욥기 21장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 34절
- 1 Hiob antwortete und sprach:
- 2 Höret doch zu meiner Rede und lasset euch raten!
- 3 Vertraget mich, daß ich auch rede, und spottet danach mein.
- 4 Handele ich denn mit einem Menschen, daß mein Mut hierin nicht sollte unwillig sein?
- 5 Kehret euch her zu mir; ihr werdet sauer sehen und die Hand aufs Maul legen müssen.
- 6 Wenn ich daran gedenke, so erschrecke ich, und Zittern kommt mein Fleisch an.
- 7 Warum leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu mit Gütern?
- 8 Ihr Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkömmlinge sind bei ihnen.
- 9 Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht, und GOttes Rute ist nicht über ihnen.
- 10 Seine Ochsen lässet man zu, und mißrät ihm nicht; seine Kuh kalbet und ist nicht unfruchtbar.
- 11 Ihre jungen Kinder gehen aus wie eine Herde, und ihre Kinder lecken.
- 12 Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind fröhlich mit Pfeifen.
- 13 Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken kaum einen Augenblick vor der Hölle,
- 14 die doch sagen zu GOtt: Hebe dich von uns, wir wollen von deinen Wegen nicht wissen.
- 15 Wer ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen sollten, oder was sind wir gebessert, so wir ihn anrufen?
- 16 Aber siehe, ihr Gut stehet nicht in ihren Händen; darum soll der Gottlosen Sinn ferne von mir sein.
- 17 Wie wird die Leuchte der Gottlosen verlöschen und ihr Unglück über sie kommen! Er wird Herzeleid austeilen in seinem Zorn.
- 18 Sie werden sein wie Stoppeln vor dem Winde und wie Spreu, die der Sturmwind wegführet.
- 19 GOtt behält desselben Unglück auf seine Kinder. Wenn er's ihm vergelten wird, so wird man's inne werden.
- 20 Seine Augen werden sein Verderben sehen, und vom Grimm des Allmächtigen wird er trinken.
- 21 Denn wer wird Gefallen haben an seinem Hause nach ihm? Und die Zahl seiner Monden wird kaum halb bleiben.
- 22 Wer will GOtt lehren, der auch die Hohen richtet?
- 23 Dieser stirbt frisch und gesund in allem Reichtum und voller Genüge;
- 24 sein Melkfaß ist voll Milch, und seine Gebeine werden gemästet mit Mark;
- 25 jener aber stirbt mit betrübter Seele und hat nie mit Freuden gegessen;
- 26 und liegen gleich miteinander in der Erde, und Würmer decken sie zu.
- 27 Siehe, ich kenne eure Gedanken wohl und euer frevel Vornehmen wider mich.
- 28 Denn ihr sprechet: Wo ist das Haus des Fürsten, und wo ist die Hütte, da die Gottlosen wohneten?
- 29 Redet ihr doch davon wie der gemeine Pöbel und merket nicht, was jener Wesen bedeutet.
- 30 Denn der Böse wird behalten auf den Tag des Verderbens, und auf den Tag des Grimms bleibet er.
- 31 Wer will sagen, was er verdienet, wenn man's äußerlich ansiehet? Wer will ihm vergelten, was er tut?
- 32 Aber er wird zum Grabe gerissen und muß bleiben bei dem Haufen.
- 33 Es gefiel ihm wohl der Schlamm des Bachs, und alle Menschen werden ihm nachgezogen; und derer, die vor ihm gewesen sind, ist keine Zahl.
- 34 Wie tröstet ihr mich so vergeblich, und eure Antwort findet sich unrecht.
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