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예레미야 48장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야 (Jeremiah) · 47절

  1. 1 Das ist das Gerichtswort gegen die Moabiter: So spricht der Herr der himmlischen Heere, der Gott Israels: Wehe der Stadt Nebo! Denn sie wird verwüstet! Schande über die Stadt Kirjatajim, die erobert wird! Selbst Moabs Festungen in den Bergen werden schändlich zugerichtet und niedergerissen.
  2. 2 Mit Moabs Ruhm ist es aus. In Heschbon hat man Moabs Verderben geplant: »Los! Lasst uns dieses Volk vom Erdboden ausrotten!« Auch in dir, Stadt Madmen, wird es totenstill. Denn das Schwert wird dich verfolgen.
  3. 3 Aus Horonajim hört man Geschrei: »Alles verwüstet! Alles zerstört!«
  4. 4 Moab ist am Ende. Man hört die kleinen Kinder schreien.
  5. 5 Unter Tränen steigen sie die Anhöhe von Luhit hinauf. Beim Abstieg von Horonajim hört man verzweifeltes Geschrei über die Zerstörung.
  6. 6 Ergreift die Flucht! Rettet euer Leben! Dann überlebt ihr wenigstens – wie ein Strauch in der Wüste.
  7. 7 Denn auch du, Moab, wirst erobert, weil du auf deine Festungen und Schätze vertraut hast. Kemosch muss in die Verbannung gehen, zusammen mit seinen Priestern und Fürsten.
  8. 8 Der Zerstörer kommt in jede Stadt. Keine Stadt wird ihm entgehen. Unten im Tal wird alles vernichtet, oben auf der Ebene wird alles zerstört. Das hat der Herr gesagt.
  9. 9 Gebt Moab doch Flügel, damit es bei seiner Flucht davonfliegen kann! Seine Städte werden verwüstet, niemand wird mehr darin leben.
  10. 10 Verflucht soll sein, wer den Auftrag des Herrn nur halbherzig ausführt! Verflucht soll sein, wer sein Schwert zurückhält vom Blutvergießen!
  11. 11 Seit seiner Anfangszeit war Moab ungestört wie der Wein, der auf seiner Hefe ruht. Es wurde nie umgegossen, kam nie von einem Gefäß in ein anderes: Nie musste es in die Verbannung gehen. Deshalb blieb sein Geschmack erhalten, sein Geruch war unverändert.
  12. 12 Doch seht: Es wird eine Zeit kommen, da schicke ich Kellermeister zu ihm. – Ausspruch des Herrn – Sie werden Moab umschütten, seine Gefäße leeren und seine Weinkrüge zerschlagen.
  13. 13 Dann wird Moab von Kemosch enttäuscht werden. Genauso wie Israel damals enttäuscht wurde, als es auf Bet-El sein Vertrauen gesetzt hatte.
  14. 14 Wie könnt ihr Moabiter behaupten: »Wir sind doch tapfere Krieger, kräftige Männer, geschaffen für den Kampf!«?
  15. 15 Nein! Moab wird zerstört. Die Feinde werden in eure Städte hinaufsteigen. Die besten eurer jungen Männer aber steigen herab und werden abgeschlachtet. So lautet der Ausspruch des wahren Königs, Herr der himmlischen Heere ist sein Name.
  16. 16 Schon bald kommt der Untergang Moabs, sein Unglück eilt schnell heran.
  17. 17 Ihr Nachbarvölker, bekundet Moab euer Beileid! Ihr alle, die ihr Moab kennt, ruft verwundert: »Wie konnte dieses starke Reich vernichtet werden? Wie konnte das herrliche Zepter zerbrochen werden?«
  18. 18 Steig herab von deinem hohen Ross und setz dich in den Dreck, du armes Dibon! Denn der Zerstörer Moabs zieht gegen dich heran, er wird deine Festungen zerstören.
  19. 19 Stellt euch an den Weg, ihr Bewohner von Aroer, und haltet Ausschau! Fragt den Flüchtling und die Frau, die entkommen ist: »Was ist denn passiert?«
  20. 20 Sie werden euch antworten: »Schande ist über Moab gekommen! Es ist ganz am Ende. Klagt und schreit! Berichtet den Menschen am Arnon, dass Moab geschlagen ist!
  21. 21 Die Strafe traf die Hochebene, das Gebiet um Holon, Jahaz und Mefaat.
  22. 22 Auch alle anderen hat es getroffen: Dibon, Nebo und Bet-Diblatajim,
  23. 23 Kirjatajim, Bet-Gamul und Bet-Meon,
  24. 24 Kerijot, Bozra und alle Städte des Landes Moab – alle nah und fern.«
  25. 25 Ja, das stolze Horn Moabs ist abgehauen, sein kraftvoller Arm ist zerschmettert. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
  26. 26 Macht Moab betrunken! Denn es hat sich groß aufgespielt und dabei den Herrn lächerlich gemacht. Moab soll so betrunken sein, dass es in sein eigenes Erbrochenes fällt. Dann wird man auch über Moab spotten.
