열왕기하 19장 BasisBibel (2021)
BasisBibel (2021) · 독일어 · 열왕기하 (2 Kings) · 37절
- 1 Als König Hiskija das hörte, zerriss er seine Kleider und zog ein Trauergewand an. Dann ging er in den Tempel.
- 2 Auch der Palastverwalter Eljakim, der Staatsschreiber Schebna und die führenden Priester zogen Trauergewänder an. So schickte Hiskija sie zum Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz.
- 3 Sie sollten ihm ausrichten: »So spricht Hiskija: Heute ist ein Tag der Not, der Strafe und der Schande. Es geht uns wie Kindern, die bei der Geburt feststecken. Doch den Frauen fehlt die Kraft, sie herauszupressen.
- 4 Vielleicht hört ja der Herr, dein Gott, alles, was der Rabschake gesagt hat, und bestraft ihn dafür. Denn er hat den lebendigen Gott verhöhnt im Auftrag seines Herrn, des assyrischen Königs. Bete doch für den Rest der Leute, den man in Jerusalem noch finden kann.«
- 5 So kamen die Berater des Königs Hiskija zu Jesaja.
- 6 Der gab ihnen folgende Nachricht für ihren Herrn mit: »So spricht der Herr: Fürchte dich nicht vor dieser Drohung. Die Boten des assyrischen Königs haben mich mit ihren Worten verspottet.
- 7 Deshalb werde ich ihn verwirren: Er wird eine Nachricht bekommen, sodass er in sein Land zurückkehrt. Dort werde ich ihn durch das Schwert umkommen lassen.«
- 8 Da kehrte der Rabschake zum assyrischen König zurück. Denn er hatte erfahren, dass der König von Lachisch abgezogen war und gegen Libna kämpfte.
- 9 Damals erhielt der König von Assyrien die Nachricht: »Tirhaka, der König von Kusch, ist zum Krieg gegen dich ausgezogen.« Daraufhin kehrte er um und schickte Boten zu Hiskija mit folgendem Auftrag:
- 10 »So sollt ihr zu König Hiskija von Juda sprechen: Lass dich von deinem Gott nicht betrügen. Du vertraust ihm und denkst: ›Jerusalem wird dem assyrischen König nicht in die Hände fallen.‹
- 11 Du hast doch gehört, was die Könige von Assyrien den anderen Ländern angetan haben. Sie haben alle vollständig verwüstet. Und ausgerechnet du solltest gerettet werden?
- 12 Sind denn die Völker, die meine Vorfahren vernichtet haben, von ihren Göttern gerettet worden? Was ist mit Gosan, Haran und Rezef geschehen? Wie steht es um die Nachkommen Edens, die in Telassar lebten?
- 13 Wo ist der König von Hamat geblieben? Wo ist der König von Arpad, wo der König der Stadt Sefarwajim? Wo sind die Könige von Hena und Awa?«
- 14 Das alles stand in einem Brief, den Hiskija von den Boten erhielt. Nachdem er ihn gelesen hatte, ging er zum Tempel hinauf und legte ihn dem Herrn vor.
- 15 Hiskija stand im Tempel vor dem Herrn und betete: »Herr, Gott Israels, der über den Kerubim thront! Du allein bist Gott und herrschst über alle Reiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht.
- 16 Herr, hab ein offenes Ohr für mich und höre! Herr, öffne deine Augen und sieh! Hör dir die Worte des Sanherib an. Er hat diesen Brief geschickt, um dich, den lebendigen Gott zu verhöhnen.
- 17 Es ist wahr, Herr: Die Könige von Assyrien haben die Völker und ihre Länder verwüstet
- 18 und deren Götter ins Feuer geworfen. Es waren ja auch gar keine Götter, sondern Machwerke von Menschenhand aus Holz oder Stein. Deshalb konnten die Assyrer sie vernichten.
- 19 Nun bitte ich dich, Herr, unser Gott: Rette uns vor dem König von Assyrien! Dann werden alle Königreiche der Erde erkennen, dass du, Herr, allein Gott bist.«
- 20 Daraufhin schickte Jesaja, der Sohn des Amoz, eine Botschaft an Hiskija: »So spricht der Herr, der Gott Israels: Du hast zu mir gebetet, weil Sanherib, der König von Assyrien, dich bedroht. Und ich habe es gehört.
