예레미야 5장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야 (Jeremiah) · 31절
- 1 Durchstreift die Gassen Jerusalems und haltet eure Augen offen! Seht auf den Plätzen der Stadt nach! Sucht, ob ihr jemanden findet, der sich an das Recht hält, der ehrlich und wahrhaftig ist! Gibt es überhaupt so jemanden? Nur dann bin ich bereit, der Stadt zu vergeben.
- 2 Wenn sie auch schwören: »Beim Leben des Herrn!«, lügen sie doch und begehen einen Meineid.
- 3 Herr, du beobachtest diese Menschen genau. Du willst, dass sie ehrlich und wahrhaftig sind! Du hast sie gestraft – aber der Schmerz ließ sie kalt. Du hast sie fast vernichtet – aber sie wollten daraus nichts lernen. Sie haben keine Miene verzogen, wie an den härtesten Felsen prallte alles an ihnen ab. Sie weigerten sich umzukehren.
- 4 Ich aber dachte: »So machen es nur die einfachen, armen Leute. Sie wissen nichts von dem Weg des Herrn, das Recht ihres Gottes kennen sie nicht.
- 5 Also will ich zu den Großen und Einflussreichen gehen und mit ihnen sprechen. Denn sie wissen von dem Weg des Herrn, und das Recht ihres Gottes kennen sie.« Doch auch sie haben das Joch zerbrochen und haben die Stricke zerrissen.
- 6 Deshalb wird der Feind sie schlagen: Der Löwe aus dem Wald hat sie schon angegriffen. Bald schon wird der Wolf aus der Steppe zupacken. Der Panther schleicht bereits um ihre Städte herum. Jeder, der die Stadt verlässt, wird in Stücke gerissen werden. Denn zahllos sind ihre Vergehen, so oft haben sie sich von Gott abgewandt!
- 7 Weshalb sollte ich dir, Israel, vergeben? Auch deine Söhne verlassen mich. Sie schwören im Namen von Götzen, die doch nicht Gott sind. Dabei habe ich sie satt gemacht! Aber sie haben Ehebruch begangen und rennen scharenweise in die Häuser der Huren.
- 8 Wie fette, geile Hengste sind sie geworden: Jeder wiehert nach der Frau des anderen.
- 9 Soll ich so ein Verhalten nicht strafen? Soll ich an so einem Volk nicht Rache nehmen? – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 10 Steigt hinauf in die Weinberge und verwüstet sie! Aber zerstört sie nicht völlig! Reißt nur ihre Ranken weg, weil sie nicht für den Herrn gewachsen sind.
- 11 Denn die Leute von Israel und Juda haben sich mir gegenüber treulos verhalten. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 12 Sie haben mich, den Herrn, verleugnet und behauptet: »So ist er nicht! Er wird schon kein Unheil über uns kommen lassen. Krieg und Hungersnot wird es nicht geben.«
- 13 Die Propheten sind windige Gestalten geworden. Sie empfangen keine Botschaft von Gott. Es soll ihnen wie dem Wind ergehen – flüchtig ist er.
- 14 So spricht der Herr, der Gott Zebaot: »Weil diese Leute solche Worte geredet haben, lege ich meine Worte in deinen Mund, Jeremia. Sie werden die Kraft des Feuers haben und dieses Volk wie Brennholz verzehren.
- 15 Seht her, ihr Leute von Israel: Schon lasse ich den Feind über euch kommen. Das Volk kommt von weit her. – Ausspruch des Herrn – Dieses Volk hat Bestand und eine lange Geschichte. Ihr kennt seine Sprache nicht und versteht nicht, was sie sagen.
- 16 Die Pfeile aus ihren Köchern bringen den Tod. Sie alle sind heldenhafte Krieger.
- 17 Dieses Volk wird euch alles wegnehmen: Es wird eure Ernte und eure Vorräte fressen, eure Söhne und Töchter, eure Schafe und Rinder. Auch die Trauben an euren Weinstöcken und die Feigen an den Bäumen wird es fressen. Es wird eure befestigten Städte zerstören, auf deren Schutz ihr euch verlasst. Das Schwert wird unter euch wüten.
- 18 Doch wenn es so weit ist, will ich euch nicht völlig zerstören. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 19 Ihr werdet dann fragen: ›Warum hat uns der Herr, unser Gott, das angetan?‹ Darauf sollst du, Jeremia, ihnen antworten: ›Eure Strafe entspricht eurem Vergehen: Ihr habt mich, den Herrn, verlassen und fremden Göttern in eurem eigenen Land gedient. So werdet ihr fremden Menschen als Sklaven dienen in einem Land, das euch nicht gehört.‹«
- 20 Verkündet es den Nachkommen Jakobs und lasst diese Nachricht in Juda hören:
- 21 »Hör doch endlich zu, du dummes Volk ohne Herz und Verstand! Ja, sie haben Augen, aber sie sehen nicht! Sie haben Ohren, aber sie hören nicht!
- 22 Ausspruch des Herrn: Wollt ihr denn keine Ehrfurcht vor mir haben? Wollt ihr etwa nicht vor mir erzittern? Ich habe dem Meer das Ufer als Grenze gegeben, die es nicht übertreten darf. Für immer habe ich das so festgesetzt. Soll das Meer doch toben – es richtet doch nichts aus. Sollen die Wellen doch tosen – sie überschreiten diese Grenze niemals.
- 23 Doch dieses Volk begreift es nicht, sein Herz ist störrisch und ungehorsam. Es hat sich von mir abgewandt und ging davon.
- 24 In ihren Herzen reifte nicht der Entschluss: ›Wir wollen Ehrfurcht haben vor dem Herrn! Er ist doch unser Gott, der uns Regen schenkt. Im Herbst und im Frühjahr lässt er es regnen, zur richtigen Zeit. So legt er die Wochen fest, in denen wir ernten können. Für uns bewahrt er diese Ordnung.‹
- 25 Durch eure Schuld wird diese Ordnung gestört und eure Sünden halten das Gute von euch fern.
- 26 Denn in meinem Volk finden sich Frevler. Sie liegen auf der Lauer, geduckt wie Vogelfänger. Sie stellen Fallen auf, um Menschen zu fangen.
- 27 Wie ein Käfig voller Vögel ist, so sind ihre Häuser voller Betrug. Dadurch sind sie mächtig und reich geworden.
- 28 Dick und fett sind sie. Ihre Bosheit kennt keine Grenzen. Das Recht setzen sie nicht durch – nicht einmal den Rechtsanspruch der Waisen, die darauf angewiesen sind. Auch das Recht der Armen zählt bei Gericht nicht.
- 29 Soll ich sie ungestraft davonkommen lassen? Soll ich keine Rache nehmen an so einem Volk? – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 30 Entsetzlich und abscheulich ist, was in diesem Land geschieht:
- 31 Verlogen sind die Propheten, und die Priester suchen ihren eigenen Vorteil. Ja, mein Volk liebt es sogar so! Was werdet ihr denn tun, wenn das alles ein Ende hat?«
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