욥기 21장 Elberfelder (1905)
Elberfelder (1905) · 독일어 · 욥기 (Job) · 34절
- 1 Und Hiob antwortete und sprach:
- 2 Höret, höret meine Rede! Und dies ersetze eure Tröstungen.
- 3 Ertraget mich, und ich will reden, und nachdem ich geredet habe, magst du spotten.
- 4 Richtet sich meine Klage an einen Menschen? Oder warum sollte ich nicht ungeduldig sein?
- 5 Wendet euch zu mir und entsetzet euch, und leget die Hand auf den Mund!
- 6 Ja, wenn ich daran denke, so bin ich bestürzt, und Schauder erfaßt mein Fleisch.
- 7 Warum leben die Gesetzlosen, werden alt, nehmen gar an Macht zu?
- 8 Ihr Same steht fest vor ihnen, mit ihnen, und ihre Sprößlinge vor ihren Augen.
- 9 Ihre Häuser haben Frieden, ohne Furcht, und Gottes Rute ist nicht über ihnen.
- 10 Sein Stier belegt und befruchtet sicher, seine Kuh kalbt und wirft nicht fehl.
- 11 Ihre Buben schicken sie aus gleich einer Herde, und ihre Knaben hüpfen umher.
- 12 Sie erheben die Stimme bei Tamburin und Laute und sind fröhlich beim Klange der Schalmei.
- 13 In Wohlfahrt verbringen sie ihre Tage, und in einem Augenblick sinken sie in den Scheol hinab.
- 14 Und doch sprechen sie zu Gott: Weiche von uns! Und nach der Erkenntnis deiner Wege verlangen wir nicht.
- 15 Was ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen sollten, und was nützt es uns, daß wir ihn angehen? -
- 16 Siehe, ihre Wohlfahrt steht nicht in ihrer Hand. Der Rat der Gesetzlosen sei fern von mir!
- 17 Wie oft geschieht es, daß die Leuchte der Gesetzlosen erlischt und ihr Verderben über sie kommt, daß er ihnen Schlingen zuteilt in seinem Zorn,
- 18 daß sie wie Stroh werden vor dem Winde, und wie Spreu, die der Sturmwind entführt?
- 19 Gott spart, saget ihr, sein Unheil auf für seine Kinder. Er vergelte ihm, daß er es fühle!
- 20 Seine Augen sollen sein Verderben sehen, und von dem Grimme des Allmächtigen trinke er!
- 21 Denn was liegt ihm an seinem Hause nach ihm, wenn die Zahl seiner Monde durchschnitten ist? -
- 22 Kann man Gott Erkenntnis lehren, da er es ja ist, der die Hohen richtet?
- 23 Dieser stirbt in seiner Vollkraft, ganz wohlgemut und sorglos.
- 24 Seine Gefäße sind voll Milch, und das Mark seiner Gebeine ist getränkt.
- 25 Und jener stirbt mit bitterer Seele und hat des Guten nicht genossen.
- 26 Zusammen liegen sie im Staube, und Gewürm bedeckt sie.
- 27 Siehe, ich kenne eure Gedanken, und die Anschläge, womit ihr mir Gewalt antut.
- 28 Denn ihr saget: Wo ist das Haus des Edlen, und wo das Wohngezelt der Gesetzlosen?
- 29 Habt ihr nicht befragt, die des Weges vorüberziehen? Und erkennet ihr ihre Merkmale nicht:
- 30 daß der Böse verschont wird am Tage des Verderbens, daß am Tage der Zornesfluten sie weggeleitet werden?
- 31 Wer wird ihm ins Angesicht seinen Weg kundtun? Und hat er gehandelt, wer wird es ihm vergelten?
- 32 Und er wird zu den Gräbern hingebracht, und auf dem Grabhügel wacht er.
- 33 Süß sind ihm die Schollen des Tales. Und hinter ihm her ziehen alle Menschen, und vor ihm her gingen sie ohne Zahl. -
- 34 Wie tröstet ihr mich nun mit Dunst? Und von euren Antworten bleibt nur Treulosigkeit übrig.
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