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이사야 5장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 이사야 (Isaiah) · 30절

  1. 1 Ein Lied von meinem Freund will ich euch singen. Es ist das Lied von meinem Freund und seinem Weinberg: Mein Freund hatte einen Weinberg auf einem fruchtbaren Hügel.
  2. 2 Er grub ihn um, entfernte die Steine und bepflanzte ihn mit den besten Weinstöcken. Mittendrin baute er einen Wachturm. Auch eine Kelter zum Pressen der Trauben hob er aus. Dann wartete er auf eine gute Traubenernte, aber der Weinberg brachte nur schlechte Beeren hervor.
  3. 3 Jetzt urteilt selbst, ihr Einwohner von Jerusalem und ihr Leute von Juda! Wer ist im Recht – ich oder mein Weinberg?
  4. 4 Habe ich irgendetwas vergessen? Was hätte ich für meinen Weinberg noch tun sollen? Ich konnte doch erwarten, dass er gute Trauben trägt. Warum hat er nur schlechte Beeren hervorgebracht?
  5. 5 Ich will euch sagen, was ich mit meinem Weinberg tun werde: Die Hecke um ihn herum werde ich entfernen und seine Schutzmauer niederreißen. Dann werden die Tiere ihn kahl fressen und zertrampeln.
  6. 6 Ich werde ihn völlig verwildern lassen: Die Reben werden nicht mehr beschnitten und der Boden nicht mehr gehackt. Dornen und Disteln werden ihn überwuchern. Den Wolken werde ich verbieten, ihn mit Regen zu bewässern.
  7. 7 Wer ist dieser Weinberg? Der Weinberg des Herrn Zebaot, das sind die Bewohner von Israel. Die Leute von Juda, sie sind sein Lieblingsgarten. Der Herr wartete auf Rechtsspruch, doch seht her, da war Rechtsbruch. Er wartete auf Gerechtigkeit, doch hört nur, wie der Rechtlose schreit.
  8. 8 Wehe denen, die ein Haus neben das andere stellen und ein Feld nach dem anderen aufkaufen! Am Ende gibt es keinen freien Platz mehr. Sie haben das ganze Land an sich gerissen.
  9. 9 Ich habe noch in den Ohren, was der Herr Zebaot geschworen hat: Die vielen Häuser werden verfallen, die schönen großen Gebäude stehen leer.
  10. 10 Selbst ein riesiger Weinberg bringt nur einen einzigen Eimer Trauben hervor. Und wo tonnenweise Samen gesät wurde, erntet man nur einen Sack Getreide.
  11. 11 Wehe denen, die schon frühmorgens hinter dem Bier her sind! Bis tief in die Nacht berauschen sie sich am Wein.
  12. 12 Bei ihren Besäufnissen spielt man Harfe und Leier, Handtrommel und Flöte, und der Wein fließt in Strömen. Aber was der Herr tut, beachten sie nicht, auf sein Handeln schauen sie nicht.
  13. 13 Darum musste mein Volk in die Verbannung, denn es erkannte Gott nicht. Die vornehmen Leute litten Hunger, und das einfache Volk verging vor Durst.
  14. 14 Das Totenreich öffnete seinen Rachen und riss sein Maul weit auf. Die Reichen fuhren hinab und genauso das einfache Volk, der ganze lärmende, feiernde Haufen.
  15. 15 So wurden die Menschen gebeugt und erniedrigt. Die Überheblichen schlugen ihre Augen nieder.
  16. 16 Aber der Herr Zebaot zeigte seine Größe und hielt Gericht. Der heilige Gott erwies sich als heilig und sorgte für Recht.
  17. 17 Es kommt eine schlimme Zeit: Dann grasen überall Lämmer wie auf einer Weide. Und zwischen den Trümmern fressen sich fette Schafe satt.
  18. 18 Wehe denen, die sich in Schuld und Lüge verstricken! Sie ziehen die Sünde herbei, wie man einen Wagen am Seil zieht.
  19. 19 Sie spotten: »Gott soll sich beeilen und tun, was er plant. Dann können wir es sehen. Der Heilige Israels soll sein Vorhaben ausführen. Dann können wir es erkennen.«
  20. 20 Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen! Sie bezeichnen Finsternis als Licht und Licht als Finsternis, Bitteres als süß und Süßes als bitter.
  21. 21 Wehe denen, die sich als weise ansehen und sich selbst für klug halten!
  22. 22 Wehe denen, die Helden beim Weintrinken sind und starke Männer beim Bierbrauen!
  23. 23 Sie sprechen den Schuldigen gegen Bestechung frei und verweigern dem Unschuldigen ein gerechtes Urteil.
  24. 24 Darum geht es ihnen wie Stroh, das im Feuer verbrennt. Sie sind wie Heu, das in der Flamme zusammenfällt. Ihre Wurzel verfault und ihre Blüte verweht wie Staub. Denn sie haben die Weisung des Herrn Zebaot verworfen. Sie haben das Wort verachtet, das der Heilige Israels ihnen gesagt hat.
  25. 25 Deshalb ist der Zorn des Herrn gegen sein Volk entbrannt. Er hat seine Hand gegen es erhoben und zugeschlagen. Die Berge bebten, sodass die Leichen wie Dreck auf der Straße lagen. Bei all dem hat Gottes Zorn nicht nachgelassen. Seine Hand ist immer noch drohend erhoben.
  26. 26 Gott stellt ein Feldzeichen auf für ein Volk aus der Ferne. Er pfeift das Volk herbei vom Ende der Erde, und schon kommt es rasch näher.
  27. 27 Darunter ist keiner, der müde ist oder stolpert. Keiner nickt ein oder schläft. Bei keinem löst sich der Gürtel um die Hüften, keinem reißt ein Schuhriemen.
  28. 28 Die Pfeile der Soldaten sind gespitzt und all ihre Bogen gespannt. Die Hufe ihrer Pferde sind hart wie Kieselsteine. Die Räder ihrer Wagen drehen sich schnell wie der Wind.
  29. 29 Sie brüllen wie eine Löwin und grollen wie junge Löwen. Der Löwe grollt und packt seine Beute. Er schafft sie beiseite, niemand kann sie ihm entreißen.
  30. 30 So klingt es an dem Tag, an dem das fremde Volk über Israel herfällt. Es klingt wie das Grollen des Meeres im Sturm. Schaut man auf der Erde umher, sieht man nichts als bedrückende Finsternis. Das Licht ist hinter dunklen Wolken verschwunden.

BasisBibel (2021) — 대한성서공회 저작권 계약에 따라 게재 — 본문의 저작권은 대한성서공회에 있습니다. · 출처 ↗