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예레미야 36장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야 (Jeremiah) · 32절

  1. 1 Es war das vierte Regierungsjahr von Jojakim, dem König von Juda und Sohn des Joschija. Da kam dieses Wort des Herrn zu Jeremia:
  2. 2 »Nimm dir eine leere Schriftrolle und schreib darauf alle meine Worte! Schreib alles auf, was ich dir mitgeteilt habe über Israel, Juda und alle anderen Völker – angefangen bei der Zeit Joschijas bis heute!
  3. 3 Vielleicht werden die Judäer ja umkehren, wenn sie von all dem Unheil hören – von dem Unheil, das ich für sie plane. Vielleicht hören sie auf mit ihrem bösen Tun, und ich vergebe ihnen ihre Schuld und ihre Sünden.«
  4. 4 Da rief Jeremia Baruch, den Sohn des Nerija, zu sich. Baruch schrieb all das auf die Schriftrolle, was Jeremia ihm diktierte. Es waren die Worte des Herrn, die dieser zu Jeremia gesprochen hatte.
  5. 5 Dann befahl Jeremia Baruch: »Mir ist es nicht möglich, ins Haus des Herrn zu gehen.
  6. 6 Darum geh du hin und lies aus der Schriftrolle vor, was ich dir diktiert habe. Lies die Worte des Herrn allen vor, die am Fastentag im Haus des Herrn sind. Lies sie auch allen Leuten aus Juda vor, die aus ihren Städten nach Jerusalem gekommen sind. Lies sie ihnen laut und deutlich vor!
  7. 7 Vielleicht bitten sie den Herrn um Erbarmen. Vielleicht kehren sie um von ihren bösen Wegen. Vielleicht lässt jeder sein böses Tun sein. Denn Gottes Zorn und seine Wut sind groß. Davor warnt der Herr dieses Volk.«
  8. 8 Baruch, der Sohn Nerijas, machte alles so, wie es ihm der Prophet Jeremia befohlen hatte. Er las im Haus des Herrn aus der Schriftrolle vor. Er las alle Worte des Herrn laut vor.
  9. 9 Es war im neunten Monat des fünften Regierungsjahres von Jojakim, dem König von Juda und Sohn des Joschija. Damals wurde ein Fasten vor dem Herrn ausgerufen. Jeder in Jerusalem sollte sich daran beteiligen. Auch alle sollten fasten, die aus den Städten Judas nach Jerusalem kamen.
  10. 10 Nun las Baruch aus der Schriftrolle vor, in der die Worte Jeremias standen. Er stand dabei im Haus des Herrn im inneren Hof, am Eingang des neuen Tempeltores. Dort befand sich die Halle des Schreibers Gemarja, des Sohnes von Schafan. Baruch las dem ganzen Volk laut und deutlich vor.
  11. 11 Micha, der Sohn des Gemarja und Enkel von Schafan, hörte alle Worte des Herrn, die in der Schriftrolle standen.
  12. 12 Da ging er hinunter in den Palast des Königs und hinein in die Halle der Schreiber. Dort saßen alle hohen Beamten beieinander: der Schreiber Elischama und Delaja, der Sohn des Schemaja, Elnatan, der Sohn des Achbor, Gemarja, der Sohn des Schafan, Zidkija, der Sohn des Hananja, und alle anderen.
  13. 13 Micha erzählte ihnen alles, was er gehört hatte. Er berichtete von den Worten aus der Schriftrolle, die Baruch dem Volk vorgelesen hatte.
  14. 14 Da schickten die Beamten einen Boten zu Baruch: Jehudi, den Sohn des Netanja. Er war ein Enkel von Schelemja und Urenkel von Kuschi. Jehudi richtete Baruch aus: »Nimm die Schriftrolle, aus der du dem Volk vorgelesen hast, und komm mit!« Da nahm Baruch, der Sohn Nerijas, die Schriftrolle und ging zu den hohen Beamten.
  15. 15 Die forderten ihn auf: »Setz dich hin und lies uns aus der Schriftrolle vor!« Baruch las ihnen laut und deutlich vor.
