사사기 20장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 사사기 (Judges) · 48절
- 1 Alle Israeliten zogen in den Kampf. Die ganze Gemeinde versammelte sich geschlossen von Dan bis Beerscheba – dazu das Land Gilead. In Mizpa kamen sie zusammen bei dem Herrn.
- 2 Alle führenden Männer und alle Stämme Israels bildeten als Volk Gottes eine große Versammlung: Das Fußvolk zählte 400.000 Schwertkämpfer.
- 3 Die Benjaminiter erfuhren davon, dass die Israeliten nach Mizpa gezogen waren. Die Israeliten aber fragten nach, wie es zu der Schandtat von Gibea gekommen war.
- 4 Da antwortete ihnen der Levit, der Mann der ermordeten Frau: »Auf meiner Reise kam ich nach Gibea in Benjamin. Dort wollte ich mit meiner Nebenfrau übernachten.
- 5 Doch die Herren der Stadt Gibea hatten etwas gegen mich. In der Nacht umstellten sie das Haus, um mich zu töten. Dann aber haben sie meine Nebenfrau vergewaltigt, sodass sie gestorben ist.
- 6 Da habe ich ihren Leichnam genommen. Ich habe ihn in Stücke geschnitten und in alle Gegenden geschickt, die zum Erbbesitz Israels gehören. Denn die Benjaminiter haben ein Verbrechen verübt, etwas sehr Schlimmes haben sie in Israel getan.
- 7 Ihr alle seid doch Israeliten! Also kümmert euch um die Sache und beratet euch jetzt und hier!«
- 8 Da waren sich alle im Volk einig und sagten: »Niemand von uns geht heim, kein Einziger kehrt nach Hause zurück!
- 9 Vielmehr ist es eine beschlossene Sache, dass wir gegen Gibea vorgehen. Das Los bestimmt, wer in den Kampf zieht.
- 10 Ein Teil der Männer soll für die Verpflegung sorgen. Dazu bestimmen wir aus allen Stämmen Israels jeweils 10 Mann von 100, 100 Mann von 1000 und 1000 Mann von 10.000. Alle anderen sollen gegen Gibea-Benjamin vorrücken und die Benjaminiter hart bestrafen – für die Schandtat, die sie in Israel begangen haben.«
- 11 So bildete ganz Israel ein einziges Heer, um gegen die Stadt in den Kampf zu ziehen.
- 12 Die Stämme Israels aber schickten Boten umher. Die zogen durch das Gebiet von Benjamin und verbreiteten überall die Botschaft: »Wie konnte nur ein solches Unrecht bei euch geschehen!
- 13 Jetzt gebt die Männer heraus, diese üblen Kerle, die das in Gibea getan haben! Wir wollen sie töten. Nur so können wir das Böse aus Israel entfernen.« Die Benjaminiter wollten aber nicht auf sie hören, obwohl die Israeliten ihre Brüder waren.
- 14 Sie schickten Truppen aus ihren Städten nach Gibea, um gegen die Israeliten zu kämpfen.
- 15 An diesem Tag zählte man 26.000 Schwertkämpfer, die aus den benjaminitischen Städten eintrafen. Das war die Zahl ohne die Einwohner von Gibea.
- 16 Außerdem befanden sich unter den Kriegsleuten 700 ausgewählte Soldaten, allesamt Linkshänder. Die konnten Steine haargenau schleudern, ihr Ziel verfehlten sie nicht.
- 17 Bei den Israeliten zählte man ohne die Benjaminiter 400.000 Schwertkämpfer, lauter kampferfahrene Männer.
- 18 Sie machten sich nun auf den Weg nach Bet-El, um Gott zu befragen. Die Israeliten stellten die Frage: »Welcher Stamm unter uns soll zuerst ins Feld ziehen, um gegen die Benjaminiter zu kämpfen?« Der Herr gab die Antwort: »Der Stamm Juda zuerst!«
- 19 Am frühen Morgen brachen die Israeliten auf und errichteten ihr Heerlager gegenüber von Gibea.
- 20 Dann zogen die Männer Israels in die Schlacht gegen die Benjaminiter. Vor Gibea stellten sie sich in Schlachtordnung auf.
- 21 Da stürmten die Benjaminiter aus Gibea hervor und machten die Israeliten nieder. An diesem Tag fielen 22.000 Mann.
- 22 Doch das Kriegsvolk Israels fasste neuen Mut. Sie stellten sich nochmals in Schlachtordnung auf – und zwar dort, wo sie am ersten Tag gestanden hatten.
- 23 Zuvor waren die Israeliten nach Bet-El gezogen. Dort weinten sie vor dem Herrn bis zum Abend. Dann befragten sie erneut den Herrn: »Sollen wir die Benjaminiter, unsere Brüder, noch einmal angreifen?« Der Herr gab die Antwort: »Ja, zieht gegen sie in die Schlacht!«
- 24 Die Israeliten zogen also auch am zweiten Tag in die Schlacht gegen die Benjaminiter.
- 25 Wieder kamen die Benjaminiter aus Gibea, stürmten ihnen entgegen und machten sie nieder. Diesmal fielen von den Israeliten 18.000 Schwertkämpfer.
- 26 Daraufhin zog das ganze Kriegsvolk nach Bet-El. Nachdem alle Israeliten dort angekommen waren, weinten sie ununterbrochen vor dem Herrn. Sie fasteten den ganzen Tag bis zum Abend und brachten Brand- und Schlachtopfer dar vor dem Herrn.
