욥기 24장 Elberfelder (1871)
Elberfelder (1871) · 독일어 · 욥기 (Job) · 25절
- 1 Warum sind nicht Zeiten aufgespart von dem Allmächtigen, und warum sehen die, welche ihn kennen, seine Tage nicht?
- 2 Sie verrücken die Grenzen, sie rauben die Herde und weiden sie.
- 3 Sie treiben den Esel der Waisen weg, nehmen das Rind der Witwe zum Pfande;
- 4 sie stoßen aus dem Wege die Dürftigen. Die Elenden des Landes verkriechen sich allesamt:
- 5 Siehe, wie Wildesel in der Wüste gehen sie aus an ihr Werk, eifrig nach Beute suchend; die Steppe liefert ihnen Brot für die Kinder.
- 6 Auf dem Felde schneiden sie sein Futterkorn ab und lesen den Weinberg des Gesetzlosen nach.
- 7 Nackt übernachten sie, ohne Gewand, und haben keine Bedeckung in der Kälte.
- 8 Vom Regenguß des Gebirges werden sie durchnäßt, und obdachlos umklammern sie den Felsen. -
- 9 Sie reißen die Waise von der Brust, und was der Elende anhat, nehmen sie zum Pfande.
- 10 Nackt gehen sie einher, ohne Gewand, und hungernd tragen sie die Garbe;
- 11 zwischen ihren Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und dursten.
- 12 Von der Stadt her ächzen Sterbende, und die Seele der Erschlagenen schreit. Und Gott rechnet es nicht als Ungebühr an.
- 13 Jene gehören zu den Feinden des Lichtes, sie kennen seine Wege nicht und weilen nicht auf seinen Pfaden.
- 14 Mit dem Lichte steht der Mörder auf, tötet den Elenden und den Dürftigen; und des Nachts ist er dem Diebe gleich.
- 15 Und das Auge des Ehebrechers lauert auf die Dämmerung, indem er spricht: Kein Auge wird mich erblicken; und er legt einen Schleier an.
- 16 In der Finsternis erbricht man die Häuser. Bei Tage schließen sie sich ein, das Licht kennen sie nicht.
- 17 Denn als Morgen gilt ihnen allesamt der Todesschatten, denn ein jeder von ihnen ist bekannt mit den Schrecken des Todesschattens.
- 18 Er ist schnell auf der Wasserfläche, verflucht wird ihr Grundbesitz auf Erden; nicht mehr schlägt er den Weg zu den Weinbergen ein.
- 19 Dürre und Hitze raffen Schneewasser hinweg: so der Scheol, die gesündigt haben.
- 20 Der Mutterleib vergißt seiner, das Gewürm labt sich an ihm, nicht mehr wird seiner gedacht: und das Unrecht wird zerbrochen wie ein Baum-
- 21 er, der die Unfruchtbare beraubt, die nicht gebiert, und der Witwe kein Gutes tut.
- 22 Und Mächtige rafft er dahin durch seine Kraft; steht er auf, so getraut man sich nicht des Lebens.
- 23 Er gibt ihm Sicherheit, und er wird gestützt. Aber seine Augen sind über ihren Wegen.
- 24 Sie sind hochgestiegen: um ein Kleines, und sie sind nicht mehr; und sie sinken hin, werden zusammengerafft wie alle anderen; und wie der Kopf der Ähre werden sie abgeschnitten.
- 25 Und wenn es nun nicht so ist, wer wird mich Lügen strafen und meine Rede zunichte machen?
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