열왕기하 6장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 열왕기하 (2 Kings) · 33절
- 1 Bei Elischa war eine Gruppe junger Propheten. Eines Tages klagten sie: »Der Raum zum Wohnen ist zu eng für uns.
- 2 Wir wollen zum Jordan gehen, und jeder soll von dort einen Baumstamm holen. Dann wollen wir für uns eine größere Unterkunft bauen, in der wir zusammen wohnen können.« Elischa sagte: »Geht nur.«
- 3 Einer aber bat ihn: »Geh doch mit deinen Knechten!« Elischa antwortete: »Gut, ich komme mit.«
- 4 Und er ging mit ihnen. Sie kamen zum Jordan und fällten Bäume.
- 5 Beim Fällen löste sich das Eisen von der Axt und fiel ins Wasser. Da rief einer der Männer laut: »O nein, mein Herr! Die Axt war doch geliehen!«
- 6 Der Gottesmann aber sagte: »Wo ist sie hineingefallen?« Da zeigte der Mann ihm die Stelle. Elischa schnitt ein Stück Holz ab, warf es hinein und brachte so das Eisen zum Schwimmen.
- 7 Dann befahl er: »Hol es heraus!« Der Mann streckte seinen Arm aus und ergriff es.
- 8 Der König von Aram befand sich im Krieg mit Israel. Daher beriet er sich mit seinen Offizieren und sagte: »An diesem Ort bringen wir uns in Stellung.«
- 9 Daraufhin schickte der Gottesmann einen Boten und ließ dem König von Israel ausrichten: »Hüte dich davor, dich diesem Ort zu nähern! Denn dort liegen die Aramäer in Stellung.«
- 10 Also war der König von Israel vorsichtig und schickte Boten los. Die sollten den Ort auskundschaften, vor dem sie der Gottesmann gewarnt hatte. Das geschah öfter, nicht nur ein- oder zweimal.
- 11 Das beunruhigte den König von Aram. Er rief seine Offiziere und sprach seinen Verdacht aus: »Einer von uns hält sich zum König von Israel. Sagt mir, wer das ist!«
- 12 Darauf antwortete einer seiner Offiziere: »Nein, mein Herr und König. So ist es nicht. Elischa, der Prophet in Israel, ist an allem schuld. Er kann dem König von Israel sogar sagen, was du in deinem Schlafzimmer sprichst.«
- 13 Also befahl der König: »Geht und findet heraus, wo er sich aufhält. Ich werde ihn holen lassen.« Und es wurde ihm gemeldet: »Er ist in Dotan.«
- 14 Da schickte er eine größere Truppe Soldaten dorthin, gut ausgestattet mit Pferden und Streitwagen. Bei Nacht erreichten sie die Stadt und umstellten sie.
- 15 Am nächsten Morgen stand der Diener des Gottesmannes nichts ahnend auf. Er ging hinaus und sah die Truppen, Pferde und Wagen: Die Stadt war umstellt! Da sagte der Diener zu seinem Herrn: »O weh, mein Herr! Was sollen wir nur tun?«
- 16 Er aber sagte: »Fürchte dich nicht! Wir haben mehr Beistand als sie!«
- 17 Dann betete Elischa und sprach: »Herr, öffne seine Augen, damit er es sieht.« Da öffnete der Herr die Augen des Dieners und er konnte es sehen: Der Berg, auf dem Elischa stand, war von Pferden und Wagen aus Feuer umgeben!
- 18 Als die Aramäer vorrückten, betete Elischa zum Herrn: »Schlag diese Leute mit Blindheit!« Da schlug er sie mit Blindheit, wie Elischa es erbeten hatte.
- 19 Elischa aber rief den vorrückenden Soldaten zu: »Ihr seid hier falsch. Das ist nicht die Stadt. Ihr müsst einen anderen Weg nehmen. Folgt mir! Ich bringe euch zu dem Mann, den ihr sucht.« Und er führte sie nach Samaria.
- 20 Als sie in Samaria angekommen waren, betete Elischa: »Herr, öffne ihnen die Augen, damit sie es sehen!« Da öffnete der Herr ihnen die Augen und sie sahen, dass sie mitten in Samaria waren.
- 21 Auch der König von Israel hatte sie bemerkt und fragte Elischa: »Soll ich sie töten, mein Herr?«
- 22 Der aber antwortete: »Töte sie nicht! Was tust du mit denen, die du im Kampf besiegst? Tötest du diese Gefangenen etwa auch? Setz ihnen lieber Brot und Wasser vor, damit sie essen und trinken und zu ihrem Herrn zurückgehen.«
- 23 Also richtete er ein großes Essen aus, bei dem sie aßen und tranken. Dann ließ er sie gehen, und sie kehrten in ihre Heimat zurück. Seitdem hörten die Überfälle der Aramäer auf, und sie mieden das Land Israel.
- 24 Einige Zeit danach zog Ben-Hadad gegen Samaria. Der König von Aram hatte sein ganzes Heer gesammelt und belagerte die Stadt.
- 25 Dadurch entstand in Samaria eine große Hungersnot. Durch die Belagerung wurden Lebensmittel unbezahlbar: Selbst ein Eselskopf kostete 80 Silberstücke, eine Handvoll Taubenmist fünf Silberstücke.
- 26 Als der König von Israel einmal die Mauer der Stadt entlangging, rief ihm eine Frau zu: »Hilf mir, mein Herr und König!«
- 27 Er entgegnete: »Wie soll ich dir helfen, wenn der Herr dir nicht hilft? Wo soll ich noch etwas zu essen oder trinken herbekommen?«
- 28 Doch dann fragte der König noch einmal nach: »Oder hast du etwa ein anderes Anliegen?« Sie antwortete: »Diese Frau hat mir vorgeschlagen: ›Gib deinen Sohn her. Heute essen wir ihn, morgen essen wir meinen Sohn.‹
- 29 Also kochten wir meinen Sohn und aßen ihn. Am anderen Tag forderte ich sie auf: ›Gib jetzt deinen Sohn her, wir wollen ihn essen.‹ Doch sie versteckte ihren Sohn.«
- 30 Als der König die Worte der Frau hörte, zerriss er seine Kleider. Da er oben auf der Mauer stand, sah das Volk, dass er darunter ein Trauergewand trug – und das außerhalb des Hauses!
- 31 Dann rief er: »Gott soll mir antun, was immer er will! Elischa, der Sohn von Schafat, soll dafür zahlen! Sein Kopf wird heute nicht auf seinem Hals bleiben!«
- 32 Elischa aber war in seinem Haus, und die Ältesten saßen bei ihm. Der König hatte einen Mann vorgeschickt. Noch bevor dieser Bote eintraf, sagte Elischa zu den Ältesten: »Seht ihr, dass dieser Mörder einen Henker schickt, der mir den Kopf abschlagen soll? Seht, da kommt schon sein Bote! Verschließt die Tür und lasst ihn nicht herein! Hinter ihm hört man schon die Schritte seines Herrn.«
- 33 Noch während Elischa mit ihnen redete, kam der König dazu und rief: »Dieses Elend kommt vom Herrn! Was kann ich noch vom Herrn erwarten?«
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