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이사야 10장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 이사야 (Isaiah) · 34절

  1. 1 Wehe denen, die ungerechte Gesetze erlassen und unerträgliche Vorschriften festlegen!
  2. 2 Sie verbauen den Schwachen den Rechtsweg und bringen die Armen in meinem Volk um ihr Recht. So beuten sie die Witwen aus und berauben die Waisen.
  3. 3 Was wollt ihr denn tun, wenn der Tag der Abrechnung kommt? Was, wenn das Unwetter aus der Ferne heraufzieht? Zu wem wollt ihr fliehen, wenn ihr Hilfe braucht? Wo wollt ihr eure Reichtümer lassen?
  4. 4 Alles ist umsonst! Ihr müsst euch als Gefangene demütigen lassen oder gleich erschlagen zu Boden fallen. Bei all dem hat Gottes Zorn nicht nachgelassen. Seine Hand ist immer noch drohend erhoben.
  5. 5 Wehe den Assyrern! In meinem Zorn gebrauche ich sie als Stock. Sie sind der Knüppel, mit dem ich in meiner Wut zuschlage.
  6. 6 Ich lasse sie auf ein gottloses Volk los. Ich befehle ihnen, das Volk zu strafen, auf das ich zornig bin. Sie sollen es plündern und ausrauben, es zertreten wie Dreck auf der Straße.
  7. 7 Doch der König von Assyrien versteht das nicht, er hat andere Pläne: Nichts als Vernichtung hat er im Sinn, er will möglichst viele Völker ausrotten.
  8. 8 Er sagt: »Ist nicht jeder meiner Befehlshaber so mächtig wie ein König?
  9. 9 Ging es Kalne anders als Karkemisch, Hamat als Arpad, Samaria als Damaskus?
  10. 10 Aus eigener Kraft habe ich Königreiche erobert, die fremden Göttern dienen. Dabei besaßen sie sogar mehr Götzenbilder als Jerusalem und Samaria.
  11. 11 Auch Samaria und seine Götzen habe ich vernichtet. Warum sollte ich Jerusalem und seinen Götterbildern nicht dasselbe antun?«
  12. 12 Ja, der Herr wird tun, was er mit dem Berg Zion und Jerusalem vorhat. Aber dann wird er sagen: »Jetzt will ich mit dem König von Assyrien abrechnen. Ich will seine Überheblichkeit bestrafen und den Hochmut, mit dem er auf andere herabsieht.«
  13. 13 Denn er hat gesagt: »Aus eigener Kraft habe ich all das getan. Durch meine Weisheit habe ich es zustande gebracht. So klug bin ich. Die Grenzen zwischen den Ländern habe ich aufgehoben und ihre Schätze geplündert. Ihre Könige habe ich mit Gewalt vom Thron gestoßen.
  14. 14 Wie man ein Vogelnest ausnimmt, so griff meine Hand nach dem Reichtum der Völker. Wie man verlassene Eier einsammelt, so nahm ich ein Land nach dem anderen ein. Keiner schlug aufgeregt mit den Flügeln, keiner sperrte den Schnabel auf und piepste.«
  15. 15 Prahlt denn die Axt vor dem Holzhauer? Brüstet sich die Säge gegenüber dem Zimmermann? Das ist undenkbar. Ein Stock schwingt doch nicht den, der ihn hält! Ein Holzstück hebt nicht den hoch, der nicht aus Holz ist!
  16. 16 Darum lässt Gott, der Herr Zebaot, die fruchtbaren Felder Assyriens verkümmern. An die herrlichen Pflanzen legt er Feuer, sodass sie brennen wie Zunder.
  17. 17 Gott selbst, der Israels Licht ist, wird zum Feuer, der Heilige Israels zur Flamme. Die entzündet in Assyrien die Dornen und Disteln und verbrennt sie an einem einzigen Tag.
  18. 18 Die herrlichen Wälder und Gärten werden mit Stumpf und Stiel vernichtet. Wie ein Schwerkranker welkt das Land dahin.
  19. 19 Von den Bäumen im Wald bleiben nur wenige übrig. Ein kleines Kind kann sie zählen.
  20. 20 Zu der Zeit wird es bei dem Rest Israels und den überlebenden Nachkommen Jakobs so sein: Sie verlassen sich nicht mehr auf Assyrien, das sie geschlagen hat. Sie verlassen sich auf den Herrn. Dem Heiligen Israels halten sie die Treue.
  21. 21 Ein Rest kehrt um. Wer übrig bleibt von den Nachkommen Jakobs, kehrt zurück zu dem starken Gott.
  22. 22 Auch wenn dein Volk, Israel, so zahlreich würde wie der Sand am Meer – nur ein Rest von ihm kehrt um. Denn Vernichtung ist beschlossen, Gerechtigkeit kommt unaufhaltsam wie eine große Flut.
  23. 23 Gott, der Herr Zebaot, hat beschlossen, Vernichtung über die ganze Erde zu bringen.
  24. 24 So spricht Gott, der Herr Zebaot: Fürchte dich nicht vor Assyrien, mein Volk, das auf dem Berg Zion wohnt! Jetzt schlägt dich Assyrien mit dem Stock. Es schwingt den Knüppel gegen dich wie früher die Ägypter.
  25. 25 Doch es dauert nur noch eine kurze Zeit, dann legt sich meine Wut. Mein Zorn wendet sich gegen Assyrien und vernichtet es.
  26. 26 Der Herr Zebaot schwingt die Peitsche über Assyrien. Er schlägt es wie einst die Midianiter am Rabenfelsen. Er streckt seinen Stab über das Meer aus wie damals in Ägypten.
  27. 27 Dann nimmt er die Last Assyriens von deiner Schulter und entfernt sein Joch von deinem Nacken. Dein Hals wird befreit von dem Druck der Riemen, an denen das Joch befestigt ist.
  28. 28 Die Assyrer rückten gegen Aja vor und zogen durch Migron. In Michmas ließen sie ihre Ausrüstung zurück.
  29. 29 Sie durchquerten die Schlucht und riefen: »In Geba wollen wir übernachten!« Da zitterten die Einwohner von Rama, und die Bewohner von Gibea, der Stadt Sauls, flohen.
  30. 30 Schrei, so laut du kannst, Tochter Gallim! Sei vorsichtig, Lajescha! Anatot liegt am Boden.
  31. 31 Madmena ist geflohen. Die Bewohner von Gebim haben sich in Sicherheit gebracht.
  32. 32 Heute noch beziehen die Assyrer Stellung in Nob. Drohend strecken sie ihre Hand aus gegen den Berg der Tochter Zion, gegen den Hügel Jerusalems.
  33. 33 Sieh doch: Gott, der Herr Zebaot, schlägt mit Gewalt die Zweige ab. Die hochgewachsenen Bäume werden gefällt. Alles, was hochragt, sinkt in sich zusammen.
  34. 34 Er rodet den dichten Wald mit der Axt. Die mächtigen Bäume auf dem Libanongebirge fallen.

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