시편 78편 Schlachter (1951)
Schlachter (1951) · 독일어 · 시편 (Psalms) · 72절
- 1 Eine Unterweisung; von Asaph. Höre, mein Volk, meine Lehre, neiget eure Ohren zu den Reden meines Mundes!
- 2 Ich will meinen Mund zu einem Spruche öffnen, will Rätsel vortragen aus alter Zeit,
- 3 was wir gehört und gelernt und was unsre Väter uns erzählt haben.
- 4 Es wurde ihren Söhnen nicht vorenthalten, sondern sie haben dem spätern Geschlecht den Ruhm des HERRN erzählt, seine Macht und seine Wunder, die er getan,
- 5 nämlich, daß er ein Zeugnis aufstellte in Jakob und ein Gesetz gab in Israel, von welchem er unsern Vätern befahl, es ihren Kindern kundzutun,
- 6 damit das spätere Geschlecht es wisse, die Kinder, die noch sollten geboren werden, und damit auch sie, wenn sie aufgewachsen wären, es ihren Kindern erzählten;
- 7 daß diese auf Gott ihr Vertrauen setzten und nicht vergäßen die Taten Gottes und seine Gebote befolgten
- 8 und nicht würden wie ihre Väter, ein abtrünniges und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das kein festes Herz hatte, und dessen Geist nicht treu war gegen Gott.
- 9 Die Kinder Ephraims, geübte Bogenschützen, wandten um am Tage der Schlacht.
- 10 Sie bewahrten den Bund Gottes nicht und wollten nicht nach seinem Gesetze wandeln.
- 11 Und sie vergaßen seine Taten und seine Wunder, die er ihnen erzeigt.
- 12 Vor ihren Vätern hatte er Wunder getan im Lande Ägypten, im Gefilde Zoan.
- 13 Er spaltete das Meer und führte sie hindurch und türmte die Wasser auf wie einen Damm,
- 14 und leitete sie bei Tag mit einer Wolke und während der ganzen Nacht mit einem hellen Feuer.
- 15 Er spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie wie mit großen Fluten,
- 16 und ließ Bäche aus dem Felsen hervorspringen und Wasser herabfließen in Strömen.
- 17 Dennoch fuhren sie fort, wider ihn zu sündigen und den Höchsten zu erzürnen in der Wüste.
- 18 Und sie versuchten Gott in ihrem Herzen, indem sie Speise forderten nach ihrem Gelüste.
- 19 Und sie redeten wider Gott und sprachen: »Kann Gott einen Tisch bereiten in der Wüste?
- 20 Siehe, er hat den Felsen geschlagen, daß Wasser flossen und Bäche sich ergossen. Kann er aber auch Brot geben? Wird er seinem Volke Fleisch verschaffen?«
- 21 Darum, als der HERR das hörte, ward er entrüstet, und Feuer entbrannte wider Jakob, ja, Zorn stieg auf über Israel,
- 22 weil sie Gott nicht glaubten und nicht auf seine Hilfe vertrauten.
- 23 Und er gebot den Wolken droben und öffnete die Türen des Himmels;
- 24 und er ließ Manna auf sie regnen zum Essen und gab ihnen Himmelskorn.
- 25 Der Mensch aß Engelsbrot; er sandte ihnen Speise genug.
- 26 Er erregte den Ostwind am Himmel und führte durch seine Kraft den Südwind herbei,
- 27 ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und beschwingte Vögel wie Sand am Meer,
- 28 und ließ sie fallen mitten in ihr Lager, rings um ihre Wohnung her.
- 29 Da aßen sie und wurden allzu satt; was sie gewünscht hatten, gewährte er ihnen.
- 30 Sie hatten sich ihres Gelüstes noch nicht entschlagen, und ihre Speise war noch in ihrem Munde,
- 31 als der Zorn Gottes sich wider sie erhob und die Fetten unter ihnen erwürgte und die Jungmannschaft Israels darniederstürzte.
- 32 Trotz alledem sündigten sie weiter und glaubten nicht an seine Wunder.
- 33 Darum ließ er ihre Tage wie einen Hauch vergehen und ihre Jahre durch plötzlichen Untergang.
