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예레미야 3장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야 (Jeremiah) · 25절

  1. 1 Weiter sagte Gott: »Stell dir vor, ein Mann lässt sich von seiner Frau scheiden. Sie verlässt ihn und wird die Frau eines anderen Mannes. Können sie und der erste Mann noch einmal heiraten? Nein! Eine Wiederheirat entweiht das Land und macht es unrein. Doch du hast dich wie eine Hure mit vielen eingelassen. Und jetzt willst du, Israel, zu mir zurückkehren? – Ausspruch des Herrn –
  2. 2 Schau hinauf zu den Hügeln und frag dich: Wo hast du es nicht schon mit anderen getrieben? An den Wegen hast du gesessen und auf sie gewartet – wie ein Araber in der Wüste auf Reisende wartet. Durch deine Hurerei und deine Bosheit hast du das Land entweiht.
  3. 3 Deshalb blieb der Regen aus, auch der Spätregen fiel nicht. Du aber hast mir wie eine Hure frech die Stirn geboten und dich nicht geschämt.
  4. 4 Du hast es sogar gewagt, zu mir zu rufen: ›Du bist doch mein Vater, seit meiner Jugend haben wir uns lieb!
  5. 5 Du wirst doch nicht für immer zornig sein und trägst auch nichts nach.‹ So hast du dich herausgeredet und weiter Böses getan, wie es dir gefiel.«
  6. 6 Während der Regierungszeit von König Joschija sprach der Herr zu mir: »Hast du gesehen, was Israel getan hat? Israel war wie eine untreue Ehefrau: Immer wieder ging sie auf alle hohen Berge und legte sich unter alle grünen Bäume. Dort trieb sie es wie eine Hure.
  7. 7 Ich sagte mir: Wenn sie das alles getan hat, wird sie wieder zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück. Auch ihre treulose Schwester Juda hat es gesehen:
  8. 8 Sie sah, wie ich Israel, die untreue Frau, verstoßen und ihr eine Scheidungsurkunde gegeben habe. Denn sie hatte Ehebruch begangen. Aber Juda, ihre treulose Schwester, hat sich nicht vor mir gefürchtet und nichts gelernt. Auch sie ging los und benahm sich wie eine Hure.
  9. 9 So wurde das Land entweiht. Sie hat die Ehe gebrochen, Kultsteine und Kultpfähle hat sie angebetet.
  10. 10 Die treulose Schwester Juda ist nicht mit ganzem Herzen zu mir zurückgekehrt – es war alles nur Schein.« So lautet der Ausspruch des Herrn.
  11. 11 Weiter sagte der Herr zu mir: »Israel, die untreue Frau, ist gerechter als Juda, die treulose Schwester.
  12. 12 Geh los und ruf diese Worte Richtung Norden: ›Kehre zurück, du untreue Frau Israel! – Ausspruch des Herrn.‹ Ich, dein Gott, werde dich nicht finster anblicken. Denn ich bin voller Güte und werde nicht für immer zornig bleiben. – Ausspruch des Herrn –
  13. 13 Du musst deine Schuld nur einsehen! Denn du hast die Treue gebrochen gegenüber dem Herrn, deinem Gott. Du hast deine Liebe an fremde Götter verschwendet, unter jedem grünen Baum hast du dich hingegeben. Aber meine Stimme hast du nicht gehört. – So lautet der Ausspruch des Herrn.«
  14. 14 »Kehrt endlich um, ihr Leute, die ihr auf dem falschen Weg seid! – Ausspruch des Herrn – Denn noch immer bin ich euer Herr. Ich werde einige von euch nehmen und euch nach Zion bringen: einen aus jeder Stadt, zwei aus jeder Sippe.
  15. 15 Ich werde euch Hirten geben, wie sie sich mein Herz wünscht. Mit Einsicht und Verstand werden sie euch leiten und regieren.
  16. 16 Dann werdet ihr zahlreich werden und das ganze Land bevölkern. – Ausspruch des Herrn – Dann wird niemand mehr fragen: ›Was ist mit der Bundeslade des Herrn?‹ Keinem kommt sie noch in den Sinn, niemand erinnert sich an sie. Keiner vermisst sie und niemand stellt eine neue her.
  17. 17 Jerusalem wird dann ›Thron des Herrn‹ genannt werden. Alle Völker werden sich dort versammeln, weil der Name des Herrn Jerusalem erfüllt. Auch ihr Lebenswandel wird sich ändern – ihr hartes, böses Herz wird sie nicht mehr leiten.
  18. 18 Dann werden sich die Leute aus Juda mit den Leuten aus Israel aufmachen. Gemeinsam werden sie heimkommen und aus dem Norden wieder in ihr Land ziehen. Dieses Land habe ich euren Vorfahren gegeben als euren Erbbesitz.«
  19. 19 Ich, der Herr, dachte: »Wie gern würde ich dich zu einem meiner Kinder machen! Wie gern würde ich dir ein herrliches Land geben – den allerschönsten Erbbesitz, den die Völker kennen!« Auch dachte ich: »Du würdest mich ›mein lieber Vater‹ nennen. Niemals würdest du den Weg verlassen, auf dem du mir folgen kannst.«
  20. 20 Doch Israel ist mir gegenüber treulos gewesen! Es hat mir die Treue gebrochen wie eine Frau wegen ihres Liebhabers. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
  21. 21 Horch, man hört eine Stimme auf den kahlen Höhen – es sind die Israeliten, die weinen und flehen. Denn sie sind vom rechten Weg abgewichen und haben den Herrn, ihren Gott, vergessen.
  22. 22 »Kehrt endlich um, ihr, die ihr auf dem falschen Weg seid! Ich werde eure Treulosigkeit heilen!« »Hier sind wir! Wir kommen zu dir! Denn du bist der Herr, unser Gott!
  23. 23 Von den Hügeln kommt doch nur Betrug, auf den Bergen wird viel Lärm um nichts gemacht. Nur beim Herrn, unserem Gott, gibt es Rettung für Israel!
  24. 24 Unser schändliches Treiben fällt auf uns zurück: Unser Götzendienst verzehrt seit unserer Jugend, was unsere Vorfahren sich erarbeitet haben – ihre Schafe und Rinder, ihre Söhne und Töchter.
  25. 25 In unserer Schande liegen wir da, unsere Schmach bedeckt uns. Denn wir haben Sünden begangen. Gegen den Herrn, unseren Gott, haben wir uns vergangen – und nicht nur wir, sondern auch unsere Vorfahren, seit unserer Jugend bis heute. Auf den Herrn, unseren Gott, haben wir nicht gehört.«

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