욥기 14장 Elberfelder (1871)
Elberfelder (1871) · 독일어 · 욥기 (Job) · 22절
- 1 Der Mensch, vom Weibe geboren, ist kurz an Tagen und mit Unruhe gesättigt.
- 2 Wie eine Blume kommt er hervor und verwelkt; und er flieht wie der Schatten und hat keinen Bestand.
- 3 Dennoch hast du über einen solchen deine Augen geöffnet, und mich führst du ins Gericht mit dir!
- 4 Wie könnte ein Reiner aus einem Unreinen kommen? Nicht ein einziger!
- 5 Wenn denn bestimmt sind seine Tage, die Zahl seiner Monde bei dir sind, wenn du ihm Schranken gesetzt hast, die er nicht überschreiten darf,
- 6 so blicke von ihm weg, daß er Ruhe habe, bis er wie ein Tagelöhner seinen Tag vollende.
- 7 Denn für den Baum gibt es Hoffnung: wird er abgehauen, so schlägt er wieder aus, und seine Schößlinge hören nicht auf.
- 8 Wenn seine Wurzel in der Erde altert, und sein Stumpf im Boden erstirbt:
- 9 vom Dufte des Wassers sproßt er wieder auf und treibt Zweige wie ein Pflänzling.
- 10 Der Mann aber stirbt und liegt da; und der Mensch verscheidet, und wo ist er?
- 11 Es verrinnen die Wasser aus dem See, und der Fluß trocknet ein und versiegt:
- 12 so legt der Mensch sich hin und steht nicht wieder auf; bis die Himmel nicht mehr sind, erwachen sie nicht und werden nicht aufgeweckt aus ihrem Schlafe.
- 13 O daß du in dem Scheol mich verstecktest, mich verbärgest, bis dein Zorn sich abwendete, mir eine Frist setztest und dann meiner gedächtest!
- 14 Alle Tage meiner Dienstzeit wollte ich harren, bis meine Ablösung käme!
- 15 Du würdest rufen, und ich würde dir antworten; du würdest dich sehnen nach dem Werke deiner Hände.
- 16 Denn nun zählst du meine Schritte; wachst du nicht über meine Sünde?
- 17 Meine Übertretung ist versiegelt in einem Bündel, und du hast hinzugefügt zu meiner Missetat.
- 18 Und doch, ein Berg stürzt ein, zerfällt, und ein Fels rückt weg von seiner Stelle;
- 19 Wasser zerreiben die Steine, ihre Fluten schwemmen den Staub der Erde hinweg; aber du machst zunichte die Hoffnung des Menschen.
- 20 Du überwältigst ihn für immer, und er geht dahin; sein Angesicht entstellend, sendest du ihn hinweg.
- 21 Seine Kinder kommen zu Ehren, und er weiß es nicht; und sie werden gering, und er achtet nicht auf sie.
- 22 Nur um ihn selbst hat sein Fleisch Schmerz, und nur um ihn selbst empfindet seine Seele Trauer.
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