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열왕기상 3장 BasisBibel (2021)

BasisBibel (2021) · 독일어 · 열왕기상 (1 Kings) · 28절

  1. 1 Salomo wurde der Schwiegersohn des Pharao, des Königs von Ägypten. Er heiratete dessen Tochter und brachte sie in die Stadt Davids. Dort blieb sie, bis er seine Bauvorhaben beendet hatte: den Palast, den Tempel des Herrn und die Mauer um Jerusalem.
  2. 2 – Damals gab es noch verschiedene Kultplätze, an denen das Volk seine Opfer darbrachte. Der Tempel für den Namen des Herrn war nämlich noch nicht gebaut. –
  3. 3 Salomo liebte den Herrn und hielt sich an die Anweisungen seines Vaters David. Nur bei den Opfern wich er davon ab: Seine Schlachtopfer und Räucheropfer brachte auch er auf diesen Kultplätzen dar.
  4. 4 Einmal ging der König nach Gibeon, um dort ein Schlachtopfer darzubringen. Gibeon war der bedeutendste Kultplatz im ganzen Land. Auf dem Altar dort brachte Salomo 1000 Brandopfer dar.
  5. 5 In Gibeon erschien der Herr Salomo nachts im Traum. Gott sagte ihm: »Was immer du bittest, will ich dir geben.«
  6. 6 Salomo antwortete: »Deinem Knecht, meinem Vater David, hast du immer viel Gutes getan. Denn er war treu und gerecht, und sein Herz war stets auf dich gerichtet. Er hat sein ganzes Leben nach dir ausgerichtet, und du hast ihm die Treue gehalten. Du hast ihm einen Sohn gegeben, der heute auf seinem Thron sitzt.
  7. 7 Ja, so ist es jetzt, Herr, mein Gott! Du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle von meinem Vater David. Dabei bin ich doch noch ein junger Mann und weiß nicht aus noch ein.
  8. 8 Als dein Knecht stehe ich mitten in deinem Volk, das du erwählt hast. Es ist ein großes Volk, so groß, dass es weder geschätzt noch gezählt werden kann.
  9. 9 Gib mir, deinem Knecht, ein hörendes Herz. Nur so kann ich dein Volk richten und zwischen Gut und Böse unterscheiden. Wie sonst könnte man Recht schaffen in deinem Volk, das doch so bedeutend ist?«
  10. 10 Es gefiel dem Herrn gut, dass Salomo genau darum gebeten hatte.
  11. 11 Gott sagte ihm: »Du hast weder um ein langes Leben gebeten noch um Reichtum oder den Tod deiner Feinde. Stattdessen hast du um Einsicht gebeten, um auf mich zu hören. Nur so kannst du gerechte Urteile fällen.
  12. 12 Darum werde ich deine Bitte erfüllen: Hiermit gebe ich dir ein weises und verständiges Herz. So wie du ist niemand vor dir gewesen, und nach dir wird es keinen geben wie dich.
  13. 13 Ich gebe dir sogar etwas, worum du nicht gebeten hast: Reichtum und Ehre. Kein anderer König wird sich mit dir vergleichen können, solange du lebst.
  14. 14 Ich werde dir ein langes Leben schenken. Richte dein ganzes Leben nach mir aus, wie dein Vater David es getan hat. Befolge also meine Gesetze und Gebote!«
  15. 15 Da erwachte Salomo und merkte: Er hatte geträumt. Er ging nach Jerusalem zurück, trat vor die Bundeslade des Herrn und brachte Brandopfer und Schlachtopfer dar. Danach veranstaltete er ein Festmahl und lud dazu alle seine Beamten ein.
  16. 16 Einmal hielt der König Gericht ab. Da traten zwei Huren vor ihn.
  17. 17 Die eine Frau fing an: »Bitte, mein Herr! Ich und diese Frau hier wohnen im selben Haus, und in diesem Haus habe ich ein Kind geboren. Diese Frau war bei der Geburt dabei.
  18. 18 Drei Tage nach meiner Entbindung hat auch sie ein Kind geboren. Wir waren beide allein. Keiner sonst war mit uns in dem Haus. Nur wir beide waren dort.
  19. 19 Doch in der Nacht starb der Sohn dieser Frau, weil sie sich auf ihn gelegt hatte.
  20. 20 Da stand sie mitten in der Nacht auf. Sie nahm mir meinen Sohn weg, während ich, deine Magd, noch schlief. Ihren toten Sohn aber legte sie mir in den Arm.
  21. 21 Am Morgen stand ich auf, um meinen Sohn zu stillen, da war er tot! Als ich ihn mir bei Tagesanbruch genauer ansah, merkte ich: Das war gar nicht mein Sohn, den ich geboren hatte!«
  22. 22 Daraufhin rief die andere Frau: »Nein! Mein Sohn lebt und dein Sohn ist tot!« Doch die erste Frau erwiderte: »Nein! Dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt!« So stritten sie sich vor dem König.
  23. 23 Schließlich sprach der König: »Die eine behauptet: Mein Sohn lebt und dein Sohn ist tot! Und die andere behauptet: Nein! Dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt!«
  24. 24 Also ordnete er an: »Holt mir ein Schwert!« Als man ihm das Schwert brachte,
  25. 25 befahl der König: »Zerschneidet das lebende Kind in zwei Teile! Gebt die eine Hälfte der einen Frau und die andere Hälfte der anderen Frau!«
  26. 26 Da gab die Mutter des lebenden Kindes nach. Denn sie liebte ihr Kind über alles und rief: »Bitte, mein Herr! Gebt ihr das lebende Kind! Tötet es auf gar keinen Fall!« Die andere aber sagte: »Weder mir noch dir soll es gehören. Zerschneidet es!«
  27. 27 Daraufhin entschied der König: »Gebt das lebende Kind der ersten Frau und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter.«
  28. 28 Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte. Sie hatten große Achtung vor dem König. Denn sie merkten, dass Gott ihm Weisheit geschenkt hatte und ihm half, gerechte Urteile zu fällen.

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