욥기 30장 Schlachter (1951)
Schlachter (1951) · 독일어 · 욥기 (Job) · 31절
- 1 Jetzt aber lachen über mich, die an Jahren jünger sind als ich, deren Väter ich verschmäht hätte, sie neben die Hunde meiner Herde zu setzen.
- 2 Wozu konnte die Arbeit ihrer Hände mir dienen, da es ihnen an ungebrochener Kraft gebrach?
- 3 Durch Mangel und Hunger abgezehrt, benagten sie das dürre Land, welches längst wüste und verödet war.
- 4 Sie pflückten die Melde ab beim Gesträuch, und die Ginsterwurzel war ihr Brot.
- 5 Aus der Gemeinde wurden sie gejagt, man schrie über sie wie über Diebe.
- 6 In grausigen Schluchten müssen sie wohnen, in Erdlöchern und Felsenhöhlen.
- 7 Im Gebüsche kreischen sie und liegen unter Nesseln hingestreckt.
- 8 Kinder von Narren, Kinder Ehrloser, sind sie aus ihrem Lande verstoßen.
- 9 Und deren Spottlied bin ich nun geworden und diene ihnen zum Geschwätz.
- 10 Sie verabscheuen und fliehen mich, und vor meinem Angesicht sparen sie den Speichel nicht.
- 11 Denn meine Sehne hat Er aufgelöst und mich gebeugt, darum lassen sie den Zügel schießen vor mir.
- 12 Zu meiner Rechten erhebt sich die Brut. Sie lassen meinen Füßen keine Ruhe und bahnen ihre Unheilswege gegen mich.
- 13 Meinen Pfad haben sie zerstört, zu meinem Falle helfen sie, die keinen Helfer haben.
- 14 Wie durch eine weite Bresche fallen sie über mich her, unter Kriegsgeschrei wälzen sie sich daher.
- 15 Es ist Schrecken über mich gekommen; meine Ehre ist wie der Wind verflogen; und wie eine Wolke ist mein Heil vorübergegangen.
- 16 Und nun ergießt sich meine Seele in mir, denn die Tage meines Elends haben mich ergriffen.
- 17 Die Nacht durchbohrt mein Gebein, und meine nagenden Schmerzen schlafen nicht;
- 18 durch ihre große Heftigkeit verändert sich mein Kleid, wie ein Hemd umschließt es mich.
- 19 Er hat mich in den Kot geworfen, und ich bin wie Staub und Asche geworden.
- 20 Ich schreie zu dir, und du antwortest mir nicht, ich stehe da, und du beobachtest mich.
- 21 Du hast dich mir in einen unbarmherzigen Feind verwandelt, mit deiner gewaltigen Hand widerstehst du mir.
- 22 Du setzest mich dem Wind aus und lässest mich dahinfahren, daß mir jeder Halt entschwindet.
- 23 Denn ich weiß, daß du mich zum Tode führen wirst, ins Haus, wo alle Lebendigen zusammenkommen.
- 24 Wahrlich, kein Bittender hat seine Hand ausgestreckt, wenn er in seinem Unglück schrie,
- 25 daß ich nicht mit ihm geweint hätte in böser Zeit und meine Seele sich nicht um den Armen bekümmert hätte!
- 26 Aber ich habe auf Gutes gehofft, und es kam Übel, ich habe auf das Licht gewartet, und es ist Finsternis gekommen.
- 27 Meine Eingeweide wallen und wollen nicht stille werden; die Tage meines Jammers sind mir begegnet.
- 28 Traurig gehe ich einher, ohne Sonne; ich bin in der Gemeinde aufgestanden und habe um Hilfe geschrieen.
- 29 Ich bin ein Bruder geworden der Schakale und ein Gefährte der jungen Strauße.
- 30 Meine Haut ist schwarz geworden an mir, und meine Gebeine sind vor Hitze verdorrt.
- 31 Meine Harfe ist zu einem Trauerlied geworden und mein Flötenspiel zu lautem Weinen.
- 📚 Schlachter (1951) 책 목록
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