욥기 34장 Lutherbibel (2017)
Lutherbibel (2017) · 독일어 · 욥기 (Job) · 37절
- 1 Und Elihu hob an und sprach:
- 2 Höret, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verständigen, merkt auf mich!
- 3 Denn das Ohr prüft die Rede, wie der Gaumen die Speise schmeckt.
- 4 Lasst uns ein Urteil finden, dass wir miteinander erkennen, was gut ist.
- 5 Denn Hiob hat gesagt: »Ich bin gerecht, doch Gott verweigert mir mein Recht;
- 6 ich soll lügen, obwohl ich recht habe, und mich quält der Pfeil, der mich traf, obwohl ich doch ohne Schuld bin.«
- 7 Wo ist so ein Mann wie Hiob, der Hohn trinkt wie Wasser
- 8 und auf dem Wege geht mit den Übeltätern und wandelt mit den gottlosen Leuten?
- 9 Denn er hat gesagt: »Es nützt dem Menschen nichts, wenn er Gottes Wohlgefallen sucht.«
- 10 Darum hört mir zu, ihr weisen Männer: Es sei ferne, dass Gott sollte gottlos handeln und der Allmächtige ungerecht;
- 11 sondern er vergilt dem Menschen, wie er verdient hat, und trifft einen jeden nach seinem Tun.
- 12 Ohne Zweifel, Gott tut niemals Unrecht, und der Allmächtige beugt das Recht nicht.
- 13 Wer hat ihm die Erde anvertraut? Und wer hat den ganzen Erdkreis hingestellt?
- 14 Wenn er nur an sich dächte, seinen Geist und Odem an sich zöge,
- 15 so würde alles Fleisch miteinander vergehen, und der Mensch würde wieder zu Staub werden.
- 16 Hast du nun Verstand, so höre das und merke auf die Stimme meiner Reden!
- 17 Kann denn regieren, wer das Recht hasst? Oder willst du den verdammen, der gerecht und mächtig ist,
- 18 der zum König sagt: »Du heilloser Mann«, und zu den Fürsten: »Ihr Frevler«,
- 19 der nicht ansieht die Person der Fürsten und achtet den Vornehmen nicht mehr als den Armen? Denn sie sind alle seiner Hände Werk.
- 20 Plötzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Mächtigen werden weggenommen ohne Menschenhand.
- 21 Denn seine Augen sehen auf eines jeden Weg, und er schaut auf alle ihre Schritte.
- 22 Es gibt keine Finsternis und kein Dunkel, wo sich verbergen könnten die Übeltäter.
- 23 Denn es wird niemand gesagt, wann er vor Gott zum Gericht erscheinen muss.
- 24 Er bringt die Stolzen um, ohne sie erst zu verhören, und stellt andere an ihre Stelle;
- 25 denn er kennt ihre Werke und er stürzt sie des Nachts, dass sie zerschlagen werden.
- 26 Er urteilt sie ab wie die Frevler an einem Ort, wo viele es sehen,
- 27 weil sie von ihm gewichen sind und verstanden keinen seiner Wege,
- 28 sodass das Schreien des Armen vor ihn kommen musste und er das Schreien der Elenden hörte. –
- 29 Wenn er sich aber ruhig hält, wer will ihn verdammen? Und wenn er das Antlitz verbirgt, wer kann ihn schauen unter allen Völkern und Leuten? –
- 30 So lässt er denn nicht einen Frevler regieren, der ein Fallstrick ist für das Volk.
- 31 Wenn einer zu Gott sagt: »Ich habe geirrt, ich will kein Unrecht mehr tun;
- 32 was ich nicht sehe, das lehre du mich; hab ich unrecht gehandelt, ich will’s nicht mehr tun«,
- 33 soll er dann nach deinem Sinn vergelten, weil du ja widerrufen hast? Denn du hast zu wählen und nicht ich, und was du erkannt, sage an!
- 34 Verständige Leute werden zu mir sagen und ein weiser Mann, der mir zuhört:
- 35 »Hiob redet mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug.«
- 36 Ja, Hiob sollte bis zum Äußersten geprüft werden, weil er Antwort gibt wie die Ruchlosen.
- 37 Denn zu seiner Sünde fügt er noch Frevel hinzu. Er treibt Spott unter uns und macht viele Worte wider Gott.
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