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마가복음 12장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 마가복음 (Mark) · 44절

  1. 1 Jesus begann, ihnen Gleichnisse zu erzählen: »Ein Mann legte einen Weinberg an. Er baute eine Mauer darum, hob eine Grube als Kelter aus und errichtete einen Wachturm. Dann verpachtete er ihn und ging auf Reisen.
  2. 2 Als es an der Zeit war, schickte der Besitzer einen Knecht zu den Pächtern. Der sollte bei ihnen seinen Anteil vom Ertrag des Weinbergs abholen.
  3. 3 Aber sie packten den Knecht, verprügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen davon.
  4. 4 Daraufhin schickte der Besitzer noch einen Knecht. Dem schlugen sie den Kopf blutig und beschimpften ihn.
  5. 5 Der Besitzer schickte noch einen weiteren Knecht. Den töteten sie sogar. Er schickte noch viele andere. Die einen verprügelten sie, die anderen töteten sie.
  6. 6 Da blieb nur noch einer übrig: sein geliebter Sohn. Ihn schickte er als Letzten. Er sagte sich: ›Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.‹
  7. 7 Aber die Pächter sagten zueinander: ›Er ist der Erbe. Kommt, wir töten ihn, dann gehört sein Erbe uns.‹
  8. 8 Sie packten ihn, töteten ihn und warfen seine Leiche hinaus vor den Weinberg.
  9. 9 Was wird der Weinbergbesitzer jetzt tun? Er wird selbst kommen, die Pächter töten und den Weinberg anderen anvertrauen.
  10. 10 Ihr kennt doch die Stelle in der Heiligen Schrift: ›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Grundstein geworden.
  11. 11 Der Herr hat ihn dazu gemacht. Es ist ein Wunder in unseren Augen.‹«
  12. 12 Die führenden Priester, Schriftgelehrten und Ratsältesten hätten Jesus am liebsten verhaften lassen. Aber sie fürchteten sich vor der Menge. Sie hatten verstanden, dass er in dem Gleichnis von ihnen gesprochen hatte. Sie ließen ihn in Ruhe und gingen weg. ;
  13. 13 Danach schickten die führenden Priester, Schriftgelehrten und Ratsältesten einige Pharisäer und Anhänger des Herodes zu Jesus. Die sollten ihn mit einer Frage in Bedrängnis bringen.
  14. 14 Sie gingen zu ihm und sagten: »Lehrer, wir wissen: Dir geht es nur um die Wahrheit. Dabei nimmst du auf niemanden Rücksicht, denn du siehst nicht auf die Person. Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht? Sollen wir sie nun zahlen oder nicht?«
  15. 15 Jesus durchschaute ihr falsches Spiel und sagte zu ihnen: »Wollt ihr mich auf die Probe stellen? Gebt mir eine Silbermünze, ich will sie mir ansehen.«
  16. 16 Sie gaben ihm eine, und er fragte sie: »Wer ist auf dem Bild zu sehen, und wer wird in der Inschrift genannt?« Sie antworteten: »Der Kaiser.«
  17. 17 Da sagte Jesus zu ihnen: »Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!« Über diese Antwort waren sie sehr erstaunt. ;
  18. 18 Dann kamen Sadduzäer zu Jesus. Diese Leute behaupten, dass es keine Auferstehung der Toten gibt. Sie fragten Jesus:
  19. 19 »Lehrer, Mose hat uns folgende Vorschrift gegeben: ›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt, aber keine Kinder, dann soll sein Bruder die Frau heiraten. So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹
  20. 20 Nun gab es einmal sieben Brüder. Der erste heiratete eine Frau und starb kinderlos.
  21. 21 Dann heiratete sie der zweite. Aber auch er starb kinderlos und ebenso der dritte.
  22. 22 Alle sieben blieben kinderlos. Als Letzte von allen starb auch die Frau.
  23. 23 Wie wird es bei der Auferstehung der Toten sein? Wenn sie tatsächlich auferstehen: Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein? Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«
  24. 24 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr irrt euch! Ihr kennt weder die Heilige Schrift noch Gottes Macht.
  25. 25 Wenn die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie weder heiraten noch geheiratet werden. Vielmehr werden sie leben wie die Engel im Himmel.
  26. 26 Was aber die Auferstehung der Toten angeht: Habt ihr nie im Buch des Mose die Geschichte vom brennenden Dornbusch gelesen? Dort sagt Gott zu Mose: ›Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.‹
  27. 27 Gott ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr seid völlig im Irrtum.« ;
  28. 28 Ein Schriftgelehrter war dazugekommen und hatte die Auseinandersetzung mit angehört. Als er merkte, wie treffend Jesus den Sadduzäern geantwortet hatte, fragte er ihn: »Welches Gebot ist das wichtigste von allen?«
  29. 29 Jesus antwortete: »Das wichtigste Gebot ist dieses: Höre, Israel: Der Herr ist unser Gott, der Herr allein!
  30. 30 Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft.
  31. 31 Und als Zweites kommt dieses dazu: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden.«
  32. 32 Da antwortete der Schriftgelehrte: »Ja, Lehrer, du sagst die Wahrheit: Einer ist Gott, und es gibt keinen anderen Gott außer ihm.
  33. 33 Ihn zu lieben mit ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und mit ganzer Kraft – und seinen Mitmenschen zu lieben wie sich selbst, das ist viel wichtiger als alle Brandopfer und anderen Opfer.«
  34. 34 Als Jesus merkte, mit wie viel Einsicht der Schriftgelehrte geantwortet hatte, sagte er zu ihm: »Du bist nicht weit weg vom Reich Gottes.« Von da an wagte es niemand mehr, Jesus etwas zu fragen. ;
  35. 35 Dann fing Jesus wieder an, im Tempel zu lehren. Er fragte die Leute: »Wie können die Schriftgelehrten behaupten: ›Der Christus ist ein Sohn Davids‹?
  36. 36 David selbst hat doch gesagt und wurde dabei vom Heiligen Geist geleitet: ›Gott, der Herr, sagte zu meinem Herrn: Setz dich an meine rechte Seite, bis ich deine Feinde unterwerfe! Ich mache sie zum Schemel für deine Füße.‹
  37. 37 David selbst nennt den Christus also ›Herr‹. Wie kann dieser dann sein Sohn sein?« ; Die ganze Volksmenge hörte Jesus gerne zu.
  38. 38 Und das lehrte er sie: »Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten: Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändern und wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden.
  39. 39 In den Synagogen und bei den Festessen ist es ihnen wichtig, die Ehrenplätze zu bekommen.
  40. 40 Sie bringen die Häuser der Witwen in ihren Besitz und sprechen nur zum Schein lange Gebete. Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«
  41. 41 Dann setzte Jesus sich in die Nähe des Opferkastens. Dort beobachtete er, wie die Leute Geld hineinwarfen. Viele wohlhabende Leute gaben viel hinein.
  42. 42 Da kam auch eine arme Witwe. Sie warf zwei kleine Kupfermünzen hinein – das entspricht der kleinsten römischen Münze.
  43. 43 Jesus rief seine Jünger herbei und sagte zu ihnen: »Amen, das sage ich euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen, die etwas in den Opferkasten geworfen haben.
  44. 44 Denn alle anderen haben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben. Aber diese Witwe hat alles hergegeben, was sie selbst zum Leben hat – obwohl sie doch arm ist.«

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