욥기 9장 Lutherbibel (2017)
Lutherbibel (2017) · 독일어 · 욥기 (Job) · 35절
- 1 Hiob antwortete und sprach:
- 2 Ja, ich weiß wohl, es ist so: Wie könnte ein Mensch recht behalten gegen Gott.
- 3 Hat er Lust, mit ihm zu streiten, so kann er ihm auf tausend nicht eines antworten.
- 4 Gott ist weise und mächtig; wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt?
- 5 Er versetzt Berge, ehe sie es innewerden; er stürzt sie um in seinem Zorn.
- 6 Er bewegt die Erde von ihrem Ort, dass ihre Pfeiler zittern.
- 7 Er spricht zur Sonne, so geht sie nicht auf, und versiegelt die Sterne.
- 8 Er allein breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers.
- 9 Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.
- 10 Er tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.
- 11 Siehe, er geht an mir vorüber, ohne dass ich’s gewahr werde, und wandelt vorbei, ohne dass ich’s merke.
- 12 Siehe, wenn er wegrafft, wer will ihm wehren? Wer will zu ihm sagen: Was machst du?
- 13 Gott wehrt seinem Zorn nicht; unter ihn mussten sich beugen die Helfer Rahabs.
- 14 Wie sollte dann ich ihm antworten und Worte finden vor ihm?
- 15 Wenn ich auch recht habe, so kann ich ihm doch nicht antworten, sondern ich müsste um mein Recht flehen.
- 16 Wenn ich ihn auch anrufe, dass er mir antwortet, so glaube ich nicht, dass er meine Stimme hört,
- 17 vielmehr greift er nach mir im Wettersturm und schlägt mir viele Wunden ohne Grund.
- 18 Er lässt mich nicht Atem schöpfen, sondern sättigt mich mit Bitternis.
- 19 Geht es um Macht und Gewalt: Er hat sie. Geht es um Recht: Wer will ihn vorladen?
- 20 Wäre ich gerecht, so müsste mich doch mein Mund verdammen; wäre ich unschuldig, so würde er mich doch schuldig sprechen.
- 21 Ich bin unschuldig! Ich möchte nicht mehr leben; ich verachte mein Leben.
- 22 Es ist eins, darum sage ich: Er bringt den Frommen um wie den Gottlosen.
- 23 Wenn seine Geißel plötzlich tötet, so spottet er über die Verzweiflung der Unschuldigen.
- 24 Die Erde ist in die Hand des Frevlers gegeben, und das Antlitz ihrer Richter verhüllt er. Wenn nicht er, wer anders sollte es tun?
- 25 Meine Tage sind schneller gewesen als ein Läufer; sie sind dahingeflohen und haben nichts Gutes erlebt.
- 26 Sie sind dahingefahren wie Schiffe aus Schilf, wie ein Adler herabstößt auf die Beute.
- 27 Wenn ich denke: Ich will meine Klage vergessen und mein Angesicht ändern und heiter bleiben,
- 28 so fürchte ich doch wieder alle meine Schmerzen, weil ich weiß, dass du mich nicht unschuldig sprechen wirst.
- 29 Ich soll ja doch schuldig sein! Warum mühe ich mich denn so vergeblich?
- 30 Wenn ich mich auch mit Schneewasser wüsche und reinigte meine Hände mit Lauge,
- 31 so wirst du mich doch eintauchen in die Grube, dass sich meine Kleider vor mir ekeln.
- 32 Denn er ist nicht ein Mensch wie ich, dem ich antworten könnte, dass wir miteinander vor Gericht gingen.
- 33 Kein Schiedsmann ist zwischen uns, der seine Hand auf uns beide legte!
- 34 Dass er seine Rute von mir nehme und sein Schrecken mich nicht mehr ängstige!
- 35 So wollte ich reden und mich nicht vor ihm fürchten, denn ich bin mir keiner Schuld bewusst.
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