- 21 Dies ist das Wort, das der Herr ihm zu sagen hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet und verspottet dich. Die Tochter Jerusalem schüttelt ihren Kopf über dich.
- 22 Wen hast du da verhöhnt und beschimpft? Gegen wen hast du deine Stimme erhoben? Auf wen hast du unverschämt herabgeblickt? Es war der Heilige Israels!
- 23 Durch deine Boten hast du den Herrn verhöhnt und geprahlt: ›Mit meinen vielen Streitwagen habe ich die höchsten Berge bezwungen. Bis in die hintersten Winkel des Libanon bin ich vorgedrungen. Dort habe ich die höchsten Zedern gefällt und die schönsten Zypressen. Bis zu den entlegensten Hütten bin ich gelangt und in die dichtesten Wälder.
- 24 Ich habe in der Fremde nach Wasser gegraben und es weggetrunken. Mit meinen Füßen versperre ich alle Arme des Nil und lasse Ägypten austrocknen.‹
- 25 Hast du es denn nicht gemerkt? Ich habe das von Anfang an geplant und schon längst in Angriff genommen. Jetzt habe ich es dazu kommen lassen, dass du befestigte Städte zerstört hast. Du hast sie dem Erdboden gleichgemacht.
- 26 Ihre Bewohner verließ der Mut, Angst und Verzweiflung packten sie. Sie verwelkten wie Kraut auf dem Feld. Es ging ihnen wie frischem Grün und dem Gras auf dem Dach, das im Ostwind verdorrt.
- 27 Ich weiß, ob du zu Hause bleibst oder aufbrichst und losziehst. Ich weiß auch, dass du gegen mich wütest.
- 28 Ja, du wütest gegen mich, und ich habe von deiner Überheblichkeit gehört. Darum ziehe ich dir einen Ring durch die Nase und lege dir Zaumzeug ins Maul. So führe ich dich auf demselben Weg zurück, auf dem du gekommen bist.
- 29 Ich will dir ein Zeichen geben, Hiskija. Daran sollst du erkennen, dass ich das tue: In diesem Jahr sollt ihr essen, was nach der Ernte von selbst nachwächst. Im nächsten Jahr müsst ihr euch von dem ernähren, was dann noch wild wächst. Aber im dritten Jahr könnt ihr wieder säen und ernten. Ihr könnt Weinberge bepflanzen und ihre Trauben genießen.
- 30 Die Judäer, die mit dem Leben davongekommen sind, werden gedeihen wie Pflanzen: Sie werden unten tiefe Wurzeln schlagen und oben reiche Frucht bringen.
- 31 Und die wenigen, die in Jerusalem überlebt haben, werden sich vom Berg Zion her wieder ausbreiten. Der Herr Zebaot bewirkt das in seiner leidenschaftlichen Liebe.
- 32 Deshalb spricht der Herr über den König von Assyrien: Er wird nicht in diese Stadt eindringen und keinen Pfeil auf sie schießen. Er wird sie nicht mit Schilden umringen und keinen Belagerungswall gegen sie aufschütten.
- 33 Auf demselben Weg, auf dem er gekommen ist, wird er wieder abziehen. Er wird nicht in diese Stadt eindringen. So lautet der Ausspruch des Herrn.
- 34 Ich werde diese Stadt beschützen und retten. Das bin ich mir und meinem Knecht David schuldig.«
- 35 In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Assyrer 185.000 Mann. Als man am Morgen aufstand, lag alles voller Leichen.
- 36 Der assyrische König Sanherib brach auf und zog ab. Er kehrte nach Ninive zurück und blieb dort.
- 37 Einmal betete er im Tempel seines Gottes Nisroch. Als er vor ihm auf die Knie fiel, ermordeten ihn seine Söhne Adrammelech und Sarezer. Sie erschlugen ihn mit dem Schwert. Dann flohen sie in das Land Ararat. Asarhaddon, der Sohn des Sanherib, wurde König an seiner Stelle.
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