예레미야 50장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야 (Jeremiah) · 46절
- 1 Es folgt eine Botschaft an Babylonien, die der Prophet Jeremia verkündete. Es ist das Wort, das der Herr über das Land der Babylonier sprach.
- 2 Verkündet es unter den Völkern, dass alle es hören! Macht es überall öffentlich bekannt! Lasst es alle hören und verschweigt es nicht! Sagt: »Babylon ist eingenommen. Bel ist zunichte, Marduk zerstört. Die Götzenbilder sind zunichte und die Götzenfiguren zerstört.
- 3 Denn aus dem Norden kommt ein Volk und verwüstet das Land. Dann lebt dort niemand mehr: Menschen und Tiere, sie alle sind geflohen, auf und davon.
- 4 Dann, wenn diese Zeit da ist, kommen die Leute aus Israel und die aus Juda gemeinsam. – Ausspruch des Herrn – Sie werden weinend umherlaufen und den Herrn, ihren Gott, suchen.
- 5 Sie werden nach dem Weg nach Zion fragen. Dort liegt ihr Ziel. Dabei fordern sie einander auf: ›Lasst uns gehen! Wir wollen uns mit dem Herrn verbünden. Es wird ein ewiger Bund sein, der nie vergessen wird.‹
- 6 Mein Volk war wie eine Schafherde, die verloren ist. Ihre Hirten hatten sie falsch geführt, sodass sie auf den Bergen auf Abwege gerieten. Über Berg und Hügel zogen sie dahin, ihren Lagerplatz hatten sie vergessen.
- 7 Alle, die sie fanden, fielen über sie her. Ihre Feinde sagten: ›Wir tun kein Unrecht. Sie haben sich ja gegen den Herrn gestellt. Dabei ist er doch die Weide voller Gerechtigkeit und er, der Herr, war die Hoffnung ihrer Vorfahren.‹«
- 8 Flieht aus Babylon! Verlasst das Land der Babylonier! Lauft wie die Böcke vor der Herde!
- 9 Denn seht doch: Ich bereite den Angriff schon vor. Ich führe den Angreifer gegen Babylon heran: ein großes Heer von Völkern aus dem Norden. Sie greifen die Stadt an. Von Norden her wird sie erobert. Ihre Pfeile sind wie Pfeile des siegreichen Helden, der nie mit leeren Händen zurückkehrt.
- 10 Babylonien wird ausgeraubt. Alle, die es ausrauben, werden mehr als genug Beute machen. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 11 Ja, noch freut ihr euch. Noch jubelt ihr, dass ihr mein Eigentum geplündert habt. Hüpft nur wie die Kälber auf der Weide herum und wiehert wie die starken Hengste!
- 12 Bald wird eure Mutter sich schrecklich schämen. Die, die euch geboren hat, würde am liebsten im Erdboden versinken. Die Babylonier werden zum geringsten aller Völker, nur Wüste, Dürre und Wildnis gibt es dort.
- 13 Weil der Herr so zornig ist, bleibt Babylon unbewohnt und ganz verwüstet. Jeder, der an Babylon vorbeikommt, wird entsetzt sein. Er wird fassungslos darüber sein, wie hart es die Stadt getroffen hat.
- 14 All ihr Bogenschützen, stellt euch zum Kampf rings um Babylon auf! Schießt und spart nicht mit Pfeilen! Denn die Stadt hat sich gegen den Herrn gestellt.
- 15 Erhebt das Kriegsgeschrei von allen Seiten! Die Stadt muss sich ergeben: Ihre Türme stürzen ein, ihre Mauern fallen. Das ist die Rache des Herrn. Darum nehmt Rache an der Stadt Babylon! Was sie anderen angetan hat, das tut jetzt ihr an!
- 16 Lasst niemanden am Leben, der in Babylon noch säen oder ernten könnte. Vor dem mörderischen Schwert fliehen sie alle, jeder zu seinem Volk und in sein Heimatland.
- 17 Israel war wie ein gehetztes Schaf, das von Löwen gejagt wurde: Zuerst hat der König von Assyrien es gefressen. Dann kam Nebukadnezzar, der König von Babylonien, und hat ihm die Knochen abgenagt.
- 18 Deshalb spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Jetzt strafe ich den babylonischen König und sein Land. Genauso habe ich schon den König von Assyrien gestraft.
- 19 Israel aber werde ich zurückbringen, zurück auf seine Weide. Es soll auf dem Karmel und im Baschan weiden. Auf dem Gebirge Efraim und in Gilead wird es satt.
- 20 Dann, wenn diese Zeit da ist, werde ich dem Rest meines Volkes vergeben. Man wird Israels Schuld suchen, aber sie ist nicht da. Man wird Judas Sünde suchen, aber sie nicht finden. Denn ich werde denen vergeben, die ich übrig lasse. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 21 Zieh in den Kampf, Volk aus dem Norden, gegen das Land Meratajim und die Bewohner Pekods! Töte sie und weihe sie dem Untergang! – So lautet der Ausspruch des Herrn. Tu alles genau so, wie ich es dir befehle!
- 22 Das Land ist voller Kriegsgeschrei. Es ist ein totaler Zusammenbruch.
- 23 Was ist nur aus dem Hammer geworden, der die ganze Welt zerschmettert hat? Zerbrochen und zerschlagen ist er! Was ist nur aus Babylon geworden? Ein Bild des Entsetzens unter allen Völkern!
