전도서 7장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 전도서 (Ecclesiastes) · 29절
- 1 Ein gut Gerücht ist besser denn gute Salbe und der Tag des Todes weder der Tag der Geburt.
- 2 Es ist besser, in das Klaghaus gehen denn in das Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt's zu Herzen.
- 3 Es ist Trauern besser denn Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert.
- 4 Das Herz der Weisen ist im Klaghause und das Herz der Narren im Hause der Freuden.
- 5 Es ist besser hören das Schelten des Weisen denn hören den Gesang der Narren.
- 6 Denn das Lachen des Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Töpfen; und das ist auch eitel.
- 7 Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildes Herz.
- 8 Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist.
- 9 Sei nicht schnelles Gemüts zu zürnen; denn Zorn ruhet im Herzen eines Narren.
- 10 Sprich nicht: Was ist's, daß die vorigen Tage besser waren denn diese? Denn du fragest solches nicht weislich.
- 11 Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft, daß sich einer der Sonne freuen kann.
- 12 Denn die Weisheit beschirmet, so beschirmet Geld auch; aber die Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat.
- 13 Siehe an die Werke GOttes, denn wer kann das schlecht machen, das er krümmet?
- 14 Am guten Tage sei guter Dinge und den bösen Tag nimm auch für gut; denn diesen schaffet GOtt neben jenem, daß der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist.
- 15 Allerlei habe ich gesehen die Zeit über meiner Eitelkeit. Da ist ein Gerechter und gehet unter in seiner Gerechtigkeit, und ist ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit.
- 16 Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, daß du dich nicht verderbest!
- 17 Sei nicht allzu gottlos und narre nicht, daß du nicht sterbest zur Unzeit!
- 18 Es ist gut, daß du dies fassest und jenes auch nicht aus deiner Hand lässest; denn wer GOtt fürchtet, der entgehet dem allem.
- 19 Die Weisheit stärkt den Weisen mehr denn zehn Gewaltige, die in der Stadt sind.
- 20 Denn es ist kein Mensch auf Erden, der Gutes tue und nicht sündige.
- 21 Nimm auch nicht zu Herzen alles, was man sagt, daß du nicht hören müssest deinen Knecht dir fluchen.
- 22 Denn dein Herz weiß, daß du andern auch oftmals geflucht hast.
- 23 Solches alles habe ich versucht weislich. Ich gedachte, ich will weise sein; sie kam aber ferner von mir.
- 24 Es ist ferne; was wird's sein? und ist sehr tief; wer will's finden?
- 25 Ich kehrete mein Herz, zu erfahren und zu erforschen und zu suchen Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der Tollen,
- 26 und fand, daß ein solches Weib, welches Herz Netz und Strick ist und ihre Hände Bande sind, bitterer sei denn der Tod. Wer GOtt gefällt, der wird ihr entrinnen; aber der Sünder wird durch sie gefangen.
- 27 Schaue, das habe ich funden, spricht der Prediger, eins nach dem andern, daß ich Kunst erfände.
- 28 Und meine Seele sucht noch und hat es nicht funden. Unter tausend habe ich einen Menschen funden, aber kein Weib habe ich unter den allen funden.
- 29 Alleine schaue das, ich habe funden, daß GOtt den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viel Künste.
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