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사무엘상 10장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 사무엘상 (1 Samuel) · 27절

  1. 1 Dann nahm Samuel eine Flasche mit Öl und goss es Saul über den Kopf. Er küsste ihn und sagte: »Sei gewiss: Dich hat der Herr gesalbt zum königlichen Hirten über sein Volk Israel. Du wirst über das Volk des Herrn herrschen. Du rettest es aus der Gewalt seiner Feinde ringsum. Und dies ist das Zeichen dafür, dass dich der Herr zum königlichen Hirten über sein Eigentum gesalbt hat:
  2. 2 Wenn du heute von mir weggehst, kommst du nach Zelzach ins Grenzgebiet zu Benjamin. Dort beim Grab der Rahel wirst du zwei Männer treffen. Die werden zu dir sagen: ›Die Eselinnen wurden gefunden, nach denen du auf der Suche warst. Damit ist die Sache mit den Eselinnen für deinen Vater erledigt. Jetzt macht er sich Sorgen um euch und fragt sich, was er für seinen Sohn tun kann.‹
  3. 3 Wenn du von dort weiterziehst, kommst du zur Eiche von Tabor. Dort begegnen dir drei Männer, die zum Heiligtum Gottes nach Bet-El unterwegs sind. Der eine trägt drei Ziegenböckchen, der andere drei Laibe Brot und der dritte einen Krug Wein.
  4. 4 Sie fragen dich, wie es dir geht. Dann geben sie dir zwei Laibe Brot. Die sollst du von ihnen annehmen.
  5. 5 Danach kommst du nach Gibea Gottes, wo der Kommandant der Philister stationiert ist. Wenn du die Stadt erreicht hast, triffst du dort auf eine Schar von Propheten. Die kommen gerade vom Kultplatz herab. Zur Musik von Bassleier, Handtrommel, Flöte und Leier geraten sie ganz außer sich in ihrer Begeisterung.
  6. 6 In diesem Augenblick wird es geschehen, dass der Geist des Herrn über dich kommt. Dann wirst auch du von der Begeisterung erfasst und in einen anderen Menschen verwandelt.
  7. 7 Wenn aber alle diese Zeichen eingetroffen sind, dann tu, was zu tun ist! Denn Gott ist mit dir!«
  8. 8 Und Samuel fügte hinzu: »Danach sollst du nach Gilgal gehen. Geh mir voraus, ich komme nach! Ich selbst will dort die Opfer darbringen, Brandopfer und Schlachtopfer. Sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme. Dann lasse ich dich wissen, was du tun sollst.«
  9. 9 Als sich Saul umdrehte und von Samuel wegging, verwandelte ihn Gott in einen neuen Menschen. Noch am selben Tag trafen alle diese Zeichen ein.
  10. 10 Sie gingen also von dort nach Gibea – und tatsächlich: Es kam ihnen eine Schar von Propheten entgegen. Augenblicklich kam der Geist Gottes über ihn. Und Saul war ganz außer sich in seiner Begeisterung, als er mitten unter die Propheten geraten war.
  11. 11 Alle sahen das, die ihn von früher kannten. Und wie er so mit den Propheten außer sich war, begannen die Leute zu reden, einer zum andern: »Was ist denn mit dem Sohn des Kisch geschehen? Ist jetzt auch Saul unter die Propheten geraten?«
  12. 12 Daher kommt die Redensart: »Ist auch Saul unter den Propheten?« Einer von dort aber äußerte sich abfällig: »Von diesen Leuten kennt man ja nicht mal ihren Vater!«
  13. 13 Als die Begeisterung vorüber war, die ihn unter den Propheten erfasst hatte, kam er nach Gibea.
  14. 14 Der Onkel Sauls fragte ihn und den jungen Mann, der ihn begleitet hatte: »Wo seid ihr gewesen?« Er sagte: »Wir wollten die Eselinnen suchen. Als wir sahen, dass sie nirgends zu finden waren, gingen wir zu Samuel.«
  15. 15 Da sagte der Onkel zu Saul: »Erzähl mir doch, was Samuel euch gesagt hat!«
  16. 16 Saul antwortete seinem Onkel: »Er hat uns auf den Kopf zugesagt, dass die Eselinnen gefunden wurden.« Aber von der Sache mit dem Königtum, von der Samuel gesprochen hatte, erzählte er ihm nichts.
  17. 17 Samuel rief das Volk nach Mizpa zusammen und ließ sie zum Heiligtum des Herrn kommen.
  18. 18 Dort sagte er zu den Israeliten: »So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten geführt. Ich habe euch aus der Gewalt Ägyptens befreit und aus der Gewalt aller Königreiche, die euch bedrängt haben.
  19. 19 Ihr aber habt heute euren Gott verworfen – ihn, der euch aus Angst und Not gerettet hat. Denn ihr habt von ihm gefordert: ›Setze einen König über uns ein!‹ Darum stellt euch jetzt vor dem Herrn auf, geordnet nach Stämmen und in Gruppen von 1000 Mann.«
  20. 20 So ließ Samuel alle Stämme Israels antreten, um eine Königswahl durch das Los durchzuführen. Das Los fiel auf den Stamm Benjamin.
  21. 21 Dann ließ er den Stamm Benjamin antreten, geordnet nach seinen Großfamilien. Das Los fiel auf die Großfamilie des Matri. Dann ließ er die Großfamilie des Matri antreten, und zwar Mann für Mann. Das Los fiel auf Saul, den Sohn des Kisch. Man suchte nach ihm, doch er war nirgends zu finden.
  22. 22 Da befragten sie noch einmal den Herrn: »Ist denn noch jemand hierhergekommen?« Der Herr gab die Antwort: »Gewiss! Doch er hat sich beim Gepäck versteckt.«
  23. 23 Da liefen sie los und holten ihn von dort. Als er sich mitten unter die Leute stellte, sah man: Er war einen Kopf größer als alle anderen im Volk.
  24. 24 Samuel sagte zum ganzen Volk: »Da seht ihr es: Ihn hat der Herr erwählt! Keiner ist wie er im ganzen Volk!« Da brach lauter Jubel los, und das ganze Volk rief: »Es lebe der König!«
  25. 25 Zum Schluss las Samuel dem Volk vor, welche Rechte der König besitzt. Die hatte er in ein Buch geschrieben, das er im Heiligtum vor den Herrn niederlegte. Dann verabschiedete Samuel das ganz Volk. Jeder ging nach Hause.
  26. 26 Auch Saul ging heim nach Gibea. Und mit ihm zog eine Gruppe von Soldaten, deren Herz Gott berührt hatte.
  27. 27 Es gab aber auch andere, die waren gehässig und sagten: »Was kann der da uns helfen?« Sie blickten mit Verachtung auf ihn herab und brachten ihm keine Geschenke.

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