갈라디아서 4장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 갈라디아서 (Galatians) · 31절
- 1 Ich will damit sagen: Solange der Erbe ein unmündiges Kind ist, unterscheidet ihn nichts von einem Sklaven. Dabei gehört ihm eigentlich alles.
- 2 Aber er ist von Vormündern und Verwaltern abhängig bis zu dem Zeitpunkt, den der Vater festgesetzt hat.
- 3 So verhält es sich auch bei uns. Solange wir unmündig wie Kinder waren, wurden wir von den Elementen dieser Welt beherrscht.
- 4 Aber als die Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde von einer Frau geboren und war dem Gesetz unterstellt.
- 5 Dadurch wollte Gott alle freikaufen, die dem Gesetz unterworfen waren. Auf diese Weise wollte Gott uns als seine Kinder annehmen.
- 6 Weil ihr nun seine Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt. Der ruft: »Abba, Vater«!
- 7 Du bist also kein Sklave mehr, sondern ein mündiges Kind. Wenn du aber Kind bist, dann bist du auch Erbe. Dazu hat Gott dich bestimmt.
- 8 Ganz anders war es damals, als ihr Gott noch nicht kanntet. Da wart ihr Sklaven von Göttern, die in Wirklichkeit keine Götter sind.
- 9 Aber jetzt kennt ihr Gott, oder besser gesagt: Gott kennt euch. Wie könnt ihr euch da wieder diesen schwachen und armseligen Elementen zuwenden? Wollt ihr ihnen von Neuem als Sklaven dienen?
- 10 Ihr beachtet bestimmte Tage und Monate, Festzeiten und besondere Jahre.
- 11 Ich mache mir Sorgen um euch! Habe ich mich etwa vergeblich mit euch abgemüht?
- 12 Ich bitte euch, liebe Brüder und Schwestern: Werdet wie ich. Ich bin ja damals auch so geworden, wie ihr wart: frei gegenüber dem Gesetz. Ihr habt mir bisher nie Unrecht getan.
- 13 Ihr erinnert euch sicher noch an das erste Mal, als ich euch die Gute Nachricht verkündete. Damals war ich krank.
- 14 Mein Zustand stellte euch auf eine harte Probe. Trotzdem habt ihr mich nicht zurückgewiesen oder vor mir ausgespuckt. Ihr habt mich vielmehr aufgenommen wie einen Engel Gottes, ja wie Christus Jesus selbst.
- 15 Was ist aus dem Glück geworden, das ihr damals empfunden habt? Ich kann es bezeugen: Wenn es möglich gewesen wäre, hättet ihr sogar euer Augenlicht für mich geopfert.
- 16 Bin ich jetzt etwa euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?
- 17 Diese Leute bemühen sich um euch, aber nicht in rechter Weise. Im Gegenteil: Sie wollen euch doch nur aus unserem gemeinsamen Glauben ausschließen, damit ihr euch um sie bemüht.
- 18 Es ist in Ordnung, wenn man sich um euch bemüht. Aber das soll in guter Absicht geschehen, und zwar immer – nicht nur, wenn ich bei euch bin.
- 19 Meine Kinder! Ich leide wegen euch noch einmal Geburtswehen, bis Christus in eurem Leben Gestalt angenommen hat.
- 20 Ich wünschte, ich könnte jetzt bei euch sein und eindringlicher mit euch reden. Denn ich bin ratlos, was ich wegen euch noch tun soll.
- 21 Ihr wollt euch also dem Gesetz unterwerfen. Sagt mir: Hört ihr denn nicht, was eben dieses Gesetz sagt?
- 22 In der Heiligen Schrift steht doch: Abraham hatte zwei Söhne, den einen von der unfreien Magd, den anderen von der freien Frau.
- 23 Der Sohn der Magd wurde auf natürliche Weise gezeugt. Aber der Sohn der freien Frau verdankt sein Leben dem Versprechen Gottes.
- 24 Das ist bildlich gemeint: Die beiden Frauen stehen für zwei Bünde. Der eine Bund wurde am Berg Sinai geschlossen und bringt Unfreie hervor. Dafür steht Hagar.
- 25 Sie verweist auf den Berg Sinai in Arabien. Das entspricht aber dem heutigen Jerusalem, denn Jerusalem lebt mit seinen Kindern in Unfreiheit.
- 26 Das Jerusalem im Himmel dagegen ist frei. Das ist unsere Mutter.
- 27 Denn in der Heiligen Schrift steht: »Freu dich, du Unfruchtbare, obwohl du keine Kinder bekommst. Juble laut, obwohl du keine Wehen hast. Denn die verlassene Frau hat jetzt mehr Kinder als die Frau, die einen Mann hat.«
- 28 Brüder und Schwestern! Ihr gehört wie Isaak zu den Kindern, die ihr Leben dem Versprechen Gottes verdanken.
- 29 Es ist aber genau wie damals: Der Sohn, der auf natürliche Weise gezeugt wurde, verfolgt den anderen – den, der sein Leben vom Geist Gottes hatte.
- 30 Doch was steht dazu in der Heiligen Schrift? »Jag die Magd und ihren Sohn fort. Denn der Sohn der unfreien Magd darf nicht zusammen mit dem Sohn der freien Frau erben.«
- 31 Brüder und Schwestern, das alles zeigt doch: Wir sind nicht Kinder der Magd. Im Gegenteil: Wir sind Kinder der freien Frau!
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