누가복음 13장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 누가복음 (Luke) · 35절
- 1 Einige von den Anwesenden ergriffen die Gelegenheit und erzählten Jesus von Männern aus Galiläa: »Pilatus ließ sie töten, als sie im Tempel Opfer darbrachten. Ihr Blut vermischte sich mit dem der Opfertiere.«
- 2 Jesus sagte zu ihnen: »Meint ihr etwa, diese Männer hatten größere Schuld auf sich geladen als alle anderen in Galiläa? Und das wäre der Grund, warum sie einen so schrecklichen Tod erlitten haben?
- 3 Bestimmt nicht! Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert, werdet ihr alle genauso umkommen.
- 4 Oder denkt an die achtzehn Menschen, die getötet wurden, als der Turm bei Schiloach einstürzte. Meint ihr etwa, sie hatten größere Schuld auf sich geladen als alle anderen Einwohner Jerusalems?
- 5 Bestimmt nicht! Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert, werdet ihr alle genauso umkommen.«
- 6 Dann erzählte Jesus den Leuten dieses Gleichnis: »Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt. Er kam und schaute nach, ob Früchte daran waren – aber er fand keine.
- 7 Da sagte er zu seinem Weingärtner: ›Seit drei Jahren komme ich schon und schaue nach, ob an diesem Feigenbaum Früchte sind – aber ich finde keine. Jetzt hau ihn um! Wozu soll er dem Boden noch weiter seine Kraft nehmen?‹
- 8 Aber der Weingärtner antwortete: ›Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen. Ich will die Erde um ihn herum noch einmal umgraben und düngen.
- 9 Vielleicht trägt der Baum im nächsten Jahr doch noch Früchte. Wenn nicht, hau ihn dann um.‹«
- 10 Als Jesus einmal am Sabbat in einer der Synagogen lehrte,
- 11 war dort eine Frau. Seit achtzehn Jahren wurde sie von einem Geist geplagt, der sie krank machte. Sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr gerade aufrichten.
- 12 Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte zu ihr: »Frau, du bist von deiner Krankheit befreit!«
- 13 Und er legte ihr die Hände auf. Sofort richtete sie sich auf und lobte Gott.
- 14 Aber der Leiter der Synagoge ärgerte sich darüber, dass Jesus die Frau an einem Sabbat heilte. Deshalb sagte er zu der Volksmenge: »Es gibt sechs Tage, die zum Arbeiten da sind. Also kommt an einem dieser Tage, um euch heilen zu lassen – und nicht am Sabbat!«
- 15 Doch der Herr sagte zu ihm: »Ihr Scheinheiligen! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Futterkrippe los und führt ihn zur Tränke?
- 16 Aber diese Frau hier, die doch eine Tochter Abrahams ist, hielt der Satan gefesselt – volle achtzehn Jahre lang! Und sie darf am Sabbat nicht von dieser Fessel befreit werden?«
- 17 Als Jesus das sagte, schämten sich alle seine Gegner. Doch die ganze Volksmenge freute sich über die wunderbaren Taten, die Jesus vollbrachte. ;
- 18 Dann sagte Jesus: »Wie ist es mit dem Reich Gottes? Womit soll ich es vergleichen?
- 19 Es gleicht einem Senfkorn: Ein Mann nahm es und säte es in seinem Garten ein. Es ging auf und wurde zu einem Baum. Und die Vögel bauten ihr Nest in seinen Zweigen.«
- 20 Noch einmal fragte Jesus: »Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen?
- 21 Es gleicht einem Sauerteig: Eine Frau mengte ihn unter drei Säckchen Mehl. Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.« ; ;
- 22 Jesus setzte seinen Weg nach Jerusalem fort. Er zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Überall lehrte er die Menschen.
- 23 Einmal fragte ihn jemand: »Herr, werden nur wenige gerettet?« Da sagte Jesus zu den Leuten:
- 24 »Ihr müsst euch anstrengen, um durch die enge Tür hineinzukommen. Das sage ich euch: Viele werden hineinwollen, es aber nicht schaffen.
- 25 Wenn der Hausherr aufsteht und die Tür verschließt, dann werdet ihr draußen stehen. Dort werdet ihr an die Tür klopfen und rufen: ›Herr, mach uns auf!‹ Aber er wird euch antworten: ›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her?‹
- 26 Dann werdet ihr sicher sagen: ›Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken! Du hast auf den Straßen unserer Stadt gelehrt.‹
- 27 Aber der Hausherr wird euch antworten: ›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her? Macht, dass ihr alle fortkommt! Ihr alle tut, was gegen Gottes Willen ist!‹
- 28 Da draußen gibt es nur Heulen und Zähneklappern! Denn ihr werdet alle im Reich Gottes sehen: Abraham, Isaak, Jakob und sämtliche Propheten. Aber ihr selbst werdet ausgeschlossen sein.
- 29 Viele werden kommen aus Ost und West und aus Nord und Süd. Sie werden im Reich Gottes zu Tisch liegen.
- 30 Ihr werdet sehen: Die jetzt bei den Letzten sind, werden dann die Ersten sein. Und die jetzt bei den Ersten sind, werden dann die Letzten sein.«
- 31 Zur selben Zeit kamen einige Pharisäer und warnten Jesus: »Geh weg und zieh fort von hier! Denn Herodes will dich töten lassen.«
- 32 Jesus sagte zu ihnen: »Geht und sagt diesem Fuchs: ›Ich treibe Dämonen aus und heile Kranke – heute und morgen. Und am dritten Tag werde ich am Ziel sein.‹
- 33 Doch heute, morgen und übermorgen muss ich meinen Weg fortsetzen. Denn es ist unmöglich, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem ums Leben kommt.«
- 34 »Jerusalem, Jerusalem! Du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die Gott zu dir sendet. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich versammeln – wie eine Henne ihre Küken unter ihren Flügeln beschützt. Aber ihr habt nicht gewollt.
- 35 Seht euch vor: Euer Tempel wird von Gott verlassen. Das sage ich euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis ihr einst ausruft: ›Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn kommt!‹«
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