욥기 19장 Elberfelder (1871)
Elberfelder (1871) · 독일어 · 욥기 (Job) · 29절
- 1 Und Hiob antwortete und sprach:
- 2 Wie lange wollt ihr meine Seele plagen und mich mit Worten zermalmen?
- 3 Schon zehnmal ist es, daß ihr mich geschmäht habt; ihr schämet euch nicht, mich zu verletzen.
- 4 Und habe ich auch wirklich geirrt, so bleibt doch mein Irrtum bei mir.
- 5 Wenn ihr wirklich wider mich großtun wollt, und wider mich dartun meine Schmach,
- 6 so wisset denn, daß Gott mich in meinem Rechte gebeugt und mich umstellt hat mit seinem Netze.
- 7 Siehe, ich schreie über Gewalttat, und werde nicht erhört; ich rufe um Hülfe, und da ist kein Recht.
- 8 Er hat meinen Weg verzäunt, daß ich nicht hinüber kann, und auf meine Pfade legte er Finsternis.
- 9 Meine Ehre hat er mir ausgezogen, und weggenommen die Krone meines Hauptes.
- 10 Er hat mich niedergerissen ringsum, so daß ich vergehe, und hat meine Hoffnung ausgerissen wie einen Baum.
- 11 Und seinen Zorn ließ er wider mich entbrennen, und achtete mich seinen Feinden gleich.
- 12 Allzumal kamen seine Scharen und bahnten ihren Weg wider mich, und lagerten sich rings um mein Zelt.
- 13 Meine Brüder hat er von mir entfernt, und meine Bekannten sind mir ganz entfremdet.
- 14 Meine Verwandten bleiben aus, und meine Vertrauten haben mich vergessen.
- 15 Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich für einen Fremden; ein Ausländer bin ich in ihren Augen geworden.
- 16 Meinem Knechte rufe ich, und er antwortet nicht; mit meinem Munde muß ich zu ihm flehen.
- 17 Mein Atem ist meinem Weibe zuwider, und mein übler Geruch den Kindern meiner Mutter.
- 18 Selbst Buben verachten mich; will ich aufstehen, so reden sie über mich.
- 19 Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte, haben sich gegen mich gekehrt.
- 20 Mein Gebein klebt an meiner Haut und an meinem Fleische, und nur mit der Haut meiner Zähne bin ich entronnen.
- 21 Erbarmet euch meiner, erbarmet euch meiner, ihr meine Freunde! denn die Hand Gottes hat mich angetastet.
- 22 Warum verfolget ihr mich wie Gott und werdet meines Fleisches nicht satt?
- 23 O daß doch meine Worte aufgeschrieben würden! o daß sie in ein Buch gezeichnet würden,
- 24 mit eisernem Griffel und Blei in den Felsen eingehauen auf ewig!
- 25 Und ich, ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er auf der Erde stehen;
- 26 und ist nach meiner Haut dieses da zerstört, so werde ich aus meinem Fleische Gott anschauen,
- 27 welchen ich selbst mir anschauen, und den meine Augen sehen werden, und kein anderer: meine Nieren verschmachten in meinem Innern. -
- 28 Wenn ihr saget: Wie wollen wir ihn verfolgen? und daß die Wurzel der Sache in mir sich befinde,
- 29 so fürchtet euch vor dem Schwerte! Denn das Schwert ist der Grimm über die Missetaten; auf daß ihr wisset, daß ein Gericht ist.
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