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민수기 14장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 민수기 (Numbers) · 45절

  1. 1 Die ganze Gemeinde schrie laut auf und das Volk weinte in dieser Nacht.
  2. 2 Die Israeliten rebellierten gegen Mose und Aaron. Die ganze Gemeinde beklagte sich bei ihnen: »Wir wären besser in Ägypten gestorben oder hier, in dieser Wüste! Wären wir doch nur tot!
  3. 3 Warum bringt uns der Herr in dieses Land? Sollen wir etwa durch das Schwert fallen? Und sollen unsere Frauen und Kinder den Feinden in die Hände fallen? Ist es nicht besser, nach Ägypten zurückzukehren?«
  4. 4 Und sie sagten zueinander: »Lasst uns einen Anführer wählen und nach Ägypten zurückkehren!«
  5. 5 Da warfen sich Mose und Aaron vor der versammelten Gemeinde der Israeliten zu Boden.
  6. 6 Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, zerrissen ihre Kleider. Sie gehörten zu denen, die das Land erkundet hatten.
  7. 7 Sie sagten zur Gemeinde der Israeliten: »Wir sind durch das Land gezogen und haben es erkundet. Es ist ein überaus gutes Land!
  8. 8 Wenn der Herr es gut mit uns meint, wird er uns dorthin bringen und es uns geben. Es ist ein Land, in dem Milch und Honig fließen.
  9. 9 Fallt nur nicht vom Herrn ab! Habt keine Angst vor den Bewohnern dieses Landes, denn sie sind leichte Beute für uns. Ihr Beistand hat sie verlassen, der Herr aber ist mit uns! Ihr braucht also keine Angst vor ihnen zu haben.«
  10. 10 Aber die Gemeinde wollte sie steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn im Zelt der Begegnung, sodass alle Israeliten sie sehen konnten.
  11. 11 Der Herr sagte zu Mose: »Wie lange noch will dieses Volk mich derart gering schätzen? Wie lange weigert es sich noch, mir zu vertrauen? Ich habe ihm doch oft genug Zeichen gegeben!
  12. 12 Ich werde ihm die Pest schicken und es vertreiben. Aber aus dir will ich ein Volk machen, das größer und stärker ist als dieses.«
  13. 13 Mose entgegnete dem Herrn: »Wenn das die Ägypter erfahren! Du hast dieses Volk doch durch deine Kraft aus ihrem Land geführt.
  14. 14 Wenn sie es dann noch den Einwohnern von Kanaan erzählen! Die haben gehört, dass du der Herr bist, mitten unter diesem Volk. Auge in Auge hast du, Herr, dich ihm gezeigt und deine Wolke steht über ihm. Du gehst am Tag in einer Wolkensäule vor ihm her und nachts in einer Feuersäule.
  15. 15 Wenn du dieses Volk auf einen Schlag tötest, dann würden die anderen davon hören und sagen:
  16. 16 ›Der Herr konnte sein Volk nicht in das Land bringen, das er ihm versprochen hatte. Deshalb hat er es in der Wüste vernichtet.‹
  17. 17 Doch jetzt soll die Kraft meines Herrn ihre volle Größe entfalten! Es soll so sein, wie du es gesagt hast:
  18. 18 ›Der Herr ist unendlich geduldig und voller Güte. Er vergibt Schuld und Vergehen. Er lässt nichts ungestraft. Er verfolgt die Schuld der Väter bis in die dritte und vierte Generation.‹
  19. 19 Vergib doch diesem Volk seine Schuld, wie es deiner großen Güte entspricht! Du hast ihm ja bis heute immer wieder vergeben, seit es aus Ägypten fortgezogen ist!«
  20. 20 Der Herr antwortete: »Ich vergebe diesem Volk, weil du mich darum gebeten hast.
  21. 21 Bei meinem Leben und bei der Herrlichkeit des Herrn, die die Erde erfüllt, versichere ich aber:
  22. 22 Diese Leute haben nicht auf mich gehört und mich zehnmal herausgefordert – obwohl sie meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe.