- 27 Dann befragten die Israeliten den Herrn. Zu dieser Zeit stand die Bundeslade Gottes in Bet-El.
- 28 Und Pinhas, der Sohn des Eleasar und Enkel des Aaron, tat seinen Dienst als Priester vor dem Herrn. Die Israeliten stellten die Frage: »Sollen wir noch einmal gegen die Benjaminiter, gegen unsere Brüder, in die Schlacht ziehen? Oder sollen wir es sein lassen?« Der Herr gab die Antwort: »Ja, zieht in die Schlacht! Denn morgen gebe ich sie in eure Gewalt.«
- 29 Daraufhin legten die Israeliten einen Hinterhalt in der Umgebung von Gibea.
- 30 Auch am dritten Tag zogen die Israeliten gegen die Benjaminiter ins Feld. Vor Gibea stellten sie sich in Schlachtordnung auf, wie sie es auch die beiden vorigen Male getan hatten.
- 31 Die Benjaminiter stürmten dem Kriegsvolk entgegen und ließen sich so von der Stadt weglocken. Dann begannen sie wie die beiden vorigen Male, einige vom Kriegsvolk zu erschlagen. Auf freiem Feld töteten sie etwa 30 Israeliten. Sie taten es entlang der beiden Straßen, von denen die eine nach Bet-El hinaufführt und die andere nach Gibeon.
- 32 Da dachten die Benjaminiter schon: »Der Sieg gehört uns wie in der Schlacht zuvor.« Doch die Israeliten hatten einen Plan: »Lasst uns zunächst fliehen! So locken wir sie hinaus auf die beiden Straßen, die von der Stadt wegführen.«
- 33 Alle Israeliten hatten sich also zurückgezogen. Bei Baal-Tamar bildeten sie eine neue Schlachtreihe. Die anderen Israeliten aber, die westlich von Gibea im Hinterhalt lagen, stürmten aus ihrem Versteck hervor.
- 34 Es waren 10.000 Männer, die man aus ganz Israel ausgewählt hatte. Die rückten nun auf Gibea vor. Es kam zu einem heftigen Gefecht. Die Benjaminiter aber wussten noch nicht, dass sie in die Falle gegangen waren.
- 35 Der Herr schenkte Israel den Sieg über Benjamin. An diesem Tag töteten die Israeliten 25.100 Benjaminiter, lauter Schwertkämpfer.
- 36 Da mussten die Benjaminiter einsehen, dass sie eine schwere Niederlage erlitten hatten. Die Israeliten hatten also ihre Stellung aufgegeben und sich vor den Benjaminitern zurückgezogen. Sie vertrauten ganz und gar auf den Hinterhalt, den sie bei Gibea gelegt hatten.
- 37 Die Männer im Hinterhalt aber handelten schnell. Sie überfielen Gibea, drangen in die Stadt ein und töteten die Bevölkerung mit scharfem Schwert.
- 38 Als Zeichen für das übrige Heer Israels hatte man ein Rauchsignal verabredet. Das ließen sie aus der Stadt aufsteigen.
- 39 Da kehrte das Heer Israels zurück und griff wieder in den Kampf ein. Die Benjaminiter waren gerade dabei, einige von den Israeliten zu erschlagen. Sie töteten etwa 30 Mann und dachten schon: »Ganz sicher gehört uns der Sieg wie in der Schlacht zuvor.«
- 40 Da erschien plötzlich das Rauchsignal. Es stieg wie eine Säule aus der Stadt auf. Als sich die Benjaminiter rückwärtswandten, war der Himmel über der Stadt schon voller Rauch.
- 41 In diesem Moment griff das Heer Israels ein. Da bekamen es die Benjaminiter mit der Angst zu tun. Denn sie mussten erkennen, dass sie in die Falle gegangen waren.
- 42 Sie flohen vor den Israeliten in Richtung Wüste. Aber das Kampfgeschehen holte sie ein. Die Männer, die aus der Stadt kamen, nahmen die Benjaminiter in die Zange und töteten sie.
- 43 Sie kreisten die Benjaminiter ein und verfolgten sie bis in die Gegend östlich von Gibea. Dabei gönnten sie sich keine Pause.
- 44 So fielen von den Benjaminitern 18.000 Mann. Sie alle waren kampferfahrene Männer gewesen.
- 45 Der Rest von ihnen floh in die Wüste, um sich beim Felsen Rimmon in Sicherheit zu bringen. Doch die Israeliten jagten hinter ihnen her und erschlugen auf den Straßen weitere 5000 Mann. Aber auch dann blieben sie ihnen auf den Fersen. Bis zu der Ortschaft Gidom setzten sie ihnen nach und erschlugen von ihnen nochmals 2000 Mann.
- 46 An diesem Tag zählte man alles in allem 25.000 Gefallene, lauter Schwertkämpfer aus Benjamin. Sie alle waren kampferfahrene Männer gewesen.
- 47 Nur einigen war die Flucht in die Wüste gelungen. Es waren 600 Männer, die den Felsen Rimmon erreichten. Dort beim Rimmonfelsen blieben sie vier Monate lang.
- 48 Das Heer Israels kehrte nach Benjamin zurück und tötete dort alles mit scharfem Schwert: Menschen, Tiere und alles, was sie vorfanden. Alle Städte Benjamins legten sie in Schutt und Asche.
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