- 24 Du hast dir selbst eine Falle gestellt, Babylon. Du bist gefangen worden, ehe du es gemerkt hast. Es hat dich erwischt und du wurdest gefasst. Denn du hast den Herrn herausgefordert.
- 25 Jetzt hat der Herr seine Waffenkammer geöffnet und die Waffen seines Zorns herausgeholt. Denn im Land der Babylonier hat er etwas zu tun, der Herr der himmlischen Heere.
- 26 Kommt von den Enden der Erde herbei! Öffnet die Vorratskammern Babylons und werft alles auf einen Haufen! Weiht alles dem Untergang – nichts darf übrig bleiben!
- 27 Tötet alle jungen Stiere Babylons und bringt sie hinunter zum Schlachten! Weh ihnen! Denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit der Strafe ist da.
- 28 Hört doch, was die Flüchtlinge sagen, die aus dem Land Babylonien entkommen sind! Sie verkünden in Zion, dass der Herr, unser Gott, Vergeltung übt. Er rächt die Zerstörung seines Tempels.
- 29 Ruft Schützen zum Kampf gegen Babylon herbei! Alle Bogenschützen sollen kommen! Belagert die Stadt ringsum, damit keiner entkommen kann! Zahlt es ihr heim, wie sie es verdient hat! Was sie anderen angetan hat, das tut jetzt ihr an! Denn sie war überheblich und hat sich gegenüber dem Herrn aufgespielt, gegenüber dem Heiligen Israels.
- 30 Deshalb werden die jungen Männer Babylons fallen. In den Gassen der Stadt werden sie sterben. An diesem Tag werden alle Krieger umkommen. – Ausspruch des Herrn –
- 31 Jetzt gehe ich gegen dich vor, ja, dein Name ist »Hochmut«! – So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn der himmlischen Heere. Jetzt bist du dran, die Zeit deiner Strafe ist da.
- 32 Dann wird »Hochmut« stürzen. Die Stadt wird hinfallen, und niemand wird sie wieder aufrichten. Ich werde die Städte ringsum in Brand stecken. Und das Feuer wird alles auffressen, was sich in der Umgebung von Babylon befindet.
- 33 So spricht der Herr der himmlischen Heere: Noch werden die Leute aus Israel und Juda unterdrückt. Sie wurden gefangen und in die Verbannung geführt. Alle ihre Unterdrücker halten sie fest und weigern sich, sie gehen zu lassen.
- 34 Doch ihr Befreier ist mächtig, Herr der himmlischen Heere ist sein Name. Er setzt sich für sie ein und sorgt für ihr Recht: Er wird der Erde Ruhe schenken, die Bewohner Babylons aber in Unruhe versetzen.
- 35 Das Schwert soll über die Babylonier kommen! Tod den Einwohnern Babylons! Tod den führenden und weisen Männern der Stadt! – Ausspruch des Herrn –
- 36 Das Schwert soll über die Wahrsager kommen, sodass sich ihre Dummheit zeigt! Das Schwert soll über die starken Krieger kommen, sodass sie zusammenbrechen!
- 37 Das Schwert soll über Pferde und Streitwagen kommen! Auch die fremden Völker soll es treffen, die sich in Babylon niedergelassen haben. Sie sollen so schwach werden wie Frauen! Das Schwert soll über Babylons Schätze kommen, sodass sie geraubt werden!
- 38 Trockenheit soll über die Wasser Babyloniens kommen! Denn es ist ein Land voller Götzenbilder. Diese schrecklichen Figuren haben ihnen den Verstand geraubt.
- 39 Darum werden nur noch Wüstentiere dort leben, Schakale und Strauße werden dort hausen. Nie wieder soll ein Mensch sich dort niederlassen. Babylon bleibt für immer und ewig unbewohnt.
- 40 Es wird wie damals sein, als Gott Sodom und Gomorra zerstört hat: Niemand wird mehr dort leben, kein Mensch sich dort aufhalten. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 41 Ein Volk zieht von Norden heran. Ein mächtiges Volk mit vielen Königen bricht auf von den Enden der Erde.
- 42 Sie kommen mit Bogen und Krummschwert. Grausam sind sie und kennen kein Erbarmen. Sie machen Lärm wie das tosende Meer und reiten auf Pferden. Bis an die Zähne sind sie bewaffnet, zum Kampf gerüstet gegen dich, Tochter Babylon.
- 43 Wenn der babylonische König von ihnen hört, werden seine Hände kraftlos. Angst wird ihn packen wie die Wehen eine Frau bei der Geburt.
- 44 Wie ein Löwe werde ich über sie kommen: Der Löwe tritt aus dem Dickicht am Jordan und wendet sich zum fruchtbaren Weideland. So komme ich und treibe sie in die Flucht. Dann werde ich den Herrscher über sie setzen, den ich dafür ausgewählt habe. Denn wer ist mir gleich? Wer will mich zur Rechenschaft ziehen? Wo ist der Hirte, der mir die Stirn bieten kann?
- 45 Deshalb hört, was der Herr vorhat! Hört seinen Plan gegen Babylon und sein Vorhaben gegen das Land der Babylonier: Man wird sie alle fortschleppen, auch die Schwächsten der Herde. Er wird ihr Weideland menschenleer machen.
- 46 Die Erde wird beben, wenn verkündet wird: »Babylon ist gefallen!« Und die Völker werden das Geschrei hören.
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