욥기 6장 Elberfelder (1905)
Elberfelder (1905) · 독일어 · 욥기 (Job) · 30절
- 1 Und Hiob antwortete und sprach:
- 2 O daß mein Gram doch gewogen würde, und man mein Mißgeschick auf die Waagschale legte allzumal!
- 3 Denn dann würde es schwerer sein als der Sand der Meere; darum sind unbesonnen meine Worte.
- 4 Denn die Pfeile des Allmächtigen sind in mir, ihr Gift trinkt mein Geist; die Schrecken Gottes stellen sich in Schlachtordnung wider mich auf.
- 5 Schreit ein Wildesel beim Grase, oder brüllt ein Rind bei seinem Futter?
- 6 Wird Fades, Salzloses gegessen? Oder ist Geschmack im Eiweiß?
- 7 Was meine Seele sich weigerte anzurühren, das ist wie meine ekle Speise.
- 8 O daß doch meine Bitte einträfe, und Gott mein Verlangen gewährte,
- 9 daß es Gott gefiele, mich zu zermalmen, daß er seine Hand losmachte und mich vernichtete!
- 10 So würde noch mein Trost sein, und ich würde frohlocken in schonungsloser Pein, daß ich die Worte des Heiligen nicht verleugnet habe.
- 11 Was ist meine Kraft, daß ich ausharren, und was mein Ende, daß ich mich gedulden sollte?
- 12 Ist Kraft der Steine meine Kraft, oder ist mein Fleisch von Erz?
- 13 Ist es nicht also, daß keine Hilfe in mir, und jede Kraft aus mir vertrieben ist?
- 14 Dem Verzagten gebührt Milde von seinem Freunde, sonst wird er die Furcht des Allmächtigen verlassen.
- 15 Meine Brüder haben sich trügerisch erwiesen wie ein Wildbach, wie das Bett der Wildbäche, welche hinschwinden,
- 16 welche trübe sind von Eis, in die der Schnee sich birgt.
- 17 Zur Zeit, wenn sie erwärmt werden, versiegen sie; wenn es heiß wird, sind sie von ihrer Stelle verschwunden.
- 18 Es schlängeln sich die Pfade ihres Laufes, ziehen hinauf in die Öde und verlieren sich.
- 19 Es blickten hin die Karawanen Temas, die Reisezüge Schebas hofften auf sie:
- 20 sie wurden beschämt, weil sie auf sie vertraut hatten, sie kamen hin und wurden zu Schanden.
- 21 Denn jetzt seid ihr zu nichts geworden; ihr sehet einen Schrecken und fürchtet euch.
- 22 Habe ich etwa gesagt: Gebet mir, und machet mir ein Geschenk von eurem Vermögen;
- 23 und befreiet mich aus der Hand des Bedrängers, und erlöset mich aus der Hand der Gewalttätigen?
- 24 Belehret mich, und ich will schweigen; und gebet mir zu erkennen, worin ich geirrt habe.
- 25 Wie eindringlich sind richtige Worte! Aber was tadelt der Tadel, der von euch kommt?
- 26 Gedenket ihr Reden zu tadeln? Für den Wind sind ja die Worte eines Verzweifelnden!
- 27 Sogar den Verwaisten würdet ihr verlosen, und über euren Freund einen Handel abschließen.
- 28 Und nun, laßt es euch gefallen, auf mich hinzublicken: euch ins Angesicht werde ich doch wahrlich nicht lügen.
- 29 Kehret doch um, es geschehe kein Unrecht; ja, kehret noch um, um meine Gerechtigkeit handelt es sich!
- 30 Ist Unrecht auf meiner Zunge? Oder sollte mein Gaumen Frevelhaftes nicht unterscheiden?
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Elberfelder (1905) — getbible.net(CrossWire SWORD 모듈)에서 가져옴 · 라이선스: 공개 도메인 (Public Domain) · 출처 ↗