시편 78편 Elberfelder (1871)
Elberfelder (1871) · 독일어 · 시편 (Psalms) · 72절
- 1 Horche, mein Volk, auf mein Gesetz! neiget euer Ohr zu den Worten meines Mundes!
- 2 Ich will meinen Mund auftun zu einem Spruche, will Rätsel hervorströmen lassen aus der Vorzeit.
- 3 Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben,
- 4 Wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen, dem künftigen Geschlecht erzählend den Ruhm Jehovas und seine Stärke, und seine Wunderwerke, die er getan hat.
- 5 Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob, und ein Gesetz gestellt in Israel, die er unseren Vätern geboten hat, um sie ihren Söhnen kundzutun;
- 6 Damit sie kennte das künftige Geschlecht, die Söhne, die geboren werden sollten, und sie aufständen und sie ihren Söhnen erzählten;
- 7 Und auf Gott ihr Vertrauen setzten, und die Taten Gottes nicht vergäßen, und seine Gebote bewahrten;
- 8 und nicht würden wie ihre Väter, ein widersetzliches und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das sein Herz nicht befestigte, und dessen Geist nicht treu war gegen Gott.
- 9 Die Söhne Ephraims, gerüstete Bogenschützen, wandten um am Tage des Kampfes.
- 10 Sie hielten nicht den Bund Gottes und weigerten sich, in seinem Gesetz zu wandeln;
- 11 Und sie vergaßen seine Taten und seine Wunderwerke, die er sie hatte schauen lassen.
- 12 Er tat Wunder vor ihren Vätern, im Lande Ägypten, dem Gefilde Zoans.
- 13 Er spaltete das Meer und ließ sie hindurchgehen, und ließ die Wasser stehen wie einen Damm.
- 14 Und er leitete sie des Tages mit der Wolke und die ganze Nacht mit dem Lichte eines Feuers.
- 15 Er spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie reichlich wie aus Tiefen.
- 16 Und er ließ Bäche hervorkommen aus dem Felsen und Wasser herablaufen gleich Flüssen.
- 17 Doch sie fuhren weiter fort, wider ihn zu sündigen, indem sie gegen den Höchsten widerspenstig waren in der Wüste.
- 18 Und sie versuchten Gott in ihren Herzen, indem sie Speise forderten für ihr Gelüst.
- 19 Und sie redeten wider Gott; sie sprachen: Sollte Gott in der Wüste einen Tisch zu bereiten vermögen?
- 20 Siehe, den Felsen hat er geschlagen, und Wasser flossen heraus, und Bäche strömten; wird er auch Brot zu geben vermögen, oder wird er seinem Volke Fleisch verschaffen?
- 21 Darum, als Jehova es hörte, ergrimmte er, und Feuer entzündete sich gegen Jakob, und auch Zorn stieg auf gegen Israel;
- 22 Weil sie Gott nicht glaubten und nicht vertrauten auf seine Rettung.
- 23 Und doch hatte er den Wolken oben geboten und die Türen des Himmels geöffnet
- 24 Und Manna auf sie regnen lassen, damit sie äßen, und ihnen Himmelsgetreide gegeben.
- 25 Der Mensch aß Brot der Starken, Speise sandte er ihnen bis zur Sättigung.
- 26 Er führte den Ostwind herbei am Himmel, und durch seine Stärke trieb er herbei den Südwind;
- 27 Und er ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub, und geflügeltes Gevögel wie Sand der Meere,
- 28 Und ließ es fallen in ihr Lager, rings um ihre Wohnungen.
- 29 Und sie aßen und sättigten sich sehr, und ihr Gelüst führte er ihnen zu.
- 30 Noch hatten sie sich nicht abgewandt von ihrem Gelüst, noch war ihre Speise in ihrem Munde,
- 31 Da stieg der Zorn Gottes wider sie auf; und er würgte unter ihren Kräftigen, und die Auserlesenen Israels streckte er nieder.
- 32 Bei alledem sündigten sie wiederum und glaubten nicht durch seine Wunderwerke.
- 33 Da ließ er in Eitelkeit hinschwinden ihre Tage, und ihre Jahre in Schrecken.
