마태복음 22장 Luther (1545)
Luther (1545) · 독일어 · 마태복음 (Matthew) · 46절
- 1 Und JEsus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach:
- 2 Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit machte.
- 3 Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen.
- 4 Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles bereit; kommet zur Hochzeit!
- 5 Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung.
- 6 Etliche aber griffen seine Knechte, höhneten und töteten sie.
- 7 Da das der König hörete, ward er zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an.
- 8 Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren es nicht wert.
- 9 Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet.
- 10 Und die Knechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute. Und die Tische wurden alle voll.
- 11 Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an,
- 12 und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereinkommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte.
- 13 Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn in die äußerste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappen;
- 14 denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet.
- 15 Da gingen die Pharisäer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede.
- 16 Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und lehrest den Weg GOttes recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen.
- 17 Darum sage uns, was dünket dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, oder nicht?
- 18 Da nun JEsus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich?
- 19 Weiset mir die Zinsmünze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar.
- 20 Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Überschrift?
- 21 Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und GOtt, was GOttes ist.
- 22 Da sie das höreten, verwunderten sie sich und ließen ihn und gingen davon.
- 23 An demselbigen Tage traten zu ihm die Sadduzäer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn
- 24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soll sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken.
- 25 Nun sind bei uns gewesen sieben Brüder. Der erste freiete und starb, und dieweil er nicht Samen hatte, ließ er sein Weib seinem Bruder.
- 26 Desselbengleichen der andere und der dritte bis an den siebenten.
- 27 Zuletzt nach allen starb auch das Weib.
- 28 Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt.
- 29 JEsus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die Kraft GOttes.
- 30 In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleich wie die Engel GOttes im Himmel.
- 31 Habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Auferstehung, das euch gesagt ist von GOtt, da er spricht:
- 32 Ich bin der GOtt Abrahams und der GOtt Isaaks und der GOtt Jakobs? GOtt aber ist nicht ein GOtt der Toten, sondern der Lebendigen.
- 33 Und da solches das Volk hörete, entsetzten sie sich über seine Lehre.
- 34 Da aber die Pharisäer höreten, daß er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich.
- 35 Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach:
- 36 Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?
- 37 JEsus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben GOtt, deinen HErrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.
- 38 Dies ist das vornehmste und größte Gebot.
- 39 Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
- 40 In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten.
- 41 Da nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie JEsus
- 42 und sprach: Wie dünket euch um Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids.
- 43 Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen HErrn, da er sagt:
- 44 Der HErr hat gesagt zu meinem HErrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße.
- 45 So nun David ihn einen HErrn nennet, wie ist er denn sein Sohn?
- 46 Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.
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