욥기 3장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 26절
- 1 Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
- 2 Und Hiob sprach:
- 3 Der Tag müsse verloren sein, darinnen ich geboren bin, und die Nacht, da man sprach: Es ist ein Männlein empfangen.
- 4 Derselbe Tag müsse finster sein, und GOtt von oben herab müsse nicht nach ihm fragen; kein Glanz müsse über ihn scheinen.
- 5 Finsternis und Dunkel müssen ihn überwältigen, und dicke Wolken müssen über ihm bleiben, und der Dampf am Tage mache ihn gräßlich.
- 6 Die Nacht müsse ein Dunkel einnehmen, und müsse sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen, noch in die Zahl der Monden kommen.
- 7 Siehe, die Nacht müsse einsam sein und kein Jauchzen drinnen sein.
- 8 Es verfluchen sie die Verflucher des Tages, und die da bereit sind, zu erwecken den Leviathan.
- 9 Ihre Sterne müssen finster sein in ihrer Dämmerung; sie hoffe aufs Licht und komme nicht und müsse nicht sehen die Augenbrauen der Morgenröte,
- 10 daß sie nicht verschlossen hat die Tür meines Leibes und nicht verborgen das Unglück vor meinen Augen.
- 11 Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warum bin ich nicht umkommen, da ich aus dem Leibe kam?
- 12 Warum hat man mich auf den Schoß gesetzet? Warum bin ich mit Brüsten gesäuget?
- 13 So läge ich doch nun und wäre stille, schliefe und hätte Ruhe
- 14 mit den Königen und Ratsherren auf Erden, die das Wüste bauen;
- 15 oder mit den Fürsten, die Gold haben und ihre Häuser voll Silbers sind;
- 16 oder wie eine unzeitige Geburt verborgen und nichts wäre, wie die jungen Kinder, die das Licht nie gesehen haben.
- 17 Daselbst müssen doch aufhören die Gottlosen mit Toben; daselbst ruhen doch, die viel Mühe gehabt haben.
- 18 Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen und hören nicht die Stimme des Drängers.
- 19 Da sind beide klein und groß, Knecht und der von seinem Herrn frei gelassen ist.
- 20 Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen und das Leben den betrübten Herzen,
- 21 (die des Todes warten und kommt nicht, und grüben ihn wohl aus dem Verborgenen,
- 22 die sich fast freuen und sind fröhlich, daß sie das Grab bekommen,)
- 23 und dem Manne, des Weg verborgen ist, und GOtt vor ihm denselben bedecket?
- 24 Denn wenn ich essen soll, muß ich seufzen, und mein Heulen fähret heraus wie Wasser.
- 25 Denn das ich gefürchtet habe, ist über mich kommen, und das ich sorgte, hat mich getroffen.
- 26 War ich nicht glückselig? War ich nicht fein stille? Hatte ich nicht gute Ruhe? Und kommt solche Unruhe!
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