von Gott ist oder ob ich aus mir selbst heraus rede.
  18. 18 Wer aus sich selbst heraus redet, dem geht es nur um seine eigene Ehre. Wem es aber um die Ehre dessen geht, der ihn beauftragt hat, der ist glaubwürdig und durch und durch aufrichtig.
  19. 19 Hat Mose euch nicht das Gesetz gegeben? Und doch befolgt es niemand von euch! Warum also wollt ihr mich töten?«
  20. 20 Die Volksmenge antwortete: »Du bist wohl von einem Dämon besessen! Wer will dich denn töten?«
  21. 21 Jesus antwortete ihnen: »Eine einzige Tat habe ich am Sabbat vollbracht, und ihr alle staunt immer noch darüber.
  22. 22 Es ist doch so: Mose hat die Beschneidung angeordnet. Sie stammt allerdings nicht erst von Mose, sondern schon von seinen Vorfahren. Dementsprechend beschneidet ihr einen Menschen auch am Sabbat.
  23. 23 Ein Mensch wird also am Sabbat an einem Teil seines Körpers beschnitten. Das geschieht, um das Gesetz des Mose einzuhalten. Warum seid ihr dann so wütend auf mich? Ich habe am Sabbat einen Menschen am ganzen Körper gesund gemacht!
  24. 24 Urteilt nicht nach dem bloßen Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil!«
  25. 25 Da sagten einige Leute aus Jerusalem: »Ist das nicht der, den sie töten wollen?
  26. 26 Er redet hier in aller Öffentlichkeit, und niemand widerspricht ihm. Hat der jüdische Rat vielleicht erkannt, dass er der Christus ist?
  27. 27 Wir wissen doch, woher dieser Mann stammt. Aber wenn der Christus kommt, weiß niemand, woher er stammt!«
  28. 28 Jesus, der immer noch im Tempel lehrte, rief laut: »Ihr kennt mich und wisst, woher ich komme. Aber ich bin nicht im eigenen Auftrag gekommen. Der, der mich beauftragt hat, ist die Wahrheit selbst. Ihr kennt ihn nicht.
  29. 29 Aber ich kenne ihn: Denn von ihm stamme ich her, und er hat mich gesandt.«
  30. 30 Da wollten sie ihn festnehmen. Aber niemand konnte Hand an ihn legen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
  31. 31 Viele in der Menge kamen zum Glauben an ihn, und sie sagten: »Wird der Christus, wenn er kommt, noch mehr Zeichen tun, als dieser Mensch getan hat?«
  32. 32 Die Pharisäer hörten, was die Leute über Jesus redeten. Daraufhin sandten die führenden Priester und die Pharisäer die Tempelwache zu ihm. Die sollten ihn festnehmen.
  33. 33 Da sagte Jesus: »Ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Dann gehe ich fort – zu dem, der mich beauftragt hat.
  34. 34 Ihr werdet mich suchen, aber ihr werdet mich nicht finden. Wo ich dann bin, dahin könnt ihr nicht kommen.«
  35. 35 Die jüdischen Zuhörer fragten sich gegenseitig: »Wohin will der denn gehen, dass wir ihn nicht finden können? Will er vielleicht zu den Juden gehen, die verstreut unter den Griechen leben? Will er vielleicht sogar die Griechen lehren?
  36. 36 Was bedeutet dieses Wort, das er gesagt hat: ›Ihr werdet mich suchen, aber ihr werdet mich nicht finden. Wo ich dann bin, dahin könnt ihr nicht kommen‹?«
  37. 37 Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, trat Jesus vor die Menschenmenge und rief laut: »Wer Durst hat, soll zu mir kommen. Und es soll trinken,
  38. 38 wer an mich glaubt. So sagt es die Heilige Schrift: ›Ströme von lebendigem Wasser werden aus seinem Inneren fließen.‹«
  39. 39 Jesus bezog dies auf den Heiligen Geist. Den sollten die erhalten, die zum Glauben an ihn gekommen waren. Denn der Heilige Geist war noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht in seiner Herrlichkeit sichtbar war.
  40. 40 Einige Leute aus der Menge, die diese Worte gehört hatten, meinten: »Er ist wirklich der erwartete Prophet!«
  41. 41 Andere sagten: »Er ist der Christus!« Wieder andere erwiderten: »Der Christus kommt doch nicht aus Galiläa!
  42. 42 Sagt nicht die Heilige Schrift: Der Christus ist ein Nachkomme Davids und kommt aus Betlehem, dem Dorf, in dem David lebte?«
  43. 43 So kam es wegen Jesus zu Meinungsverschiedenheiten unter den Leuten.
  44. 44 Einige hätten ihn am liebsten festgenommen. Aber niemand konnte Hand an ihn legen.
  45. 45 Die Tempelwache kehrte zu den führenden Priestern und den Pharisäern zurück. Die fragten sie: »Warum bringt ihr ihn nicht mit?«
  46. 46 Die Männer antworteten: »Noch nie hat jemand so geredet wie dieser Mensch.«
  47. 47 Da entgegneten ihnen die Pharisäer: »Habt ihr euch etwa auch irreführen lassen?
  48. 48 Ist denn ein Mitglied des jüdischen Rats oder ein Pharisäer zum Glauben gekommen?
  49. 49 Aber das Volk, das das Gesetz nicht kennt, ist es: Verflucht sind sie!«
  50. 50 Da sagte Nikodemus, einer von ihnen, der Jesus früher einmal aufgesucht hatte:
  51. 51 »Seit wann kann man nach unserem Gesetz einen Menschen verurteilen, ohne ihn vorher anzuhören? Erst muss man doch wissen, was er getan hat!«
  52. 52 Sie gaben ihm zur Antwort: »Kommst du etwa auch aus Galiläa? Forsche doch in der Heiligen Schrift nach. Sieh doch ein: Aus Galiläa kommt kein Prophet!« [
  53. 53 Da gingen sie alle nach Hause.

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