  27. 27 Denn warst du es nicht, Moab, das Israel verspottet hat? Hast du nicht jedes Mal höhnisch den Kopf geschüttelt, wenn du von Israel gesprochen hast? Du hast so getan, als ob man Israel beim Diebstahl ertappt hätte.
  28. 28 Also, ihr Bewohner Moabs, flieht: Verlasst die Städte und wohnt in den Felsen! Macht es wie die Tauben, die an den Wänden der Schluchten nisten!
  29. 29 Wir alle haben davon gehört, wie stolz Moab ist: so unglaublich stolz und voller Hochmut, eingebildet, übermütig und selbstzufrieden.
  30. 30 So lautet der Ausspruch des Herrn: Ich kenne Moabs Überheblichkeit, sein verlogenes Geschwätz, sein widerliches Verhalten.
  31. 31 Deswegen stimme ich über Moab ein Klagelied an. Über ganz Moab muss ich weinen, man seufzt über die Leute von Kir-Heres.
  32. 32 Um dich, Sibma, muss ich mehr weinen als um Jaser. Du, Sibma, bist wie ein Weinstock: Deine Ranken wuchsen bis zum Meer, bis zum Meer von Jaser reichten sie. Doch der Zerstörer stürzte sich auf deine Früchte und deine Weintrauben.
  33. 33 Mit der Freude und dem Jubel ist es vorbei! In den Gärten im Land Moab ist es still geworden. Ich habe all dem ein Ende gemacht: Der Traubensaft fließt nicht mehr beim Keltern. Es tritt ja auch niemand mehr die Trauben und singt dabei. Nichts davon ist mehr zu hören.
  34. 34 Dafür hört man überall Heschbons Geschrei: nördlich bis nach Elale und sogar bis Jahaz, südlich von Zoar bis Horonajim und Eglat-Schelischija. Selbst die Oase von Nimrim wird zur Wüste.
  35. 35 So lautet der Ausspruch des Herrn: Ich mache dem Götzendienst Moabs ein Ende! Niemand wird mehr zu einem Kultplatz hinaufsteigen und seinen Göttern Räucheropfer darbringen.
  36. 36 Mein Herz klagt um Moab wie eine traurige Flöte. Wie eine Flöte spielt es für die Leute von Kir-Heres. Alles, was sie auf die Seite legten, ist verloren.
  37. 37 Als Zeichen der Trauer hat man sich die Köpfe geschoren, die Bärte gestutzt und die Hände blutig geritzt. Jeder trägt ein Trauergewand.
  38. 38 Überall in Moab gibt es nichts als Trauer: auf allen Dächern und auf allen Plätzen. Denn ich habe Moab zerschlagen wie ein Gefäß, das keinem gefällt. – So lautet der Ausspruch des Herrn.
  39. 39 Oh, wie ist Moab zerbrochen! Was für ein Geheule! Es hat sich weggedreht und ist mit Schande geflohen! Moab ist zum Gespött geworden und ein Bild des Entsetzens für alle Nachbarvölker.
  40. 40 So spricht der Herr: Seht her! Wie ein Adler fliegt er heran und breitet über Moab seine Flügel aus.
  41. 41 Schon ist Kerijot erobert, die Festungen sind eingenommen. Wenn dieser Tag da ist, wird den Kriegern Moabs der Mut sinken: Ihr Herz ist dann wie das Herz einer Frau bei der Geburt.
  42. 42 Moab wird ausgelöscht, dieses Volk wird es nicht mehr geben. Denn es hat sich groß aufgespielt und dabei den Herrn lächerlich gemacht.
  43. 43 Furcht und Schrecken, Fallgrube und Fangnetz – das alles wartet auf dich, du Bewohner Moabs. – Ausspruch des Herrn –
  44. 44 Wer dem Schrecken entflieht, wird in die Grube fallen. Wer aus der Grube herausklettert, wird sich im Netz verfangen. Denn das Jahr der Strafe wird kommen: Ich werde Unheil über Moab bringen. – Ausspruch des Herrn –
  45. 45 Im Schatten von Heschbon suchen die Flüchtlinge Zuflucht. Doch von Heschbon geht ein Feuer aus, und aus Sihons Palast steigen die Flammen auf. Dieses Feuer frisst sich durch ganz Moab: Es verbrennt Moab die Schläfen und seinen Großmäulern den Scheitel.
  46. 46 Weh dir, Moab! Besiegt bist du, du Volk des Gottes Kemosch. Deine Söhne werden in die Verbannung gebracht und deine Töchter in die Gefangenschaft.
  47. 47 Doch am Ende werde ich Moabs Schicksal wieder wenden. – So lautet der Ausspruch des Herrn. Damit enden die Gerichtsworte über Moab.

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