- 34 Wenn er sie tötete, so suchten sie ihn und kehrten sich wieder zu Gott
- 35 und dachten daran, daß Gott ihr Fels sei, und Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
- 36 Aber sie heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen mit ihren Zungen;
- 37 denn ihr Herz war nicht aufrichtig gegen ihn, und sie hielten nicht treu an seinem Bund.
- 38 Er aber war barmherzig und vergab die Schuld und vertilgte sie nicht und hat oftmals seinen Zorn abgewandt und nicht allen seinen Grimm erweckt;
- 39 denn er dachte daran, daß sie Fleisch seien, ein Wind, der hinfährt und nicht wiederkehrt.
- 40 Wie oft empörten sie sich wider ihn in der Wüste und betrübten ihn in der Einöde!
- 41 Und sie versuchten Gott immer wieder und kränkten den Heiligen Israels.
- 42 Sie sind seiner Hand nicht eingedenk gewesen, des Tages, da er sie vom Feinde erlöste;
- 43 da er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder im Gefilde Zoan;
- 44 als er ihre Ströme in Blut verwandelte und ihre Bäche, so daß man nicht trinken konnte;
- 45 da er Ungeziefer unter sie sandte, das sie fraß, und Frösche, die sie verderbten;
- 46 da er den Fressern ihre Früchte gab und den Heuschrecken ihre Erzeugnisse;
- 47 da er ihre Weinstöcke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbäume mit Schlossen
- 48 und ihr Vieh dem Hagel preisgab und ihre Herden den Wetterstrahlen;
- 49 da er gegen sie die Glut seines Zornes entsandte, Grimm und Ungnade und Drangsal, Scharen von Unglücksengeln;
- 50 da er seinem Zorn den Lauf ließ, ihre Seele nicht vor dem Tod bewahrte, sondern ihr Leben der Pest preisgab;
- 51 da er alle Erstgeburt in Ägypten schlug, die Erstlinge ihrer Kraft in den Hütten Hams.
- 52 Und er ließ sein Volk ausziehen wie Schafe und leitete sie wie eine Herde in der Wüste
- 53 und führte sie sicher, daß sie sich nicht fürchteten; ihre Feinde aber bedeckte das Meer.
- 54 Und er brachte sie in die Grenzen seines Heiligtums; zu diesem Berg, den seine Rechte erworben.
- 55 Und er vertrieb vor ihnen her die Heiden und teilte ihnen das Erbe aus mit der Meßschnur und ließ in ihren Zelten die Stämme Israels wohnen.
- 56 Aber sie versuchten und erzürnten den höchsten Gott und hielten seine Zeugnisse nicht,
- 57 sondern wichen zurück und fielen ab wie ihre Väter; sie gingen fehl wie ein trügerischer Bogen.
- 58 Und sie reizten ihn zum Zorn durch ihre Höhen und zur Eifersucht durch ihre Götzen.
- 59 Gott hörte es und entrüstete sich und verabscheute Israel sehr.
- 60 Und er verließ seine Wohnung zu Silo, das Zelt, wo er unter den Menschen wohnte,
- 61 und gab seine Macht in Gefangenschaft und seine Herrlichkeit in Feindeshand,
- 62 und überlieferte sein Volk dem Schwert und war entrüstet über sein Erbe.
- 63 Seine Jünglinge hat das Feuer verzehrt, und seine Jungfrauen mußten ohne Brautlied bleiben.
- 64 Seine Priester sind durchs Schwert gefallen, und seine Witwen konnten nicht weinen.
- 65 Da erwachte der Herr wie ein Schlafender, wie ein Starker, der sich Mut zugetrunken.
- 66 Und er schlug seine Feinde zurück, ewige Schande fügte er ihnen zu.
- 67 Und er verwarf das Zelt Josephs und erwählte nicht den Stamm Ephraim,
- 68 sondern erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebt.
- 69 Und er baute sein Heiligtum wie Himmelshöhen, gleich der Erde, die er auf ewig gegründet hat.
- 70 Und er erwählte seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafhürden weg.
- 71 Da er den tragenden Schafen nachging, holte er ihn, daß er weiden sollte Jakob, sein Volk, und Israel, sein Erbe.
- 72 Und er weidete sie mit aller Treue seines Herzens und leitete sie mit geschickter Hand.
- 📚 Schlachter (1951) 책 목록
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