  23. 23 Keiner von ihnen wird das Land sehen, das ich ihren Vätern versprochen habe. Keiner, der mich missachtet hat, wird es sehen!
  24. 24 Nur mein Knecht Kaleb soll es sehen. In ihm ist ein anderer Geist: Er ist mir treu ergeben. Ihn werde ich in das Land bringen, das er erkundet hat. Seine Nachkommen sollen das Land in Besitz nehmen.
  25. 25 Aber die Amalekiter und Kanaaniter bleiben in der Ebene wohnen. Morgen müsst ihr umdrehen und wieder zurück durch die Wüste ziehen in Richtung auf das Schilfmeer!«
  26. 26 Weiter sagte der Herr zu Mose und Aaron:
  27. 27 »Wie lange will diese böse Gemeinde noch gegen mich rebellieren? Ich habe die Unmutsäußerungen der Israeliten gehört!
  28. 28 Deshalb sollt ihr zu ihnen sagen: ›Bei meinem Leben!‹, schwört der Herr: ›Ich werde euch antun, was ihr gewünscht habt.
  29. 29 In dieser Wüste fallt ihr dem Tod zum Opfer! Das trifft alle kriegstüchtigen Männer, die 20 Jahre alt oder älter sind und rebelliert haben.
  30. 30 Keiner von euch wird in das Land kommen, das ich euch versprochen hatte. Niemand wird dort wohnen außer Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun.
  31. 31 Eure Kinder aber werde ich hineinbringen. Und ihr dachtet schon, dass sie den Feinden in die Hände fallen. Sie werden das Land kennenlernen, das ihr nicht haben wolltet.
  32. 32 Aber eure Leichen werden in dieser Wüste verwesen.
  33. 33 Eure Nachkommen müssen 40 Jahre lang als Hirten in der Wüste leben. So tragen sie die Folgen für eure Treulosigkeit, bis eure Leichen in der Wüste verrottet sind.
  34. 34 40 Tage lang habt ihr dieses Land erkundet. Darum sollt ihr 40 Jahre lang die Folgen eurer Schuld tragen – ein Jahr für jeden Tag! Dann werdet ihr erkennen, dass ich mich von euch abgewandt habe.‹
  35. 35 Ich bin der Herr, ich habe das gesagt. Ich werde diese ganze böse Gemeinde bestrafen, die sich gegen mich zusammengetan hat. In dieser Wüste wird sie zugrunde gehen. Hier werden sie alle sterben.«
  36. 36 Die von Mose ausgesandten Kundschafter hatten nach ihrer Rückkehr Gerüchte über das Land verbreitet. So hatten sie die Gemeinde dazu gebracht, gegen Mose zu rebellieren.
  37. 37 Die Männer, die diese Gerüchte verbreitet hatten, starben vor dem Herrn an einer Plage.
  38. 38 Von den Männern, die das Land erkundet hatten, blieben nur zwei am Leben: Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne.
  39. 39 Als Mose den Israeliten die Antwort mitgeteilt hatte, wurde das Volk sehr traurig.
  40. 40 Früh am nächsten Morgen brachen die Israeliten auf, um auf die Höhen des Berglandes hinaufzusteigen. Sie sagten: »Wir wollen jetzt doch an den Ort gehen, den der Herr uns genannt hat! Bisher haben wir uns ihm widersetzt.«
  41. 41 Mose entgegnete: »Warum wollt ihr den Befehl des Herrn missachten? Ihr werdet scheitern.
  42. 42 Steigt nicht hinauf, denn der Herr ist nicht bei euch. Ihr werdet sonst von euren Feinden besiegt.
  43. 43 Dort sind die Amalekiter und Kanaaniter, und ihr werdet durch das Schwert fallen. Der Herr steht euch nicht bei, weil ihr euch vom Herrn abgewandt habt.«
  44. 44 Die Israeliten aber blieben dabei: Sie wollten auf die Höhen des Berglands hinaufsteigen. Die Bundeslade des Herrn und Mose blieben im Lager.
  45. 45 Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter den Israeliten aus dem Bergland entgegen. Sie besiegten die Israeliten und trieben sie bis nach Horma.

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