  16. 16 Als sie all diese Worte hörten, schauten sie sich erschrocken an. Dann sagten sie zu Baruch: »Wir müssen dem König davon berichten! Er muss all diese Worte hören!«
  17. 17 Außerdem wollten sie von Baruch wissen: »Verrat uns doch, wie du all diese Worte aufgeschrieben hast. Es sind doch Worte aus Jeremias Mund!«
  18. 18 Baruch antwortete ihnen: »Er diktierte mir all diese Worte, und ich habe sie mit Tinte aufgeschrieben.«
  19. 19 Da sagten die Beamten zu Baruch: »Geh und versteck dich, zusammen mit Jeremia! Niemand darf wissen, wo ihr seid!«
  20. 20 Dann gingen die Beamten zum König. Sie kamen in den Hof des Palastes. Die Schriftrolle hatten sie nicht mitgenommen, sie befand sich in der Halle des Schreibers Elischama. Die Beamten berichteten dem König alles – jedes einzelne Wort.
  21. 21 Daraufhin schickte der König Jehudi los, um die Schriftrolle zu holen. Der holte sie aus der Halle des Schreibers Elischama. Dann las Jehudi sie vor. Der König hörte es, genauso auch alle Beamten, die um ihn herum standen.
  22. 22 Weil es im neunten Monat kalt ist, saß der König im Winterhaus des Palastes. Vor ihm stand ein Becken mit Kohlen. Darin brannte ein Feuer.
  23. 23 Der König nahm ein scharfes Messer, wie es die Schreiber benutzen. Immer wenn Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt der König sie ab und warf sie ins Feuer. Sie verbrannten im Becken mit den Kohlen. Am Ende war die ganze Rolle vom Feuer verzehrt.
  24. 24 Niemand war erschrocken. Niemand zerriss seine Kleider, weder der König noch einer seiner Beamten, die all diese Worte gehört hatten.
  25. 25 Nur Elnatan, Delaja und Gemarja hatten den König angefleht, die Schriftrolle nicht zu verbrennen. Aber der König hatte nicht auf sie gehört.
  26. 26 Vielmehr gab er den Befehl, den Schreiber Baruch und den Propheten Jeremia gefangen zu nehmen. Dazu schickte er Prinz Jerachmeel los, zusammen mit Seraja, dem Sohn des Asriel, und Schelemja, dem Sohn des Abdeel. Doch der Herr hielt Baruch und Jeremia verborgen.
  27. 27 Der König hatte also die Schriftrolle verbrannt, auf der die Worte standen, die Jeremia Baruch diktiert hatte. Da kam dieses Wort vom Herrn zu Jeremia:
  28. 28 »Nimm dir eine neue Schriftrolle! Schreib alle Worte darauf, die auf der ersten Schriftrolle standen. Die hat Jojakim, der König von Juda, ja verbrannt.
  29. 29 Außerdem sollst du König Jojakim von Juda ausrichten: So spricht der Herr! Du hast die erste Schriftrolle verbrannt. Dabei hast du dich bei Jeremia über das beschwert, was er darauf geschrieben hatte: ›Der babylonische König wird kommen und dieses Land vernichten. Er wird Mensch und Tier ein Ende machen.‹
  30. 30 Deshalb gilt für König Jojakim von Juda, was der Herr über ihn spricht: Keiner seiner Nachkommen wird auf dem Thron Davids sitzen. Und seinen Leichnam wird man vor die Stadt werfen. Da draußen wird er schutzlos liegen, in der Hitze des Tages und in der Kälte der Nacht.
  31. 31 Alle werde ich für ihre Schuld bestrafen: den König, seine Nachkommen und seine Diener. Großes Unheil werde ich über sie bringen, auch über die Bewohner Jerusalems und die Menschen in Juda. Dieses Unheil habe ich ihnen angedroht. Doch sie wollten nicht hören.«
  32. 32 Da nahm Jeremia eine zweite Schriftrolle. Die gab er dem Schreiber Baruch, dem Sohn des Nerija. Baruch schrieb darauf, was Jeremia ihm diktierte. Es waren alle Worte, die schon auf der ersten Rolle gestanden hatten. Die hatte Jojakim, der König von Juda, verbrannt. Dazu kamen jetzt noch viele andere Worte mit derselben Botschaft.

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