욥기 36장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 33절
- 1 Elihu redete weiter und sprach:
- 2 Harre mir noch ein wenig, ich will dir's zeigen; denn ich habe noch von GOttes wegen was zu sagen.
- 3 Ich will meinen Verstand weit holen und meinen Schöpfer beweisen, daß er recht sei.
- 4 Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein, mein Verstand soll ohne Wandel vor dir sein.
- 5 Siehe, GOtt verwirft die Mächtigen nicht; denn er ist auch mächtig von Kraft des Herzens.
- 6 Den Gottlosen erhält er nicht, sondern hilft dem Elenden zum Rechten.
- 7 Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten und die Könige läßt er sitzen auf dem Thron immerdar, daß sie hoch bleiben.
- 8 Und wo Gefangene liegen in Stöcken und gebunden mit Stricken elendiglich,
- 9 so verkündiget er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugend, daß sie mit Gewalt gefahren haben.
- 10 Und öffnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, daß sie sich von dem Unrechten bekehren sollen.
- 11 Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben.
- 12 Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen, ehe sie es gewahr werden.
- 13 Die Heuchler, wenn sie der Zorn trifft, schreien sie nicht, wenn sie gefangen liegen;
- 14 so wird ihre Seele mit Qual sterben und ihr Leben unter den Hurern.
- 15 Aber den Elenden wird er aus seinem Elend erretten und dem Armen das Ohr öffnen in Trübsal.
- 16 Er wird dich reißen aus dem weiten Rachen der Angst, die keinen Boden hat; und dein Tisch wird Ruhe haben, voll alles Guten.
- 17 Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, daß ihre Sache und Recht erhalten wird.
- 18 Siehe zu, daß dich nicht vielleicht Zorn beweget habe, jemand zu plagen, oder groß Geschenk dich nicht gebeuget habe.
- 19 Meinest du, daß er deine Gewalt achte, oder Gold, oder irgend eine Stärke oder Vermögen?
- 20 Du darfst der Nacht nicht begehren, die Leute an ihrem Ort zu überfallen.
- 21 Hüte dich und kehre dich nicht zum Unrecht, wie du denn vor Elend angefangen hast.
- 22 Siehe, GOtt ist zu hoch in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist?
- 23 Wer will über ihn heimsuchen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: Du tust unrecht?
- 24 Gedenke, daß du sein Werk nicht wissest, wie die Leute singen.
- 25 Denn alle Menschen sehen das, die Leute schauen's von ferne.
- 26 Siehe, GOtt ist groß und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand forschen.
- 27 Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen,
- 28 daß die Wolken fließen und triefen sehr auf die Menschen.
- 29 Wenn er vornimmt, die Wolken auszubreiten, wie sein hoch Gezelt,
- 30 siehe, so breitet er aus seinen Blitz über dieselben und bedecket alle Enden des Meers.
- 31 Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Fülle.
- 32 Er decket den Blitz wie mit Händen und heißt es doch wiederkommen.
- 33 Davon zeuget sein Geselle, nämlich des Donners Zorn in Wolken.
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