- 34 Wenn er sie tötete, dann fragten sie nach ihm, und kehrten um und suchten Gott eifrig;
- 35 Und sie gedachten daran, daß Gott ihr Fels sei, und Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
- 36 Und sie heuchelten ihm mit ihrem Munde, und mit ihrer Zunge logen sie ihm;
- 37 Denn ihr Herz war nicht fest gegen ihn, und sie hielten nicht treulich an seinem Bunde.
- 38 Er aber war barmherzig, er vergab die Ungerechtigkeit und verderbte sie nicht; und oftmals wandte er seinen Zorn ab und ließ nicht erwachen seinen ganzen Grimm.
- 39 Und er gedachte daran, daß sie Fleisch seien, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt.
- 40 Wie oft waren sie widerspenstig gegen ihn in der Wüste, betrübten ihn in der Einöde!
- 41 Und sie versuchten Gott wiederum und kränkten den Heiligen Israels.
- 42 Sie gedachten nicht an seine Hand, an den Tag, da er sie von dem Bedränger erlöste,
- 43 Als er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder in dem Gefilde Zoans:
- 44 Er verwandelte ihre Ströme in Blut, so daß sie ihre fließenden Wasser nicht trinken konnten.
- 45 Er sandte Hundsfliegen unter sie, welche sie fraßen, und Frösche, die sie verderbten.
- 46 Und er gab der Grille ihren Ertrag, und ihre Arbeit der Heuschrecke.
- 47 Ihren Weinstock schlug er nieder mit Hagel, und ihre Maulbeerfeigenbäume mit Schloßen.
- 48 Und er gab ihr Vieh dem Hagel preis, und ihre Herden den Blitzen.
- 49 Er ließ gegen sie los seines Zornes Glut, Wut und Grimm und Drangsal, eine Schar von Unglücksengeln.
- 50 Er bahnte seinem Zorne einen Weg, entzog nicht dem Tode ihre Seele und gab ihr Leben der Pest preis.
- 51 Und er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, die Erstlinge der Kraft in den Zelten Hams.
- 52 Und er ließ sein Volk wegziehen gleich Schafen, und leitete sie gleich einer Herde in der Wüste;
- 53 Und er führte sie sicher, so daß sie sich nicht fürchteten; und ihre Feinde bedeckte das Meer.
- 54 Und er brachte sie zu der Grenze seines Heiligtums, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben.
- 55 Und er vertrieb Nationen vor ihnen, und verloste sie als Schnur des Erbteils und ließ in ihren Zelten wohnen die Stämme Israels.
- 56 Aber sie versuchten Gott, den Höchsten, und waren widerspenstig gegen ihn, und seine Zeugnisse bewahrten sie nicht.
- 57 Und sie wichen zurück und handelten treulos wie ihre Väter; sie wandten sich um gleich einem trügerischen Bogen.
- 58 Und sie erbitterten ihn durch ihre Höhen und reizten ihn zur Eifersucht durch ihre geschnitzten Bilder.
- 59 Gott hörte es und ergrimmte, und er verachtete Israel sehr.
- 60 Und er verließ die Wohnung zu Silo, das Zelt, welches er unter den Menschen aufgeschlagen hatte.
- 61 Und er gab in die Gefangenschaft seine Kraft, und seine Herrlichkeit in die Hand des Bedrängers.
- 62 Und er gab sein Volk dem Schwerte preis, und gegen sein Erbteil ergrimmte er.
- 63 Seine Jünglinge fraß das Feuer, und seine Jungfrauen wurden nicht besungen;
- 64 Seine Priester fielen durch das Schwert, und seine Witwen weinten nicht.
- 65 Da erwachte, gleich einem Schlafenden, der Herr, gleich einem Helden, der da jauchzt vom Wein;
- 66 Und er schlug seine Feinde von hinten, gab ihnen ewige Schmach.
- 67 Und er verwarf das Zelt Josephs, und den Stamm Ephraim erwählte er nicht;
- 68 Sondern er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er geliebt hat.
- 69 Und er baute gleich Höhen sein Heiligtum, gleich der Erde, die er auf ewig gegründet hat.
- 70 Und er erwählte David, seinen Knecht, und nahm ihn von den Hürden der Schafe;
- 71 hinter den Säugenden weg ließ er ihn kommen, um Jakob, sein Volk, zu weiden, und Israel, sein Erbteil.
- 72 Und er weidete sie nach der Lauterkeit seines Herzens, und mit der Geschicklichkeit seiner Hände leitete er sie.
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