시편 78편 Lutherbibel (2017)
Lutherbibel (2017) · 독일어 · 시편 (Psalms) · 72절
- 1 Höre, mein Volk, meine Unterweisung,neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes!
- 2 Ich will meinen Mund auftun zu einem Spruch und Geschichten verkünden aus alter Zeit.
- 3 Was wir gehört haben und wissen und unsre Väter uns erzählt haben,
- 4 das wollen wir nicht verschweigen ihren Kindern; wir verkündigen dem kommenden Geschlecht den Ruhm des Herrn und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat.
- 5 Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel und gebot unsern Vätern, es ihre Kinder zu lehren,
- 6 auf dass es die Nachkommen lernten, die Kinder, die noch geboren würden; die sollten aufstehen und es auch ihren Kindern verkündigen,
- 7 dass sie setzten auf Gott ihre Hoffnung / und nicht vergäßen die Taten Gottes, sondern seine Gebote hielten
- 8 und nicht würden wie ihre Väter, ein abtrünniges und ungehorsames Geschlecht, dessen Herz nicht fest war und dessen Geist sich nicht treu an Gott hielt,
- 9 wie die Söhne Ephraim, wohl gerüstete Bogenschützen, abfielen zur Zeit des Streits;
- 10 sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln
- 11 und vergaßen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte sehen lassen.
- 12 Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Gefilde von Zoan.
- 13 Er zerteilte das Meer und führte sie hindurch und ließ das Wasser stehen wie eine Mauer.
- 14 Er leitete sie bei Tage mit einer Wolke und die ganze Nacht mit einem hellen Feuer.
- 15 Er spaltete die Felsen in der Wüste und tränkte sie reichlich wie mit Fluten;
- 16 er ließ Bäche aus den Felsen hervorbrechen und Wasser hinabfließen wie Ströme.
- 17 Dennoch sündigten sie weiter wider ihn und empörten sich in der Wüste gegen den Höchsten;
- 18 sie versuchten Gott in ihrem Herzen, als sie Speise forderten für ihre Seelen,
- 19 und redeten wider Gott und sprachen: Kann Gott wohl einen Tisch bereiten in der Wüste?
- 20 Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, dass Wasser strömten und Bäche sich ergossen; kann er aber auch Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen?
- 21 Da das der Herr hörte, entbrannte er im Grimm, und Feuer brach aus in Jakob, und Zorn kam über Israel,
- 22 weil sie nicht glaubten an Gott und nicht hofften auf seine Hilfe.
- 23 Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels
- 24 und ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot.
- 25 Brot der Engel aßen sie alle, er sandte ihnen Speise in Fülle.
- 26 Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind
- 27 und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer;
- 28 mitten in sein Lager ließ er sie fallen, rings um seine Wohnung her.
- 29 Da aßen sie und wurden sehr satt; und was sie verlangten, gewährte er ihnen.
- 30 Sie hatten ihr Verlangen noch nicht gestillt, ihre Speise war noch in ihrem Munde,
- 31 da kam der Zorn Gottes über sie / und brachte ihre Vornehmsten um und schlug nieder die Besten in Israel.
- 32 Bei dem allen sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.
- 33 Darum ließ er ihre Tage dahinschwinden ins Nichts und ihre Jahre in Schrecken.
- 34 Wenn er den Tod unter sie brachte, suchten sie ihn und fragten wieder nach Gott
- 35 und dachten daran, dass Gott ihr Hort ist und Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
- 36 Doch sie betrogen ihn mit ihrem Munde und belogen ihn mit ihrer Zunge.
- 37 Ihr Herz hing nicht fest an ihm, und sie hielten nicht treu an seinem Bunde.
- 38 Er aber war barmherzig und vergab die Schuld und vertilgte sie nicht und wandte oft seinen Zorn ab und ließ nicht seinen ganzen Grimm an ihnen aus.
- 39 Denn er dachte daran, dass sie Fleisch sind, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkommt.
- 40 Wie oft trotzten sie ihm in der Wüste und betrübten ihn in der Einöde!
- 41 Sie versuchten Gott immer wieder und kränkten den Heiligen Israels.
- 42 Sie dachten nicht an seine Hand, an den Tag, da er sie erlöste von den Feinden,
- 43 wie er seine Zeichen in Ägypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan.
- 44 Er verwandelte ihre Ströme in Blut, dass sie aus ihren Flüssen nicht trinken konnten.
- 45 Er schickte Ungeziefer unter sie, das sie fraß, und Frösche, die ihnen Verderben brachten,
- 46 und gab ihr Gewächs den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken.
- 47 Er schlug ihre Weinstöcke mit Hagel und ihre Maulbeerbäume mit Schloßen.
- 48 Er gab ihr Vieh dem Hagel preis und ihre Herden dem Wetterstrahl.
- 49 Er sandte die Glut seines Zorns unter sie, Grimm und Wut und Drangsal, eine Schar Verderben bringender Engel.
- 50 Er ließ seinem Zorn freien Lauf / und bewahrte ihre Seele nicht vor dem Tode und gab ihr Leben der Pest preis.
- 51 Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, die Erstlinge ihrer Kraft in den Zelten Hams.
- 52 Er ließ sein Volk ausziehen wie Schafe und führte sie wie eine Herde in der Wüste;
- 53 und er leitete sie sicher, / dass sie sich nicht fürchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer.
- 54 Er brachte sie in sein heiliges Land, zu dem Berg, den seine Rechte erworben hat,
- 55 und vertrieb vor ihnen her die Völker / und verteilte ihr Land als Erbe und ließ in ihren Zelten die Stämme Israels wohnen.
- 56 Aber sie versuchten Gott und trotzten dem Höchsten und hielten seine Gebote nicht;
- 57 sie fielen ab und waren treulos wie ihre Väter und versagten wie ein schlaffer Bogen;
- 58 sie erzürnten ihn mit ihren Höhen und reizten ihn zum Zorn mit ihren Götzen.
- 59 Da Gott das hörte, entbrannte sein Grimm, und er verwarf Israel ganz.
- 60 Er gab seine Wohnung in Silo dahin, das Zelt, in dem er unter Menschen wohnte.
- 61 Er gab seine Macht in Gefangenschaft und seine Herrlichkeit in die Hand des Feindes.
- 62 Er übergab sein Volk dem Schwert und ergrimmte über sein Erbe.
- 63 Ihre junge Mannschaft fraß das Feuer, und ihre Jungfrauen mussten ungefreit bleiben.
- 64 Ihre Priester fielen durchs Schwert, und die Witwen konnten die Toten nicht beweinen.
- 65 Da erwachte der Herr wie aus dem Schlaf, wie ein Starker, der vom Wein fröhlich ist,
- 66 und schlug seine Feinde zurück und hängte ihnen ewige Schande an.
- 67 Er verwarf das Zelt Josefs und erwählte nicht den Stamm Ephraim,
- 68 sondern erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er liebt.
- 69 Er baute sein Heiligtum wie Himmelshöhen, wie die Erde, die er gegründet hat für immer,
- 70 und erwählte seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafhürden;
- 71 von den säugenden Schafen holte er ihn, dass er sein Volk Jakob weide und sein Erbe Israel.
- 72 Und er weidete sie mit aller Treue und leitete sie mit kluger Hand.
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