시편 78편 Gute Nachricht Bibel (2018)
Gute Nachricht Bibel (2018) · 독일어 · 시편 (Psalms) · 72절
- 1 Ein Gedicht Asafs. Mein Volk, höre auf meine Weisung! Ihr alle, gebt acht auf meine Worte!
- 2 Ich will euch an frühere Zeiten erinnern, euch Gottes geheimnisvolle Führungen zeigen.
- 3 Wir kennen das alles seit langen Jahren, weil wir immer wieder davon hörten, wenn unsere Väter es uns erzählten.
- 4 Wir wollen es unseren Kindern nicht verschweigen. Auch die kommende Generation soll hören von der Macht des Herrn, von seinen Wundern, von allen Taten, für die wir ihn preisen.
- 5 Er hat mit Israel einen Bund geschlossen, den Nachkommen Jakobs seine Weisungen gegeben. Er hat unseren Vorfahren befohlen, ihren Kindern davon zu erzählen,
- 6 damit auch die folgende Generation es erfährt, die Kinder, die noch geboren werden. Und wenn sie selbst Eltern geworden sind, sollen sie es weitergeben an ihre Kinder.
- 7 Sie sollen auf Gott vertrauen, seine Taten nie vergessen und seine Gebote treu befolgen.
- 8 Sie sollen nicht ihren Vorfahren gleichen, der Generation von widerspenstigen Rebellen, unzuverlässig und unbeständig, untreu gegenüber Gott.
- 9 – Die Männer von Efraïm, mit Pfeilen und Bogen gerüstet, ergriffen am Tag des Kampfes die Flucht. –
- 10 Sie hielten sich nicht an den Bund mit Gott und weigerten sich, seiner Weisung zu gehorchen.
- 11 Sie vergaßen die machtvollen Wunder, die er vor ihren Augen getan hatte.
- 12 In Ägypten, in der Gegend von Zoan, vor den Augen ihrer Väter, vollbrachte Gott gewaltige Taten:
- 13 Er zerteilte das Meer und ließ sie hindurchziehen; er türmte das Wasser auf wie einen Damm.
- 14 Tagsüber leitete er sie mit einer Wolke und in der Nacht mit hellem Feuerschein.
- 15 In der Wüste spaltete er Felsen und ließ sie Wasser aus der Tiefe trinken.
- 16 Aus hartem Gestein brachen Bäche hervor und stürzten mit mächtigem Schwall herab.
- 17 Sie aber sündigten weiter gegen den Höchsten, sie widersetzten sich ihm dort im dürren Land.
- 18 Sie wagten es, Gott auf die Probe zu stellen, als sie Nahrung verlangten nach ihrem Geschmack.
- 19 Sie zweifelten an ihm und sagten: »Bringt Gott es etwa fertig, uns hier in der Wüste den Tisch zu decken?
- 20 Es ist wahr, er hat den Felsen geschlagen und das Wasser strömte in Bächen heraus. Aber kann er uns auch Brot besorgen? Kann er Fleisch herbeibringen für sein Volk?«
- 21 Als der Herr sie so reden hörte, wurde er zornig auf die Nachkommen Jakobs, sein Zorn traf Israel wie ein Feuer.
- 22 Sie hatten ihrem Gott nicht vertraut und nicht mit seiner Hilfe gerechnet.
- 23 Trotzdem gab er den Wolken Befehl und öffnete die Himmelstore:
- 24 Er ließ das Manna auf sie regnen, er gab ihnen das Korn des Himmels zu essen.
- 25 Sie alle aßen das Brot der Engel; Gott schickte ihnen Nahrung und machte sie satt.
- 26 Am Himmel setzte er den Ostwind frei, er zwang den Südwind heranzustürmen.
- 27 Dann ließ er Fleisch auf sie regnen wie Staub, Vögel, so zahlreich wie Sand am Meer.
- 28 Mitten ins Lager ließ er sie fallen, rings um die Zelte der Israeliten.
- 29 Sie aßen und wurden mehr als satt; Gott gab ihnen, was sie gefordert hatten,
- 30 doch ihre Gier war noch nicht gestillt. Sie hatten das Fleisch noch zwischen den Zähnen,
- 31 da wurde Gott zornig auf sie und schlug zu, ihre jungen, starken Männer tötete er.
- 32 Aber trotz allem sündigten sie weiter, sie schenkten seinen Wundern kein Vertrauen.
- 33 Da nahm er ihrem Leben Sinn und Ziel und ließ sie vergehen in Angst und Schrecken.
- 34 Immer wenn Gott einige tötete, begannen die anderen, nach ihm zu fragen, sie wandten sich ihm zu und suchten ihn.
