시편 104편 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 시편 (Psalms) · 35절
- 1 Lobe den HErrn, meine Seele! HErr, mein GOtt, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.
- 2 Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;
- 3 du wölbest es oben mit Wasser; du fährest auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes
- 4 der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen;
- 5 der du das Erdreich gründest auf seinen Boden, daß es bleibt immer und ewiglich.
- 6 Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen über den Bergen.
- 7 Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin.
- 8 Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast.
- 9 Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken.
- 10 Du lässest Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hinfließen,
- 11 daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche.
- 12 An denselben sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.
- 13 Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Früchte, die du schaffest.
- 14 Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest,
- 15 und daß der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt schön werde von Öl, und das Brot des Menschen Herz stärke;
- 16 daß die Bäume des HErrn voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzet hat.
- 17 Daselbst nisten die Vögel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.
- 18 Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinklüfte der Kaninchen.
- 19 Du machest den Mond, das Jahr danach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang.
- 20 Du machest Finsternis, daß Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,
- 21 die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von GOtt.
- 22 Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in ihre Löcher.
- 23 So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.
- 24 HErr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet und die Erde ist voll deiner Güter.
- 25 Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide große und kleine Tiere.
- 26 Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie drinnen scherzen.
- 27 Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.
- 28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättiget.
- 29 Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.
- 30 Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde.
- 31 Die Ehre des HErrn ist ewig; der HErr hat Wohlgefallen an seinen Werken.
- 32 Er schauet die Erde an, so bebet sie; er rühret die Berge an, so rauchen sie.
- 33 Ich will dem HErrn singen mein Leben lang und meinen GOtt loben, solange ich bin.
- 34 Meine Rede müsse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HErrn.
- 35 Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HErrn, meine Seele! Halleluja!
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