욥기 9장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 35절
- 1 Hiob antwortete und sprach:
- 2 Ja, ich weiß fast wohl, daß also ist, daß ein Mensch nicht rechtfertig bestehen mag gegen GOtt.
- 3 Hat er Lust, mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten.
- 4 Er ist weise und mächtig wem ist's je gelungen, der sich wider ihn gelegt hat?
- 5 Er versetzt Berge, ehe sie es inne werden, die er in seinem Zorn umkehret.
- 6 Er weget ein Land aus seinem Ort, daß seine Pfeiler zittern.
- 7 Er spricht zur Sonne, so gehet sie nicht auf, und versiegelt die Sterne.
- 8 Er breitet den Himmel aus allein und gehet auf den Wogen des Meers.
- 9 Er machet den Wagen am Himmel und Orion und die Glucke und die Sterne gegen Mittag.
- 10 Er tut große Dinge, die nicht zu forschen sind, und Wunder, deren keine Zahl ist.
- 11 Siehe, er gehet vor mir über, ehe ich's gewahr werde, und verwandelt sich, ehe ich's merke.
- 12 Siehe, wenn er geschwind hinfähret, wer will ihn wiederholen? Wer will zu ihm sagen: Was machst du?
- 13 Er ist GOtt, seinen Zorn kann niemand stillen; unter ihm müssen sich beugen die stolzen Herren.
- 14 Wie sollt ich denn ihm antworten und Worte finden gegen ihn?
- 15 Wenn ich auch gleich recht habe, kann ich ihm dennoch nicht antworten sondern ich müßte um mein Recht flehen.
- 16 Wenn ich ihn schon anrufe, und er mich erhöret, so glaube ich doch nicht, daß er meine Stimme höre.
- 17 Denn er fähret über mich mit Ungestüm und macht mir der Wunden viel ohne Ursache.
- 18 Er läßt meinen Geist sich nicht erquicken, sondern macht mich voll Betrübnis.
- 19 Will man Macht; so ist er zu mächtig; will man Recht, wer will mein Zeuge sein?
- 20 Sage ich, daß ich gerecht bin; so verdammet er mich doch; bin ich fromm, so macht er mich doch zu Unrecht.
- 21 Bin ich denn fromm, so darf sich's meine Seele nicht annehmen. Ich begehre keines Lebens mehr.
- 22 Das ist das Eine, das ich gesagt habe: Er bringet um beide den Frommen und Gottlosen.
- 23 Wenn er anhebt zu geißeln, so dringet er fort bald zum Tode und spottet der Anfechtung der Unschuldigen.
- 24 Das Land aber wird gegeben unter die Hand des Gottlosen, daß er ihre Richter unterdrücke. Ist's nicht also? Wie sollte es anders sein?
- 25 Meine Tage sind schneller gewesen denn ein Läufer; sie sind geflohen und haben nichts Gutes erlebt.
- 26 Sie sind vergangen wie die starken Schiffe, wie ein Adler fleugt zur Speise.
- 27 Wenn ich gedenke, ich will meiner Klage vergessen und meine Gebärde lassen fahren und mich erquicken,
- 28 so fürchte ich alle meine Schmerzen, weil ich weiß, daß du mich nicht unschuldig sein lässest.
- 29 Bin ich denn gottlos, warum leide ich denn solche vergebliche Plage?
- 30 Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wünsche und reinigte meine Hände mit dem Brunnen,
- 31 so wirst du mich doch tunken in Kot, und werden mir meine Kleider scheußlich anstehen.
- 32 Denn er ist nicht meinesgleichen, dem ich antworten möchte, daß wir vor Gericht miteinander kämen.
- 33 Es ist unter uns kein Schiedsmann, noch der seine Hand zwischen uns beide lege.
- 34 Er nehme von mir seine Rute und lasse sein Schrecken von mir,
- 35 daß ich möge reden und mich nicht vor ihm fürchten dürfe; sonst kann ich nichts tun, das für mich sei.
Luther (1545) — getbible.net(CrossWire SWORD 모듈)에서 가져옴 · 라이선스: 공개 도메인 (Public Domain) · 출처 ↗