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사도행전 22장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 사도행전 (Acts) · 30절

  1. 1 Paulus sagte: »Liebe Landsleute! Brüder und Väter! Hört, was ich euch zu meiner Verteidigung zu sagen habe!«
  2. 2 Als sie hörten, dass er auf Hebräisch zu ihnen sprach, wurden sie noch stiller. Paulus fuhr fort:
  3. 3 »Ich bin ein Jude. Geboren wurde ich in Tarsus in Kilikien, aber aufgewachsen bin ich hier in Jerusalem. Mein Lehrer war Gamaliel. Von ihm erhielt ich meinen Unterricht, genau wie es dem Gesetz unserer Vorfahren entspricht. Mit großem Eifer habe ich Gott gedient, so wie ihr alle es heute tut.
  4. 4 Ich habe die Anhänger des neuen Weges bis aufs Blut verfolgt. Männer und Frauen habe ich festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen.
  5. 5 Der Hohepriester und die Ratsältesten können das bestätigen. Von ihnen habe ich sogar eine schriftliche Vollmacht bekommen. Damit bin ich zu unseren jüdischen Brüdern nach Damaskus gereist. Dort sollte ich die Anhänger des neuen Wegs festnehmen und als Gefangene nach Jerusalem bringen. Hier sollten sie dann bestraft werden.«
  6. 6 »Unterwegs, kurz vor Damaskus, geschah aber etwas: Um die Mittagszeit umstrahlte mich plötzlich ein helles Licht vom Himmel.
  7. 7 Ich stürzte zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sagte: ›Saul, Saul, warum verfolgst du mich?‹
  8. 8 Ich antwortete: ›Wer bist du, Herr?‹ Er sagte zu mir: ›Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst.‹
  9. 9 Meine Begleiter sahen zwar das Licht. Aber die Stimme, die zu mir sprach, hörten sie nicht.
  10. 10 Ich fragte: ›Was soll ich tun, Herr?‹ Der Herr sagte zu mir: ›Steh auf und geh nach Damaskus. Dort wirst du alles erfahren, was Gott dir aufträgt.‹
  11. 11 Die strahlende Herrlichkeit dieses Lichts hatte mich blind gemacht. Deshalb musste ich von meinen Begleitern an der Hand geführt werden. So kam ich nach Damaskus.
  12. 12 Dort lebte ein gewisser Hananias. Er war ein frommer Mann und hielt sich streng an das Gesetz. Bei allen Juden in der Stadt war er hoch angesehen.
  13. 13 Der kam zu mir und sagte: ›Saul, Bruder, du sollst wieder sehen können!‹ Im selben Augenblick konnte ich wieder sehen und blickte ihn an.
  14. 14 Er sagte: ›Der Gott unserer Vorfahren hat dich dazu bestimmt, seinen Willen zu erkennen. Du durftest den Gerechten sehen und seine Stimme hören.
  15. 15 Denn du wirst als Zeuge für ihn auftreten. Dann wirst du allen Menschen weitersagen, was du gesehen und gehört hast.
  16. 16 Was zögerst du noch? Steh auf und lass dich taufen! Bekenne dich zu Jesus und lass dich reinwaschen von deinen Sünden!‹
  17. 17 Als ich dann wieder nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, hatte ich eine Vision.
  18. 18 Ich sah den Herrn. Er sagte zu mir: ›Beeile dich! Verlasse unverzüglich Jerusalem. Denn hier wird man nicht annehmen, was du als Zeuge über mich berichtest.‹
  19. 19 Ich antwortete: ›Herr, sie wissen doch genau, was ich denen, die an dich glaubten, angetan habe. Ich war es doch, der sie ins Gefängnis werfen und in den Synagogen auspeitschen ließ.
  20. 20 Ich stand dabei, als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde. Ich war mit allem einverstanden und passte sogar auf die Kleider seiner Mörder auf.‹
  21. 21 Aber der Herr sagte zu mir: ›Geh! Ich will dich zu den Völkern senden, die in der Ferne leben.‹«
  22. 22 Bis zu diesen Worten hatten die Leute Paulus ruhig zugehört. Aber jetzt fingen sie an zu schreien: »Weg mit ihm! So einer muss von der Erde verschwinden. Er darf nicht am Leben bleiben!«
  23. 23 Sie tobten, rissen sich die Kleider vom Leib und warfen Staub in die Luft.
  24. 24 Der Kommandant befahl, Paulus in die Festung zu bringen. Er ordnete an, ihn unter Peitschenhieben zu verhören. So wollte er herausfinden, warum seinetwegen unter den Leuten so ein Tumult entstanden war.
  25. 25 Paulus war schon zur Auspeitschung festgebunden. Da sagte er zu dem Hauptmann, der die Aufsicht führte: »Dürft ihr denn einen römischen Bürger auspeitschen – noch dazu ohne ordentliches Gerichtsverfahren?«
  26. 26 Als der Hauptmann das hörte, ging er zum Kommandanten, meldete es ihm und fragte: »Was willst du jetzt tun? Dieser Mann ist ein römischer Bürger!«
  27. 27 Da ging der Kommandant zu Paulus und fragte ihn: »Sag mir: Bist du wirklich ein römischer Bürger?« Paulus antwortete: »Ja.«
  28. 28 Der Kommandant sagte: »Ich habe für dieses Bürgerrecht viel Geld bezahlt.« Paulus entgegnete: »Ich besitze es sogar von Geburt an.«
  29. 29 Die Männer, die ihn verhören sollten, ließen sofort von ihm ab. Auch der Kommandant bekam Angst, nachdem er erfahren hatte, dass Paulus ein römischer Bürger war – und er hatte ihn fesseln lassen!
  30. 30 Am folgenden Tag wollte der Kommandant sich Klarheit darüber verschaffen, was die Juden Paulus vorwarfen. Er ließ ihm die Ketten abnehmen und befahl, die führenden Priester und den ganzen jüdischen Rat zusammenzurufen. Dann ließ er Paulus vor sie führen und ihnen gegenüberstellen.

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