욥기 19장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 29절
- 1 Hiob antwortete und sprach:
- 2 Was plaget ihr doch meine Seele und peiniget mich mit Worten?
- 3 Ihr habt mich nun zehnmal gehöhnet und schämet euch nicht, daß ihr mich also umtreibet.
- 4 Irre ich, so irre ich mir.
- 5 Aber ihr erhebet euch wahrlich wider mich und scheltet mich zu meiner Schmach.
- 6 Merket doch einst, daß mir GOtt unrecht tut und hat mich mit seinem Jagestrick umgeben.
- 7 Siehe, ob ich schon schreie über Frevel, so werde ich doch nicht erhöret; ich rufe, und ist kein Recht da.
- 8 Er hat meinen Weg verzäunet, daß ich nicht kann hinübergehen, und hat Finsternis auf meinen Steig gestellet.
- 9 Er hat meine Ehre mir ausgezogen und die Krone von meinem Haupt genommen.
- 10 Er hat mich zerbrochen um und um und läßt mich gehen, und hat ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum.
- 11 Sein Zorn ist über mich ergrimmet, und er achtet mich für seinen Feind.
- 12 Seine Kriegsleute sind miteinander kommen und haben ihren Weg über mich gepflastert und haben sich um meine Hütte her gelagert.
- 13 Er hat meine Brüder ferne von mir getan, und meine Verwandten sind mir fremd worden.
- 14 Meine Nächsten haben sich entzogen, und meine Freunde haben mein vergessen.
- 15 Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich für fremd, ich bin unbekannt worden vor ihren Augen.
- 16 Ich rief meinem Knecht, und er antwortete mir nicht; ich mußte ihm flehen mit eigenem Munde.
- 17 Mein Weib stellet sich fremd, wenn ich ihr rufe; ich muß flehen den Kindern meines Leibes.
- 18 Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich; wenn ich mich wider sie setze, so geben sie mir böse Worte.
- 19 Alle meine Getreuen haben Greuel an mir; und die ich liebhatte, haben sich wider mich gekehret.
- 20 Mein Gebein hanget an meiner Haut und Fleisch, und kann meine Zähne mit der Haut nicht bedecken.
- 21 Erbarmet euch mein, erbarmet euch mein, ihr, meine Freunde; denn die Hand GOttes hat mich gerühret.
- 22 Warum verfolget ihr mich gleich so wohl als GOtt und könnet meines Fleisches nicht satt werden?
- 23 Ach, daß meine Reden geschrieben würden! Ach, daß sie in ein Buch gestellet würden,
- 24 mit einem eisernen Griffel auf Blei und zu ewigem Gedächtnis in einen Fels gehauen würden!
- 25 Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebet; und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken;
- 26 und werde danach mit dieser meiner Haut umgeben werden und werde in meinem Fleisch GOtt sehen.
- 27 Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen werden ihn schauen, und kein Fremder. Meine Nieren sind verzehret in meinem Schoß.
- 28 Denn ihr sprechet: Wie wollen wir ihn verfolgen und eine Sache zu ihm finden?
- 29 Fürchtet euch vor dem Schwert; denn das Schwert ist der Zorn über die Missetat, auf daß ihr wisset, daß ein Gericht sei.
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