예레미야 22장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 예레미야 (Jeremiah) · 30절
- 1 Der Herr gab Jeremia einen Auftrag: »Geh hinunter zum Palast des judäischen Königshauses und verkünde dort dieses Wort.
- 2 Du sollst sagen: Hör das Wort des Herrn, König von Juda, der du auf dem Thron Davids sitzt! Nicht nur du sollst hören, sondern auch deine Beamten und alle, die durch diese Tore hereinkommen!
- 3 So spricht der Herr: Sorgt für Recht und Gerechtigkeit und rettet den Bedrückten vor seinem Peiniger! Unterdrückt nicht die Fremden, Waisen und Witwen und tut niemandem Gewalt an! Vergießt niemals das Blut unschuldiger Menschen an diesem Ort!
- 4 Wenn ihr dieses Wort befolgt, werdet ihr auch in Zukunft Könige haben: Sie werden durch die Tore dieses Palastes ziehen und auf dem Thron Davids sitzen. Mit Pferden und Wagen werden sie kommen, der König, seine Beamten und sein ganzer Hofstaat.
- 5 Gehorcht ihr diesen Worten aber nicht, wird dieser Palast zu einem Trümmerhaufen werden. Das schwöre ich bei mir selbst. – So lautet der Ausspruch des Herrn.«
- 6 Das ist die Botschaft für das judäische Königshaus: So spricht der Herr! Du bist mir lieb wie Gilead, wie der Gipfel des Libanon gefällst du mir. Und doch werde ich dich verwüsten und mache dich zu einer unbewohnten Stadt.
- 7 Ich werde Männer mit Waffen gegen dich schicken, mit dem heiligen Auftrag, dich zu zerstören. Sie werden deine besten Zedern fällen und sie ins Feuer werfen.
- 8 Menschen aus vielen Ländern werden an dieser Stadt vorbeikommen und einander fragen: »Warum hat der Herr dieser großen Stadt das angetan?«
- 9 Dann wird man ihnen antworten: »Weil ihre Bewohner den Bund verlassen haben, den der Herr, ihr Gott, mit ihnen geschlossen hatte. Sie haben andere Götter angebetet und sie verehrt.«
- 10 Trauert nicht um den toten König und haltet keine Totenklage für ihn! Trauert aber wegen des Königs, der gehen muss! Denn er wird nie wieder zurückkehren und das Land seiner Geburt nicht wiedersehen.
- 11 Denn so spricht der Herr: König Schallum von Juda, der Sohn Joschijas, folgte seinem Vater Joschija auf dem Thron. Doch er musste diesen Ort verlassen und wird nie wieder an diesen Ort zurückkehren.
- 12 Denn er wird dort sterben, wohin er verschleppt wurde. Dieses Land wird er nie wiedersehen.
- 13 Wehe dem, der sein Haus nicht mit Gerechtigkeit baut und die Räume seines Palastes nicht mit Recht! Er lässt Menschen umsonst für sich arbeiten und zahlt ihnen ihren Lohn nicht.
- 14 Doch für sich beschließt er: »Ich baue für mich einen riesigen Palast mit prunkvollen Räumen.« Er lässt Fenster herausbrechen, die Wände mit Zedernholz verkleiden und leuchtend rot streichen.
- 15 Bist du etwa deshalb König, um mit Zedernholz anzugeben? Hat dein Vater nicht auch gut gegessen und getrunken und sich trotzdem an Recht und Gerechtigkeit gehalten? Und es ging ihm doch gut dabei!
- 16 Er war für arme und wehrlose Menschen da und hat ihnen zu ihrem Recht verholfen. Und es ging ihm gut. Das zu tun, heißt doch, mich wirklich zu kennen, oder? – So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 17 Aber du bist nur auf deinen Vorteil aus, deine Augen und dein Herz wollen nichts anderes. Du vergießt das Blut unschuldiger Menschen und greifst zu Unterdrückung und Erpressung.
- 18 Darum spricht der Herr und kündigt an, was König Jojakim von Juda, Joschijas Sohn, erwartet: Man wird für den König keine Totenklage halten. Niemand wird klagen: »Ach, mein Bruder!«, oder sagen: »Ach, Schwester!« Niemand wird klagen: »Ach, unser Herr!«, oder sagen: »Ach, seine Majestät!«
- 19 Nein, wie man einen Esel begräbt, so wird man den König begraben: Man wird ihn fortschleifen und hinwerfen, draußen vor die Tore Jerusalems.
- 20 Steig hinauf auf den Libanon und schreie! Lass deine Klage in der Hochebene von Baschan hören und schreie vom Gebirge Abarim herab! Denn alle deine Liebhaber sind vernichtend geschlagen.
- 21 Als du dich sicher fühltest, habe ich versucht, mit dir zu reden. Doch du hast gemeint: »Ich will nichts davon hören!« So hast du es seit deiner Jugend gemacht – nie hast du auf mich gehört.
- 22 Der Wind wird deine Hirten weiden und deine Liebhaber werden verschleppt. Dann wirst du dich für all deine Bosheit schämen und wirst vor Scham vergehen.
- 23 Noch thronst du oben auf dem Libanon. Noch hast du es dir zwischen Zedern bequem gemacht. Doch wie wirst du stöhnen, wenn die Wehen kommen – wenn du Schmerzen hast wie eine Frau bei der Geburt?
- 24 So lautet der Ausspruch des Herrn: »Bei meinem Leben! König Konja von Juda, du Sohn Jojakims, du hast kein Mitleid verdient! Wärst du ein Siegelring an meiner rechten Hand, würde ich dich doch von dort wegreißen.
- 25 Ich werde dich in die Hand von Menschen geben, die dir nach dem Leben trachten. Ja, ich werde dich in die Hand derer geben, vor denen du Angst hast, in die Hand von Nebukadnezzar, dem babylonischen König, und in die Gewalt der Babylonier.
- 26 Ich werde dich hinauswerfen, dich und deine Mutter, die dich geboren hat. Ich werde euch in ein fremdes Land schleudern, in dem ihr nicht geboren wurdet. Dort werdet ihr sterben.
- 27 Aber in das Land, in das ihr euch zurücksehnt, werdet ihr nicht zurückkehren – so sehr ihr euch auch danach sehnt.«
- 28 Warum trifft König Konja all das? Ist er ein Gefäß, das niemand mehr benutzen will und das man zerschlagen kann? Oder ist er wie Geschirr, das keinem mehr gefällt? Warum wurden er und seine Nachkommen hinausgeworfen und in ein Land geschleudert, das ihnen fremd ist?
- 29 Land, Land, Land, hör das Wort des Herrn!
- 30 So spricht der Herr: »Schreibt über das Leben dieses Mannes: Kinderlos. Sein Leben lang erfolglos. Ohne Thronfolger. Keiner seiner Nachkommen wird es schaffen, auf dem Thron Davids zu sitzen und über Juda zu herrschen.«
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