욥기 15장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 욥기 (Job) · 35절
- 1 Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
- 2 Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blähen mit losen Reden?
- 3 Du strafest mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist kein nütze.
- 4 Du hast die Furcht fahren lassen und redest zu verächtlich vor GOtt.
- 5 Denn deine Missetat lehret deinen Mund also, und hast erwählet eine schalkhafte Zunge.
- 6 Dein Mund wird dich verdammen, und nicht ich; deine Lippen sollen dir antworten.
- 7 Bist du der erste Mensch geboren? Bist du vor allen Hügeln empfangen?
- 8 Hast du GOttes heimlichen Rat gehöret? und ist die Weisheit selbst geringer denn du?
- 9 Was weißt du, das wir nicht wissen? Was verstehest du, das nicht bei uns sei?
- 10 Es sind Graue und Alte unter uns, die länger gelebt haben denn deine Väter.
- 11 Sollten GOttes Tröstungen so geringe vor dir gelten? Aber du hast irgend noch ein heimlich Stück bei dir.
- 12 Was nimmt dein Herz vor? Was siehest du so stolz?
- 13 Was setzt sich dein Mut wider GOtt, daß du solche Rede aus deinem Munde lässest?
- 14 Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß der sollte gerecht sein, der vom Weibe geboren ist?
- 15 Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die Himmel sind nicht rein vor ihm.
- 16 Wie viel mehr ein Mensch, der ein Greuel und schnöde ist, der Unrecht säuft wie Wasser.
- 17 Ich will dir's zeigen, höre mir zu; und will dir erzählen was ich gesehen habe,
- 18 was die Weisen gesagt haben, und ihren Vätern nicht verhohlen gewesen ist,
- 19 welchen allein das Land gegeben ist, daß kein Fremder durch sie gehen muß.
- 20 Der Gottlose bebet sein Leben lang; und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen.
- 21 Was er höret, das schrecket ihn; und wenn's gleich Friede ist, fürchtet er sich, der Verderber komme;
- 22 glaubt nicht, daß er möge dem Unglück entrinnen, und versiehet sich immer des Schwerts.
- 23 Er zeucht hin und hernach Brot und dünket ihn immer, die Zeit seines Unglücks sei vorhanden.
- 24 Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder als ein König mit einem Heer.
- 25 Denn er hat seine Hand wider GOtt gestrecket und wider den Allmächtigen sich gesträubet.
- 26 Er läuft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarriglich wider ihn.
- 27 Er brüstet sich wie ein fetter Wanst und macht sich fett und dick.
- 28 Er wird aber wohnen in verstörten Städten, da keine Häupter sind, sondern auf einem Haufen liegen.
- 29 Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande.
- 30 Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren und durch den Odem ihres Mundes ihn wegfressen.
- 31 Er wird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dünkel betrogen, und eitel wird sein Lohn werden.
- 32 Er wird ein Ende nehmen, wenn's ihm uneben ist, und sein Zweig wird nicht grünen.
- 33 Er wird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein Ölbaum seine Blüte abwirft.
- 34 Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben, und das Feuer wird die Hütten fressen, die Geschenke nehmen.
- 35 Er gehet schwanger mit Unglück und gebiert Mühe, und ihr Bauch bringet Fehl.
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