- 35 Sie erinnerten sich: Gott war doch ihr Beschützer, er, der Höchste, war ihr Befreier.
- 36 Aber alles war Heuchelei; was ihr Mund ihm sagte, war gelogen.
- 37 Ihr Herz hielt nicht entschieden zu ihm, sie standen nicht treu zu seinem Bund.
- 38 Trotzdem blieb er voll Erbarmen: Er tilgte sie nicht aus, sondern tilgte ihre Schuld. Oft genug verschonte er sie und hielt seinen Zorn im Zaum.
- 39 Er wusste ja, sie waren Geschöpfe, vergänglich wie ein Windhauch, der verweht und niemals wiederkehrt.
- 40 Wie oft widersetzten sie sich ihm in der Wüste und forderten seinen Zorn heraus!
- 41 Immer wieder stellten sie ihn auf die Probe und kränkten ihn, den heiligen Gott Israels.
- 42 Sie vergaßen seine großen Taten und den Tag der Befreiung von ihren Feinden.
- 43 Damals gab er den Ägyptern Beweise seiner Macht, in der Gegend von Zoan vollbrachte er Wunder.
- 44 Er verwandelte die Ströme und Bäche in Blut, sodass niemand mehr daraus trinken konnte.
- 45 Er schickte den Feinden Ungeziefer, das sie quälte, und Frösche, die ihr Land verseuchten.
- 46 Ihre Ernte lieferte er den Heuschrecken aus, die fraßen den Ertrag ihrer Arbeit.
- 47 Er zerschlug ihre Reben durch Hagel, ihre Feigen durch riesige Hagelkörner.
- 48 Auch ihr Vieh gab er dem Hagel preis und ihre Herden den Blitzen.
- 49 Er ließ seinen glühenden Zorn auf sie los, rasende Wut und furchtbare Plagen, ein ganzes Heer von Unglücksengeln.
- 50 Er ließ seinem Zorn freien Lauf; er bewahrte sie nicht länger vor dem Tod, sondern lieferte sie aus an die Pest.
- 51 Er tötete jeden erstgeborenen Sohn in den Häusern der Ägypter, der Nachkommen Hams.
- 52 Dann führte er sein Volk hinaus wie eine Herde von Schafen und leitete sie auf dem Weg durch die Wüste.
- 53 Er führte sie sicher, sie hatten nichts zu fürchten, aber ihre Feinde bedeckte das Meer.
- 54 Er brachte sie in sein heiliges Land, zu dem Berg, den er selbst erobert hatte.
- 55 Vor ihnen her vertrieb er die Völker; das Land verloste er unter die Seinen und gab es ihnen als Erbbesitz. In den Häusern der Kanaaniter ließ er die Stämme Israels wohnen.
- 56 Sie aber forderten den Höchsten heraus, sie richteten sich nicht nach Gottes Geboten.
- 57 Sie kehrten sich ab und verrieten ihn genauso wie früher ihre Väter, unzuverlässig wie ein Bogen, dessen Sehne reißt.
- 58 Sie ärgerten ihn mit ihren Opferstätten und reizten ihn mit Götzenbildern.
- 59 Gott sah das alles und wurde zornig, er ließ die Israeliten im Stich.
- 60 Das Zelt, das er bei ihnen aufgeschlagen hatte, seine Wohnung in Schilo, gab er auf.
- 61 Den Feinden erlaubte er, die Bundeslade zu entführen, das Zeichen seiner Macht und Hoheit.
- 62 Er war so zornig auf sein eigenes Volk, dass er es dem Schwert der Feinde preisgab.
- 63 Das Feuer fraß die jungen Männer, den Mädchen sang niemand mehr das Hochzeitslied.
- 64 Die Priester wurden mit dem Schwert getötet und die Witwen konnten keine Totenklage halten.
- 65 Da wachte der Herr auf, geradeso als hätte er geschlafen, wie ein Krieger, der seinen Rausch abschüttelt.
- 66 Er schlug seine Feinde in die Flucht, bedeckte sie mit unauslöschlicher Schande.
- 67 Die Nachkommen Josefs verwarf er, den Stamm Efraïm lehnte er als Führer ab.
- 68 Doch den Stamm Juda erwählte er und den Berg Zion, den er liebte.
- 69 Dort hat er seinen Tempel gebaut, hoch wie der Himmel und fest wie die Erde, die er gegründet hat für alle Zeiten.
- 70 Er erwählte David als seinen Vertrauten. Er holte ihn von den Weideplätzen,
- 71 vom Hüten der Herde rief er ihn weg und machte ihn zum König Israels, zum Hirten über Gottes eigenes Volk.
- 72 Und David sorgte für sie mit redlichem Herzen, er leitete sie mit kluger Hand.
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